2011/12/31

Rutscht gut




Kurz bevor ich feiern geh und ins nächste Jahr rocke, möchte ich euch allen noch einen wunderbaren Rutsch ins Neue Jahr wünschen... Wir lesen und sicherlich in nicht mal 15 Stunden wieder und auch wenn ich einige vorgenommene Themen nicht so "bebloggt" habe, so hoffe ich, dass sich dies auch Dank der tollen neuen Gadgets in meinem Besitz ändert... Ich habe dieses Jahr jedenfalls wieder viel Bloglust gefunden und auch wenn ich vermehrt "neue", "unbekannte" Gesichter hier sehe, macht mir das ein klein bißchen Angst aber irgendwie freut es mich auch ungemein. In dem Zusammenhang einfach mal "Willkommen" und ganz besonders Euch mal meinen "Happy-New-Year"-Gruß... !!! Auf ein tolles neues Jahr 2012 !!!

2011/12/30

Yummy Kaffe am Morgen vertreibt Kopfweh

Wer mir auf instagram "folgen" möchte, sucht "datmomo" 

Yummy Kaffee am Morgen, 
vertreibt Kummer und Sorgen 
... und Kopfweh *hoff*

2011/12/28

Vorfreude auf Lautes zu Hause... yeah

Laut, lauter, Guitar Hero Metallica - Ich freue mich auf zuHause und lautes Trommeln... Meine Nachbarn werden dieses Geburtstagsgeschenk hassen, ich liebe es schon jetzt abgöttisch... Naja vielleicht schiebe ich ja hin und wieder mal ne Beatles-Session ein...

2011/12/23

Weihnachtsbaum in silber

Bei meinen sächsichen Schwiegerellis ist der Weihnachtsbaum silber und lustigerweise mittlerweile hauptsächlich aus Lauscha (Thüringen)...

2011/12/04

Advent, Advent - das zweite Lichtlein


Kaum hat man die ersten Türchen seines Adventkalenders aufgemacht, da macht man auch schon die zweite Kerze an. Irgendwie kommt mir diese Aufteilung dieses Jahr nicht entgegen. Aber naja.
Ich freue mich gleich auf leckeren Stollen und übrig gebliebenen Geburtstagskuchen vom Schwiegerpapa in spe und genieße den Adventssonntag mit Biathlon und Skispringen, Für die nicht-Sportfans, in der ARD läuft gerade mein Lieblingsweihnachtsfilm "3 Nüsse für Aschenbrödel".

Und heute mal ein Vanillekipferlrezept, das eigentlich immer gelingt (ich mach immer das doppelte):

  • 280g Mehl
  • 80g Zucker
  • 200g Butter (oder Margarine wer mill)
  • 100g gemahlene Haselnüsse (oder gemixt mit Mandeln)
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • plus nochmal 50-100g Zucker/Puderzucker zum Darinwelzen
Mehl, Zucker und die zimmerwarme Butter (geht besser in kleinen Portionen/Flocken hinzugegeben) mit dem gemahlenen Nüssen zu einem Teig verkneten, am besten mit den Händen.
Wichtig jetzt das ganze in Schüssel oder Frischhaltefolie etwa 1 Std. in den Kühlschrank. Ich forme vorher schon so Rollen mit 2-3 cm Durchmesser.

ofen vorheizen (170°C). Jetzt Scheiben von 1cm Dicke abschneiden, zu Kipferln formen (kurz zwischen den Händen rollen und die Enden beim aufs Blech legen nach unten ziehen, also einen nicht geschlossenen Kreis legen). Backpapier auf dem Blech nicht vergessen. Das Ganze etwa 10 Minuten backen.

10 Minuten warten. Derweil Puderzucker mit Vanillezucker mischen und die noch warmen Kipferl darin  welzen. Sofort in die Aufbewahrungsdose. Schmecken sofort, aber noch besser wenn sie in einer Blechdose ein bißchen ziehen.

Leselotte



Ich bin ja so eine extreme Leseratte.
Als solche hat man so manches Mal mit komischen Problemen zu kämpfen. Zum Beispiel dass ein Buch zu dick und zu schwer für extensives Lesen im Bett/Sofa etc. Dass man Nackenkrämpfe beim aufm Bauch lesen kriegt, weil das Buch nicht in der richtigen Schräglage liegen bleiben mag. Das man nicht gleichzeitig Kakao/Tee/Chai/Kaffee schlürfen kann, das Buch halten und dann noch umblättern. Oder man hat eiskalten Hände und will die unter der Bettdecke lassen, aber es geht nicht, weil man ja das Buch halten muss.

Jaja, als extensive Leseeule hat man es manchmal echt nicht leicht. Aber es gibt ja Abhilfe.

Schon lange hatte ich mir eine LeseLotte gewünscht. Und dann hat sie meine Mama Anfang des Jahres zum Geburtstag gekriegt. Natürlich musste ich das gute Stück erstmal testen. Und ich habe es sofort als gut befunden. Die Schräglage ist für mich das Entscheidende... Einfach eine Super-Erfindung. Leider hat meine Buchsucht nie Geld im Budget gelassen, mir selbst eine zu kaufen, denn das gute Stück ist doch sehr kostenintensiv. Vor kurzem meinte meine Mama, dass sie keine Verwendung für die LeseLotte hat, sie liest lieber manuell.
Jetzt habe ich sie und ich bin begeistert. Ich lese nur noch ohne, wenn ich in der Straßenbahn lese und dann vermisse ich es. Also falls es euer Buchbudget zulässt, die LeseLotte ist für alle "Extrem-Lese-Eulen" und "Auf-dem-Bauch-Leser" eine Super Sache.

2011/12/01

Crema Corpo


Wenn ich Urlaub mache, steht dieser souvenirtechnisch meist unter einem Motto. Interessanterweise, weiß ich dieses Motto nie vorher, das ergibt sich halt. Dieses Jahr stand dies wohl unter dem Stern von Kosmetik und Kunst.

Ersteres weil meine Schwester mit war und für dieses Thema ein Händchen hat. Mit wahrhaft meisterhafter Hand fand sie diese Creme, die einfach nur traumhaft ist und wie ich jetzt feststelle, nicht nur für sonnengeplagte Haut sondern auch für die kältegeplagte.

Das Besondere: die Creme ist auf Oliven(öl)basis, was besonders wichtig für Nussallergiker ist, die auch auf Mandelöl allergisch reagieren.

Aber auch so ist diese Creme reichhaltig und somit etwas für Cremefaule wie mich. Auch wenn man sicherlich nicht diese Creme in Deutschland kriegt, ist es doch ein echter Geheimtipp mal nach so etwas zu schauen. Besonders in der Naturkosmetik habe ich jetzt immer mal so eine Creme auch hier gefunden. Vllt. eine Weihnachtsidee für den einen oder anderen, denn ich werde jetzt immer nach solchen Cremes Ausschau halten. Meine nähert sich leider dem Ende...

2011/11/27

Advent, Advent ein Lichtlein brennt

kleiner Dekorationsvorschlag für den Tisch

Ich wünsche euch einen besinnlichen 1. Advent, ein wenigRuhe für die Familie oder Freunde, vielleicht Zeit für ein Familienkaffee mit Stollen und Weihnachtsplätzchen, dass der Alltagstrott mal ein bißchen zurücktritt und dass ihr in Weihnachtsstimmung kommt.
Ich bastele gerade die letzten Adventkalendertürchen....

In dem Sinne - Rezept für Kokosmakronen
(weil das die einfachsten sind und man die fix noch kurz vorher machen kann, und sich nur in etwa an die Mengen halten muss)

Man braucht:

  • 2 Eiweiß
  • 125g Zucker inklusive Vanillezucker oder Orangenabrieb oder so... was immer man mag
  • 125g getrocknete Kokosrapseln
  • wenn man mag 1-2 EL Mehl
Das Eiweiß steif schlagen, den Zucker unterheben, anschließend die Flocken. Wer mag kann letzeres ein wenig anrösten oder ein paar Stiftmandeln etc druntermixen.
Dann mit zwei Löffeln Häufchen formen, oder den Teig in eine Tortenspritze mit größerer Tülle füllen und aufspritzen, wer mag kann Obladen drunter tun. Backpapir vorher aufs Blech legen hilft ungemein.

Das ganze etwa 20 Minuten bei schwacher Hitze (Ich nehme 150°C) backen... Je nach gewünschtem Bräunungsgrad....

DIY: Adventskalender für die Eltern

Ich habe schon mit 12 angefangen für meine Eltern einen Adventskalender zu basteln. Der erste war ein riesengroßer gemalter Weihnachtsmann (Din A1) mit kleinen Bildchen. Schon im nächsten waren auch kleine Zettel mit "Hilfshausarbeiten" wie "Abendbrottisch decken".

Mittlerweile lebe ich gut 200km von meinen Eltern entfernt und trotzdem kriegen nun sowohl meine Schwiegerellis als auch meine Ellis einen Adventskalender. Ich bin ein riesiger Weihnachtsfreak und ich finde Weihnachten ist eine tolle Gelegenheit sich bei den lieben zu bedanken. Ein Weihnachtskalender ist eine tolle Gelegenheit. Seit ein paar Jahren hat es sich ergeben, dass ich gerne "Fotos" als Adventskalenderbasis benutze. Über's Jahr erlebe ich ja mit meinen Schatz ein paar Ausflüge und Urlaube und im Zeitalter der digitalen Fotografie sehen zwar die Ellis ein paar Fotos, aber zumeist sind diese ja nicht ausgedruckt/entwickelt.
Also suche ich zu Weihnachten die 24 "Best Of"-Bilder des Jahres zusammen. Aus Familienfeiern, Urlaube, Zwischendurchfotografien und natürlich auch ein paar Bilder von uns beiden. Das sind meistens für beide Familien andere. Zwar überschneiden sich ein paar Ereignisse, aber an sich sind es unterschiedliche Kalender.

Do it yourself:
Zu Beginn ist der Aufbau des Kalenders etwas teurer, denn man braucht pro Familie 24 Bilderrahmen in unterschiedlicher Größe. hier ist Ikea eine ganz günstige Ressource. Allerdings "recycle" ich den Kalender, ich bekomme im Laufe des Jahres ungefähr 20 Bilderrahmen wieder zurück. (wer kann sich auch 24 Bilder aufhängen.) Die Fotos an sich verbleiben natürlich und werden erfreut dort behalten.

Die Bilder aussuchen, wer will, wie ich, kann diese noch digital bearbeiten; das lohnt sich vor allem bei Handybildern.  Dann entwickeln und in die Bilderrahmen sortieren.
uneingepackter Kalender, unsortiert und "verfremdet", wegen der Fotos
Ich drucke mir dann meist einen Kalender für Dezember aus, schneide 24 kleine Zettel, beschrifte die und entscheide anhand des Datums welches Bild wann kommt. Natürlich könnte man das auch "randomizieren"(zufällig auswählen), aber bei uns in der Familie gibt es noch einige Geburtstage etc in Dezember.

Dazu finde ich meist so 4-8 spezielle Dinge, wie Weihnachtsschmuck, der zur entsprechenden Familie passt. Den verteile ich dazu. In den letzten Jahren habe ich dann noch spezielle Teepäckchen, die ich selber gerne trinke, und von denen ich weiß, dass sie meine Familie erstmal nicht kaufen würde. Die verteile ich dann noch zu den Fotos. Und dann kaufe ich ein bis zwei Packungen leckere Schokolade, die portionsweise verpackt sind.
Und dann komm die Arbeit: Ich suche mir 2 verschiedene Geschenkpapiere, die im Muste rund Farbe konträr sind, aber gut zueinander passen. (Passt auf, dass es die 10m Rollen sind, bzw kauft mehr). Jedes Bild muss nun eingepackt werden...
Klingt stressig, geht aber, wenn man's erstmal beginnt. Man muss auch nicht die gesamten Bilderrahmen einpacken, teilweise reicht es nur die Sichtflächen mit einem "Schlauch" aus dem Geschenkpapier zu bedecken. Nicht vergessen auf das Papier gleich die Zahl zu schreiben!
Dann nehme ich so ein günstiges Kringelgeschenkband und bilde damit so Schlaufen, das man die Bilder in Verpackung aufhängen kann.

Für den Tee bastel ich kleine Papiertüten (ist leichter als man denkt) aus dem Geschenkpapier, die kleinen Geschenke, packe ich auch ein und je nach Schokolade, klebe ich die einfach drauf oder packe diese auch in Tütchen. Durch meinen eigenen Adventskalender habe ich mal sehr viele kleine Säckchen genäht, da ist auch immer mal eins über.

Am Ende braucht meine Familie nur ein Brett (Fichte weil günstig, in 20cm "Breite" meist nur 1-2 Euro je nach Länge), so lang, wie ein Bild im Flur oder Wohnzimmer der beschenkten Familie. Zwei Haken oben an der Breitkante vorsichtig eindrehen, um dieses dort aufzuhängen. Dann Braucht man mind. 24 kleine Nägel, die man halb in die Vorderseite einschlägt, um die Päckchen daran zu hängen.

Diese können ruhig über den Rand des Brettes hängen, es ist nur wichtig, dass die Bilder nach dem Auspacken auch wieder dort angehangen werden können.

Nach den 24 Tagen hat meine Familie dann das Jahr in 24 Bildern an der Wand hängen.

Noch ein paar Tipps:
  • Um das schöner zu gestalten habe ich ganz unterschiedlich farbliche Bilderrahmen. 
  • Aber auch die Glasrahmen (im Vierepack für 3€, glaube ich) kann man individualisieren. Hier habe ich mit Fenstermalfarbe kleine Ränder in weihnachtlichen Stil draufgemalt - kleine Schneeflocken, stilisierte Weihnachtsbäume, ne Nikolausmütze etc.
  • Oder die günstigen holzfarbenen Rahmen habe ich mit schlichter Acrylfarbe bemalt, und kleine Muster draufgemalt.
  • Ein Jahr habe ich selbstgemachte Weihnachtsbaum-Ornamente mit eingepackt. 
  • Ein anderes Jahr habe ich Weihnachtsgedichte in die Rahmen zu den Fotos getan.
  • Oder meine Lieblingsrezepte des Jahres aufgeschrieben...
ungefähre Arbeitszeit pro Kalender: 4-8 Stunden, je nach Aufwand und wie schnell man einpacken kann.

2011/11/26

Adventskranz aus Ästen und Koniferen, Moosen, Flechten und Zapfen


Wie ich vielleicht hier schonmal erwähnte, bin ich kein Fan von den traditionellem Adventzkranz. Ich mag mein "Kranz" eher als Gesteck nebeneinander. Und ich mag weisse Kerzen statt roter. Vor allem mag ich mein Adventskranz natürlich. Seit einigen Jahren "baue" und bastele ich meinen Kranz aus alten dicken und dünnen Ästen.

Und das ist einfacher als gedacht. Für meinen diesjährigen "Adventskranz" brauchte ich:

  • Eine längliche Schale, wie man sie günstig in diversen Dekoläden findet. Am besten schon mit Kerzenständern, muss aber nicht sein.
  • Verschieden dicke Arten von Ästen von 4-5cm Durchmesser bis 0,5-1cm.
  • Rinde von Bäumen, selbst gefunden (bitte nur von alten Ästen oder Bäumen) oder gekauft
  • verschiedene Zapfen, Haselnüsse, etc.
  • Flechten und Moos (gerade letzteres bitte kaufen, das aus dem Wald steht unter Naturschutz!)
  • Astscheiben
  • 4 Kerzen, am besten gleich gross und gross genug um möglichst oft angebrannt zu werden
  • wirklich schönes Geschenkband
  • ein paar Äste Koniferen
was man noch benutzen könnte: 
  • rote getrocknete Beeren
  • Strohsterne
  • kleine Figuren
  • Zimt, getrocknete Orangenscheiben und andere Gewürze
  • ein paar Tannenzweige 
  • kleine Weihnachtskugeln oder andere Dekoelemente
Was hab ich gemacht?
Es ist wirklich einfach. Ich hab die Äste ungefähr auf das Maß meiner Schale gebracht - die dicken Äste habe ich gesägt, die kleinen gebrochen. Danach kommt das schwierigste, diese zusammen (ineinander verschachtelt) so auf die Schale legen, dass sie dekorativ sind, und man trotzdem ein enges Geflecht bilden, welches man später für das "Gesteck" braucht. Das Ganze fixiert man indem man an zwei relativ äußeren Stellen, die Zweige mit dem Geschenkband umbindet und festzurrt. Das muss man evtl. mehrfach versuchen, bis man zufrieden ist. Die schöne Schleife nicht vergessen. Dieses Band ist Dekoration und Funktion zugleich.

Anschliessend die Kerzen schonmal aufstecken.

Jetzt die Deko-Elemente in das Geflecht einarbeiten. Ich fange dabei mit den größten Elementen an, das sind die Rindenstücke und die Tannenzapfen. Diese so in den Zweigen verkanten, dass sie ausreichend fixiert sind. 

Ich habe mich für Koniferen entschieden, da diese auch meist nicht nadeln; es gibt sie in den verschiedensten Arten und ich kaufe jeweils von jeder etwa größeren Ast. Aber Achtung meistens stacheln diese unangenehm. Also bei kleinen Kindern etc evtl einfach Tannenzweige nutzen.  Meist brauche ich viel weniger als ich denke. 

Danach die Astscheibchen verteilen und ebenfalls verkannten. 

Zum Schluss mit ein zwei verbogenen Büroklammern oder richtigen Gesteckklammern die Flechten und das Moos verteilen.

Ein Tipp: Ich versuche nicht zuviel zu machen und sparsam zu dekorieren, finde ich doch das Astsystem des Grundgerüstes dekorativ.

In meinem Adventzkranz kommt kein Glitzer und kaum Farbe, außer in der Schleife, aber das gefällt mir ja.
Noch ein paar Abwandelungsmöglichkeiten, die ich schon ausprobiert hab:

  • man braucht keine Schale, hat man mehrere dicke Äste, kann man diese auch einfach so zusammenbinden. Hier kann eine Heissklebepistole helfen. Auch um gerade Flächen zu schaffen.
  • außerdem kann man dann die Kerzen assymmetrisch verteilen auf verschiedene Höhenebenen.
  • man kann auch mit vielen Zapfen eine weitere Ebene erschaffen
  • ein Adventskranz kann auch sehr schön ganz ohne irgendwelche Tannenzweige aussehen. Einfach mal Mut haben und es ausprobieren. Allerdings auch Hinweis aus Erfahrung: Männer finden's komisch...

Und weil mein Männel sich dieses Jahr dringend mal wieder einen richtigen Adventskranz wünschte, habe ich eben noch einen Zweiten gemacht. Dieser war ein schlichter schon umwickelter gekaufter Kranz, der auch Koniferen enthielt. Hier habe ich nochmal aufgestockt. Die dunkelroten und absichtlich viel zu großen Kerzen aufgesteckt (auf entsprechende Kerzentellern). Außerdem habe ich noch getrocknete Rote Beeren, Zapfen, Strohsterne, Flechten, Moos und wie vom Männel gewünscht kleine goldene Engel verteilt und festgesteckt. Auch hier vertrete ich die Meinung, weniger ist mehr. 

Und weil ich außerdem mal wieder drei Adventskalender bastele, stelle ich morgen oder übermorgen noch eine weitere Anleitung hier rein. Auch wenn's zum Nachmachen evtl. ein bißchen spät ist.

Und weil ich ein klein bißchen selbstsüchtig bin, verlinke ich mal Sari's Win!Win!Win! Post, der mich hierzu inspiriert hat. 

2011/11/24

Carolin Kebekus machte PussyTerror im Wechselbad in Dresden

Für den Fernsehgucker sollte Carolin Kebekus keine Fremde sein, da war "Kinder, Kinder" und später die phänomenal geniale "Broken Comedy".
Carolin Kebekus ist echt, auch wenn sie gerade in einer Rolle ist, steckt doch offensichtlich immer ein Herzteil von Carolin Kebekus darin. Und dann ist diese Frau merklich clever und unglaublich cool, sie ist keine Tussi und trotzdem wohl zu recht eine der beste deutschen Comdediansdamen, vielleicht auch schon die Beste.

Auf jeden Fall ist sie nicht auf die Schnauze gefallen, wie sie uns als "kölsches Mädel" auch gestern wieder im Wechselbad in Dresden zeigte. Zum ersten Mal in Dresden, zuvor war sie wohl in der JVA gewesen. Gleich von der ersten Sekunde legte sie los, mit voller Fahrt: hetzte über das deutsche (gescriptete) Assi-Fernsehen, nahm diverse D-Promis, wie Spielerfrauen und ExFrauen aufs Korn, aber äußerte sich auch aktuell zu Bushidos Bambi, erklärte warum sie scheinbar nur biologisch ne Frau sei
Und das alles messerscharf, aber nicht unter der Gürtellinie - bzw. teilweise auch absichtlich drunter mit Ironie und Sarkasmus. Eben PussyTerror pur.

Leider schien nicht das ganze Publikum diese feine Linie bemerkt zu haben. Anfangs war es noch amüsant, wenn gerade die "Opfer" ihres Humor die Ironie nicht verstanden und lautstark doof in der Show zustimmten. Mit steigendem Alkoholpegels dieser wenigen Ausnahmen nervte das allerdings nur. Für mich hat die Erfahrung wieder gezeigt, wie sehr es mich stören würde, wenn ich nicht mal mitkriegen würde, dass man über mich lacht, aber das scheint eine andere Diskussion. Denn für ihr Publikum kann die Frau Kebekus nichts.

Auf jeden Fall von mir eine Empfehlung und für knapp 17€ für eine Karte ist das auch durchaus günstig (Aber vielleicht sollte das Wechselbad mal über seine Bestuhlung nachdenken)... Nichtsdestotrotz I liked it a lot.

2011/11/23

Jena mag kein Paradies sein, aber Jena ist bunt

Eigentlich ist mein Blog unpolitisch und soll es auch so bleiben.
Aber ich äußere mich oft über meine neue Heimat, die ich im schönen sächsischen Dresden gefunden habe. Eine Stadt, die ich aus tiefstem Herzen liebe.

Aber ich bin 18 Jahre in Jena aufgewachsen. Und es war eine schöne Kindheit und Jugend und das lag nicht nur an meinen Eltern. Ich bin genau in den Plattenbau-Stadtteilen groß geworden, die jetzt so gerne in die Kritik genommen werden.
Ganz besonders sauer bin ich auf diesen Beitrag des ZDF "Extreme-Gewaltbereitschaft", den man ohne Weiteres auch als verdeckte Werbung für Steven Uhly's neues Buch "Adams Fuge" betrachten kann.
Zusammengefasst wird folgendes gesagt: "Jena sei für Menschen mit Migrationshintergund kein Paradies (kleiner Witz dank unseres Bahnhofs Jena Paradies)." Es wird suggeriert Jena sei eine "Nazihochburg".
Es wird gehetzt, der Bericht ist vieles, plakativ, vor allem aber suggestiv und nicht nur aus meiner Sicht KEINESFALLS repräsentativ.

Für mich ist Jena vor allem eine Studentenstadt und wäre ich dort nicht aufgewachsen und wollte dringend weg (wie wohl fast jeder Teenager) hätte ich gerne dort studiert. Jena hat für mich auch den Ruf einer Bildungshochburg. Interessanterweise wird dieser Ruf auf Kosten eines Buches, das Werbung braucht(?), in den Dreck gezogen. Das kann es doch nicht sein. Was mich an diesem Beitrag stört, ist das nicht mal der Versuch von Lösungsansätzen gemacht wird, sondern eben nur Vorurteile verbreitet werden - von einem Autor, der zugibt, sich nicht nach "Jena" und eigentlich nicht in den gesamten Osten zu trauen. Wahnsinn, der Mann hat ja sicher richtig was zu sagen, über Jena und den Osten.

In dem verlinkten Video zeigt man verfallene Häuser, in denen ein paar Extremisten wohl angeblich ihre Pläne geschmiedet haben. Solche Häuser gibt es wohl überall. Punkt. Und noch ein Punkt, klar in Jena gibt es viele Probleme, auch wie überall. Die Mieten sind zu hoch und ein Großteil der Bevölkerung lebt in den Plattenbauviertel, was eben mit der "Geschichte" von Jena zu tun hat. Das heißt ihm Umkehrschluss aber nicht, dass somit die gesamte Jenaer Bevölkerung unzufrieden ist.

Wenn ich "meine alte" Heimatstadt beschreiben müsste, wüsste ich nicht mal ob ich Jena jetzt eher links oder rechts einordnen müßte. Als ich noch klein war, lebte ich in einem Hochhaus, dessen Jugendclub kurz nach der Wende als rechts galt. Der gleiche Stadtteil wählte bei meiner ersten Wahl überwiegend links. Ich hatte Freunde in vielen Stadtteilen und ich hatte nie Angst diese abends/nachts zu besuchen. Ich fuhr als Teenager immer allein Straßenbahn. Gut, ich habe keinen "Migrationshintergrund" und zugegeben ich hatte in Jena wenig Freunde, die einen hatten.
Nichtsdestotrotz habe ich in Bars, Disko im Freundeskreis Menschen kennengelernt, die das hatten. Es schien nie ein offensichtliches Problem. Wie vermutlich in vielen Städten gibt es sicher auch in Jena hin und wieder damit Probleme. Und ich hoffe, dass sich das ändert. Aber das hoffe ich auch für Dresden.

Jena braun? In meinen Augen ist Jena nicht nur durch seine Studenten vor allem bunt und jung mit durchaus historischem Hintergrund. Jena liegt im Grünen und ist für mich trotzdem weltoffen.
Ich hoffe schwer, dass dieser schlecht recherchierte Beitrag nicht den Ruf von Jena vollkommen ruiniert, denn das haben vor allem seine Bürger nicht verdient.

Ein paar Hintergünde und Links zur Story:

EIn paar Beispiele aus der "Bloggerszene" (nicht nur) aus Jena:

inbetween: google und Stanislaw Lem

google begeht heute den 60.Jahrestag/Jubiliäum des ersten Buches von Stanislaw Lem's, seineszeichens Author von zahlreichen utopischen Büchern, heute ja gerne Science Fiction genannt. Egal was man von Lem weiss oder gelesen hat, einige seiner geistigen Erfindungen (wie z.B.das Sterntagebuch) haben unwideruflich Einfluss auf die heutige "Fantasy/Science Fiction" Begeisterung genommen (und das obwohl er eine sehr selbstkritisch humorvolle Beziehung zu diesem Genre hat, dass er selber so geformt hat) und egal wie man es dreht und wendet, das heutige animierte, spielerisch interaktive  "Google-Abenteuer" ist es wert... also alle mal mitspielen... JETZT! BEFEHL! LOS...

2011/11/16

Bald nun ist Weihnachtszeit.... Startschuß Strietzelmarkt in Dresden


Bald nun ist Weihnachtszeit... Und dementsprechend ist der Aufbau des Strietzelmarktes in vollem Gange, sogar der Aufgang des Parkhauses wird in die Dekoration einbezogen... Die meisten Einkaufspassgen sind im wahren Dekorationswahn, überall funkelt es leuchtet es schon und so manchesmal ist all die Dekoration für mich ein bißchen viel. Unfaßbar oder, wo ich doch Weihnachten liebe? Am Strietzelmarkt mag ich die Holzbuden, auf dem Neumakrt wird ein sehr traditioneller "Kunstwerksmarkt" mit naturnaher Deko errrichtet, auf den freue ich mich schon sehr.
Nichtsdestotrotz bleibt der Strietzelmarkt natürlich das weihnachtliche Hauptereignis. Er wird dieses Jahr zum 24.11. eröffnen und dieses Jahr zum 577. Mal stattfinden. Äußerst zentral auf dem Altmarkt, kann er täglich von 10-21 Uhr besuchtt werden (außer am Eröffnungstag, hier eröffnet er ab 16Uhr sowie am 24. 12., dem Schlußtag, bis 14Uhr). Wie jedes Jahr gibt die unterschiedlichsten Leckerreien von Waffeln und Crepes, von Schoko- und Kandisäpfeln, von gebranntn Mandeln und Nüssen, von Lebkuchen udn anderen Weihnachtsgebäck, von Bratwürsten bis hin zur Pilzpfannen. Dazu natürlich Eierpunsch und Glühwein in allen Arten, heiße Schokolade mit oder ohne Schuß, Bier und Grog. Aber natürlich wird es auch wieder (vor allem erzgebirgisches) Kunsthandwerk geben, finnischen und einheimischen Honig, warme Handschuhe und Socken, Taschen und Mützen, Kleidung, Lichterketten udn Sterne, Laternen udn Schwippbögen, Pyramiden und Schnitzkunst. Eben all das was den Strietzelmarkt so aus macht.
Ich freu mich rieisg drauf. Und für alle auswärtigen ein kleiner Tipp, für günstiges Parken in Dresden. EIn kleiner Besuch in der Touristinfo, kann das teure Parkticket doch um so einiges güpnstiger machen (für mehr Informationen bitte dem Link folgen).

Eine frohe Vorweihnachtszeit uns allen! Vielleicht sieht man sich ja mal, auf dem Strietzelmarkt zwischen all den Buden und Leckereien...

2011/11/13

[quote] - Beschissene Taliener und Pastascheißer

"Nach diesem ereignisreichen Tag lege ich mich zufrieden in ihr Bett. Es ist so groß wie ein Boxring mit einer Ecke für sie und einer für ihn. Boxhandschuhe finde ich nicht, aber ich sehe, dass sie ein italienisches Kochbuch liest und er 'Cosa Nostra. Eine Geschichte der sizilianischen Mafia'. Überall diese beschissenen Taliener. Warum kommen die rechtschaffenen Männer der kroatischen Mafia nicht mal zu ihrem Recht? Ein paar Bücher, ein paar Filme, etwas Ruhm? Sogar so ein hässlichnamiger Niemand auf dieser waffenfreien Insel liest etwas über diese Pastascheißer."

Hallgrimur Helgason, "Zehn Tipps, das morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen", dtv, ungekürzte Ausgabe 2011, München
ISBN: 978-3-423-21318-9

Die 100 (neuen) Lieblingsbücher der Deutschen

Mit der letzten Liste hatte ich ja so meine Probleme, die jetzige scheint eigentlich eher meine eigene Liste zu sein, als die aller... Aber schaut selbst: 
[Legende: fett: hab ich und hab ich gelesen, fett und kursiv: hat meine familie, hab ich gelesen, kursiv: hab ich, aber noch nicht gelesen (weil Buch vom Helden oder geschenkt gekriegt)]


1. Suzanne Collins - Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele
2. Stephenie Meyer - Biss zum Morgengrauen 
[engl.]
3. J. K. Rowling - Harry Potter und der Gefangene von Askaban [engl.]
4. J. K. Rowling - Harry Potter und die Heiligtümer des Todes [engl.]
5. Walter Moers - Die Stadt der träumenden Bücher
6. Michael Ende - Die unendliche Geschichte
7. J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe: Die Gefährten

8. Markus Zusak - Die Bücherdiebin
9. Carlos Ruiz Zafon - Der Schatten des Windes
10. Cornelia Funke - Tintenherz
11. Ken Follet - Die Säulen der Erde
12. Kerstin Gier - Rubinrot

13. Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind
14. Jane Austen - Stolz und Vorurteil
15. Patrick Süßkind - Das Parfüm

2011/11/12

Mal ne (Bücher-)Frage

Ich lese ja gerade "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak, überraschenderweise tue ich mich ein bißchen schwer damit. Vielleicht liegt es an der Übersetzung, bisher habe ich Zusak nur im Orginalsprache  gelesen.
Was ich wissen will, ist es vielleicht nur am Anfang etwas sperrig? Kommt die Story noch so richtig in Fahrt, lohnt sich die Geduld? Anyone? Please, bitte eine Meinung. Ich bin kurz vor der Aufgabe. Es muss doch einen Grund geben, dass das Buch in der Liste der 100 (neuen) besten Bücher der Deutschen steht.... Hmph....

2011/11/11

Charlotte Roche - Schoßgebete [Hörbuch]

Zuallererst ich mag Charlotte Roche, ich mag ihre Stimme, ich mag, dass sie scheinbar immer das ausspricht, was sie denkt, ich mag, dass sie so unkonventionell ist.

Trotzdem habe ich es durch ihr Erstlingswerk "Feuchtgebiete" nicht vollständig geschafft. Ich bin (an der Stelle wohl leider) mit einer zu großen Fantasie ausgestattet, die mir gerade Gelesenes wie Wirklichkeit vorkommen lässt. Wenn ich Bücher lese, entsteht diese Welt in meinem Kopf und ich bin mittendrin. Deswegen habe ich nur sehr wenige Steven King Bücher gelesen und auch man andere kann ich einfach nicht lesen. Zu echt.

Feuchtgebiete war einfach zu eklig. Und ich meine jetzt nicht das Thema, nein, ich finde es gut, dass jemand die "Cleanliness" aus Buch, TV, Film etc anspricht. In den wenigstens Filmen geht der Filmheld aufs Klo, in fast keinem Buch wird das beachtet. Da laufen Figuren monatelang durchs Prärien, Nichts etc und mit keiner Silbe wird erwähnt, dass es diverse Probleme mit den Alltäglichkeiten auftreten können. Da wird Hunger und Durst, sowie andere Unzulänglichkeiten bis ins Detail beschrieben, aber sowas? Nein. Buchhelden gehen nicht aufs Klo, basta.

Trotzdem war mir das Thema in der detaillierten Beschreibung unangenehm und zu plastisch für meine Fantasie, ich mochte schon nie das Ausgeschniepte meine "AuPairKinder" sehen. Kurzum "Feuchtgebiete" war nicht meine Welt. "Schoßgebete" schien da schon eher was für mich, sollte es doch um eine persönliche Welt gehen: Verlustängste, psychische Belastungen... An sich erinnerte mich das doch ein wenig an Kuttner's Mängelexemplar.

Aus Vorsicht kaufte ich das Buch dennoch als Hörbuch, zumal Frau Roche selbst liest. Eigentlich mag ich ihre Stimme, zum "Aber" komme ich später.

Worum geht's
Es geht um Elisabeth, die Hauptfigur und an sich geht es um drei Tage. End hier ist die Handlung auch noch ziemlich überschaubar: Dienstag: Sex, Mittwoch: Arztermin, Donnerstag: Bordellbesuch. Achja und dann ist da natürlich noch die tägliche Sitzung bei der Psychothearapeutin.
Auch wenn die Geschichte hauptsächlich im Jetzt spielt und von der Beziehung (=Ehe) der Protanistin und ihren Ängsten handelt, drängt doch gerade über die Therapie immer der Unfall vor 8 Jahren hinein, der schwer das Leben von Elisabeth lastet.
Egal wie man es dreht und wendet, man kommt nicht umhin zu fragen, oder doch auf dem Leben von Frau Roche. Denn hier sind die Parallelen doch sehr eng. Hat doch auch der schönste, geplante Tag der Autorin und der Hauptdarstellerin in einer Tragödie geendet, ein Autounfall veränderte das Leben. Am Tag der Hochzeit verunglücken die drei Brüder tödlich. Der schönste Tag des Lebens gerät zu Katastrophe. Diese Geschehnisse mit der Stimme von Frau Roche zu hören ist tatsächlich zutiefst berührend, verschreckend teilweise fast schon zerstörend. Und trotzdem gelingt es ihr, die ironischen Momente des Geschehnis so zu schildern, dass das Buch streckenweise wirklich Spaß macht.
Aber man erfährt eben auch, wie sie am Flughafen die Nachricht erfährt, wie ihre Beziehung daran zerbricht, wie aus dem "letzten" Ausrutscher ihre Tochter entsteht. Das ist manchmal wirklich schonungslos. Und diese Ehrlichkeit manchmal belastend, wenn sie schreibt: "Die Geburt unserer Tochter ist also untrennbar mit dem Unfall verbunden" oder "Wenn ich an ihre Geburt denke, stell ich mir drei tote Kinder daneben vor."
Dazwischen wird immer wieder in die Gegenwart gesprungen, zur eigentlichen Geschichte (die mit den drei Tagen). Hier geht es hauptsächlich um die Beziehung Elisabeths mit ihrem (neuen) Mann. Und damit geht es hier viel um Sex, ob es die offenherzige Overtüre des Romans ist, welche den Leser detailliert eine Einführung in die Kunst des Oralverkehrs gibt oder den "Fremdgeh"-Fantasien der Protagonistin. Die Besuche im Bordell, die Beschreibungen des ehelichen Sex. So ganz kann Frau Roche aber nicht aus ihrer Haut und so geben "Würmer" dem ganzen den Ekelfaktor.

Wieso (und wieso Hörbuch)?
Charlotte Roche plaudert, zumindest inhaltlich. Manchmal allerdings hört sich das Ganze stark vorgelesen an. Ich glaube erhören zu können, an welchen Stellen ein neuer "Einspieltag" begann, denn dann klang es hakelig irgendwie nicht ganz professionell. Aber vielleicht bin ich eben ein bißchen arg kritisch mit Hörbüchern, denn ich habe ja schonmal erwähnt, dass manchmal in meinem Kopf Bücher beim Lesen von mir bekannten Stimmen vorgelesen werden. Allerdings auch objektiv gesehen mit der tramhaften Märchenonkel-Stimme von "Das Bildnis des Dorian Gray" (engl.) kann Miss Roche nicht mithalten.

Mein Fazit
Inhaltlich wechselt die Last der Vergangenheit mit der leichten, sexgefüllten Gegenwart, ab und zu verkehrt sich das Ganze dann noch. Ob man das gelesen haben muss? Sicher nicht, aber man hat auch nicht das Gefühl wirklich Zeit verschwendet zu haben. Für mich definitiv eine Weiterentwicklung der Autorin, so wirklich meine Welt ist die Buchwelt der Miss Roche allerdings weiterhin nicht. Trotzdem werde ich mich wohl bis zum Ende durchhören.

Und immerhin, ich glaube schon gelesene Lektüre werde ich mir ab und zu auch mal als Hörbuch zu Gemüte führen. Neues werde ich demnächst wohl aber wieder lesen. Irgendwie ist da schöner und lässt mich besser in die Welten eintauchen.

2011/11/10

10. KakaoParty - This is Me


Maru, die Vorstadtprinzessin von Princess Attitude feiert Kakao-Jubiläum, KakaoParty die 10.te. Da wollte ich natürlich nicht fehlen und auch wenn ich eigentlich gelobte, viel früher fertig zu sein ... naja das Informatikerlos, alles nur unter Druck und kurz vorm Ende... Zu meiner Verteidiung führe ich die stressige Arbeit und und und an... nicht sonderlich einfallsreich aber wahr. Und weil es so kurz vor Schluss ist (wehe die Post "lahmt"), "verrate"/zeige ich diesmal jetzt schon die Tauschkarte. Diesmal ganz analog.

"This is me" - Ein Großteil von mir ist gerade (und eben wegen der Arbeit) Pixelschubse. Diese abfällige Bezeichnung nutze ich gerne liebevoll, um mein Beschäftigungsfeld zu beschreiben. Als studierte Medieninformatikerin ist es meine Aufgabe, dass Webseiten schick und nutzbar zu machen. Aber auerdem bin ich eben noch eine begeisterte Leseeule, schaue die Welt gern durch die Linse an, bin auch in der Freizeit gerne virtuell unterwegs, animiere den einen oder anderen Kurzfilm, male, zeichne, bin kreativ. Gerne auch am Kochtopf. Viel zu gerne. Meine Welt ist meistens, bunt und chaotisch. Viel zu oft zu chaotisch, aber es wäre nicht meins, wäre es geordnet... This is me...

Heiter bis tödlich

Ich war ja schon ein Fan von "Mord mit Aussicht", auch wenn ich sauer war, dass dieses von der Prime Time in den Vorabend gelegt wurde. Aber hey, wozu hat man einen Festplatten-Reciever? Mir doch egal.
Die Art des Krimis gefiel mir, nicht zu gewaltätig, intelligent, aber nicht zu abgehoben, mit verschrobenen Charaktären.

Und jetzt kommt das Erste mit "Heiter bis tödlich". Das gleiche Prinzip, nur mit mehreren Ermittlerteams in unterschiedlichen "Szenarien".  Nicht nur wegen dem Herrn Tramitz bin ich ein Fan des "Hubert und Staller"-Teams. Grüne Uniformierte mit (gerne auch) schwarzen Schafen vor weiss-blauen Himmel, klingt eigentlich nicht unbedingt nach meinem Geschmack, aber gewürzt mit viel Selbstironie stimmt das Konzept wieder für mich. Die neuen Serienhelden sind der hochmotivierte Staller und der bequeme Hubert, gespielt von Tramitz. Will man der Serienbeschreibung glauben, dann schießt der Staller schonmal vor lauter Euphorie 'nen Gartenzwerg vor dem Haus eines Verdächtigen. Und das im bedächtigen Oberbayern am Starnberger See. Dabei geraten die Zwei entgegen ihres Revier gerne in Fälle, die eigentlich ein paar Nummern zu groß für sie sind: Da geben sich Mord, Entführung, Drogenschmuggel oder Erpressung. Aber nichts kann sie abschrecken. Und dann ist ja da noch die brisante Geschichte, dass die Frau Dr. Licht, ihres Zeichens Pathologin des nächsten Krankenhauses, hart im Nehmen ist. Sie schneidet "Körper mit einer Selbstverständlichkeit auf, mit der andere Gemüse schälen". Außerdem ist sie natürlich zufällig die Ex von "Hubsi" Hubert, und beide scheuen sich nicht davor, ihre gescheiterte Ehe auch direkt am Tatort außeinander zu nehmen. Gespickt ist das ganze mit der Lokalreporterin, die unangenehmen Fragen stellt, und vor dem der neue Revierleiter nicht nur aus dienstlichen Gründen gut da stehen will.
Das Umfeld scheint der perfekte Grund für tolle Folgen. Mein Festplatten-Reciever hat jedenfalls Befehl jede Woche die Sendung, die momentan Mittwochs 18:50 Uhr läuft aufzunehmen. Und über das Bavarische lerne ich auch noch drüber weg zu hören.


2011/11/09

[quote] - Sicheres Land, am Arsch.

"Hat ihr Vater eine Waffe im Haus"  
"Eine Waffe?" 
"Ja, in den Staaten hat jeder eine Waffe im Haus. Man muss ja mit allem rechnen. Insbesondere als Geistlicher." 
Sie verdreht ihre großartigen Augen. 
"Niemand in Island hat eine Waffe. Das ist ein sicheres Land."  
Sicheres Land, am Arsch. Ich müsste nur mal telefonieren, und innerhalb einer Woche wäre dieser Lavabrocken eine kroatische Kolonie.

Hallgrimur Helgason, "Zehn Tipps, das morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen", dtv, ungekürzte Ausgabe 2011, München
ISBN: 978-3-423-21318-9

2011/11/05

(romantische) Nacht am Dresdner Schloss


Dass Dresden eine wirklich schöne Stadt ist und dass ich es liebe hier zu leben, hatte ich ja schön öfter hier erwähnt. Und so passiert es mir immer wieder, dass ich an Stellen, an denen ich schon x-Mal vorbeigelaufen bin, zu anderer Tages- und Nachtzeit plötzlich neue Schönheit entdecke. Das wiederaufgebaute Dresdner Schloss, auch Residenzschloss genannt, ist eine wahre Perle geworden. Nicht nur Architektur und Bemalung(die wirklich phantastisch ist, nur mal so nebenbei erwähnt), nein ich liebe auch die kleinen Details. Hinter den Toren versteckt sich übrigens Tagsüber sozusagen der Durchgang zum überdachten Innenhof in welchem die Kartenverkauf für Grünes Gewölbe (natürlich auch das historische), Kupferstichkabinett, welches ich wirklich wirklich allen Besuchern ans Herz legen möchte, Münzkabinett und Rüstkammer. Allein der Innenhof ist ein Traum, und der sichtbare Beweis, wie Moderne und "alte" Architektur sich zusammen ergänzen können.
Man merkt ich bin verliebt in "meine" Stadt, oder?

2011/10/28

Aus dem Nähkästchen geplaudert: Dresdner Weihnachtsstollen

"Heiliges" Familienrezept nach (Ur)Großvater, seineszeichens Bäckermeister
Ich hab die Erlaubnis gekriegt, ein klein wenig aus dem Nähkästchen der Weihnachtsbäckerei zu Plaudern. Nicht, dass ihr jetzt denkt, dass ich das heilige Familienrezept ausplaudere, aber für die "NICHTSACHSEN" unter meinen Lesern, ist es scheinbar ein kleines Geheimnis, wie so ein Stollen überhaupt entsteht.
Ein guter Hefeteig lebt vom guten "Vorteig"

Zu allererst ist der Weihnachtsstollen (ob Dresdner oder nicht) ein Hefegebäck und daher sollte man schon einen guten Hefeteig hinkriegen. Also viel Mehl, ein bißchen Milchen, Hefe und ein klein bißchen Zucker zum Anfang. Und dann kann der erste Vorteig schonmal im warmen ruhen und vor sich hingehen.

Überraschung - der gute Dresdner Stollen, lebt vom "guten" Fett
Ein guter Stollenteig geht und geht und geht ...
 Danach wird geknetet was das Zeug hält, die Gewürze und anderen trockenen Zutaten werden hinzugegeben. Fett, Zitrone, Abrieb, Zucker, und so weiter. Das eigentliche (NICHT)Geheimnis ist das viele, unermüdliche Kneten des Teiges - lange, ausdauernd, mit viel, viel Liebe. Und natürlich von Hand.
Dazu natürlich die üblichen Stolenverdächtigen, Mandel, Rosinen und Zitronat bzw. Orangat.
Hier gibt es die wildesten Familienrezepte, wieviel von was und wie "vorbereitet" bis es zum Teig darf. Und das muss wiederum gut untergeknetet werden. Und dann darf der Teig sich wieder zur Ruhe begeben, schon muckelig warm und ohne Luftzug, wieder ganz schön lange.
Na das sieht doch schon fast wie ne Stolle aus...
Ein guter Stollenteig hat sich dann mindestens verdoppelt, die große Schüssel sollte man schon dem Teig gegönnt haben. Und wieder kneten und in die Portionen teilen. Prinzipiell gilt, je größer der Stollen, desto "leckerer" später. Aber das muss jeder für sich entscheiden. EIne sächsiche Familie hat dann diverse Arten, den Teig so zu walgen und zu falten, dass am Ende die typische Form entsteht. Und meist haben die dann auch tolle "Formen", die beim nochmaligen Gehen und Backen, den Stollen in seiner Form halten.
Gewalgt, gefaltet, in Form gebracht... Mit viel Liebe wirds bald ein Dresdner Stollen

Das ganze im Ofen, langsam und stetig und dann beginnt die eigentlich Stollenbearbeitung mit viel viel Liebe.

2011/10/26

Jan Weiler: "Mein neues Leben als Mensch"

Jan Weiler hat den wohl bekanntesten, in Deutschland lebenden Italiener zum Schwiegervater: Antonio Marcipane. Aber daran ist er ein bißchen selbst schuld, schließlich hat er ihn in seinen Büchern "Maria, ihm schmeckt's nicht" und "Antonio im Wunderland" fast schon zur (kleinen) Kultfigur gemacht. Und Antonio ist, wie wir aus diesem Büchern wissen, voller Lebensweisheiten - Antonio-Style.

Was die Leser seiner Stern-Kolumnen wissen, dass der Schwiegersohn auch voller Lebensweisheit steckt, bzw. diese aus dem Leben lernt. Jan Weiler geht mitunter atypische Wege, findet die Wahrheit ein klein wenig anders und hat manchmal interessante Sichtweisen auf die Welt. Kurzum die Welt aus Weilers Sicht ist interessant und kurzweilig.

Und deswegen machen seine gesammelten Kolumnen in Buchform auch Sinn, denn eigentlich weil man nach einer Kolumne ein bißchen mehr lesen, denn Weiler's Bücher lesen sich einfach fantastisch. Natürlich könnte man die Kolumnen auch im Stern oder sogar auf Weilers ureigenster Webseite abonnieren - als Newsletter, zum Hören oder einfach beides. Oder aber man liest das Buch und kann einfach überall lesen, was manchesmal nicht ganz zu empfehlen ist, denn bei diesem Buch musste ich mehrfach, öffentlich in der Straßenbahn laut losprusten oder hatte Mühe mich auf dem Fahrtsitz zu halten. Das Leben im Hause Weiler hat so manchesmal die urkomischsten Züge, und manchesmal scheint die Familie Weiler ein endkrasses Familienleben zu haben und dann wieder erinnert es einen merkwürdigerweise sehr ans eigene Zuhause.

Da flüchten adipöse Zwerghamsterdamen, Väter treffen sich beim Zahnspangenhintertragen,
da fantasiert die Tochter über Til Schweiger als Familienvater oder schwärmt gar für vegetarische Vampire, da versucht der berühmte Schwiegervater, die Kinder von der Existenz eines Osterhasen zu überzeugen oder die Gattin erwirbt kurzerhand ein Pferd Dressurreiterzwecken - aber immerhin kann da ja der Gedanke an den nun vorrätigen "Sauerbraten für mindestens ein Jahr im Haus" trösten.
Und dann sind da ja noch die Fragen, die wirklich die Welt - naja immerhin den Autoren - beschäftigt: "Wieso haben ältere Männer keine Haare mehr auf den Waden? Und isst Alfons Schubeck den Fischfond, den er anpreist, eigentlich auch selbst? Warum merken sich Kinder, die auf der Autorückbank eigentlich Kopfhörer tragen, Worte wie «Hackfresse», «Arschkrempe» und «Klapskalli»?

All solchen und noch weiteren wichtigen Fragen stellt sich Jan Weiler, geht weite Wege im Geiste, verirrt sich manchesmal scheinbar im Unwegsamen... Aber genau dann, wenn man sich verwirrt im Nirgendwo wähnt,  hat er uns da, wo er uns hinhaben wollte: Brüllend vor Lachen, egal wo, auch öffentlich, und ab uns zuauch einfach rollend vor Lachen auf dem Boden. Warum? Weil die Welt aus Weiler's Sicht einfach manchmal urkomisch ist. Absolut lesenswert!

2011/10/25

Selbstversuch: Kaktusfeigen


Wie ich vor kurzem ja schon erwähnte, bringe ich gerne interessante, kulinarische Mitbringsel aus meinem Urlaub mit. Letztens eben jene merkwürdige Frucht, die sich wohl Kaktusfeige nennt. Mit Feigen hab ich's im Allgemeinen ja nicht so, aber prinzipiell bin ich ja neuem Futter gegenüber immer aufgeschlossen.

Auch wenn sie an sich relativ unstachelig aussieht, den kratzbürstigen Namen hat sie zurecht. Denn nimmt man sie in die Hand bohren sich fiese kleine Stachel in die Haut, die man nur schwer wieder loswird. Ein Küchentuch oder Ähnliches ist also ganz angebracht. Gekauft habe ich die Frucht im grün-gelblichen Stadium, hatte aber schon auf dem Markt gesehen, dass sie es bis zum pinken Reifestadium schaffen kann. Schmecken tut sie aber auch schon in oranger Reife.
Der Auslage zufolge habe ich sie halbiert und dann wie eine Kiwi ausgelöffelt, das hat sich als ganz praktisch erwiesen. Prinzpiell schmeckt sie einem Granatapfel nicht ganz unähnlich, sie hat ebenso "harte", aber süßliche Kerne, die mit einem fast mehligen Fruchtfleisch zusammengehalten werden. Interessant von der Konsistenz, wenn auch gewöhnungsbedürftig. Der bordeaux-rote Fruchtsaft färbt dabei alles, was er berührt und führt zu fiesen Flecken, also dem Granatapfel entsprechend. Ansonsten schmeckt die Kakusfeige im vollreifen Zustand zwar fruchtig, aber nicht übermäßig süß.

Fazit: gewöhnungsbedürftig, anstrengend im Umgang, aber durchaus lecker. Vielleicht etwas teuer in deutschen Landen. Definitiv einen Versuch wert.

Und da ich cleverer weise gleich ein paar mitgenommen hab, schlemme ich mal weiter und erinnere mich an den Strand, die warme Sonne und das schöne blaue Meer - kulinarische Urlaubserinnerungen eben...


2011/10/24

Dieter Moor: "Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht"

Dass ich ab und zu gerne so "Auswanderungsbücher" ala "Ein Engländer in Paris" gerne lese, könnte der geneigte Dauerleser schon wissen. Dass es diese Genre auch für Deutschland gibt, wußte ich bisher nicht, was - genau betrachtet - auch etwas eindimensional von mir gedacht ist.

Nun ja, Dieter Moor ist Schweizer, einigen bekannt als Schauspieler, war Moderator einer schweizer Sendnung, gern gesehener Talkshow Gast. Irgendwann wurde ihm sein schweizer Leben zu "langweilig" und er fand ein kleines Häuschen auf dem Lande - in Brandenburg. Zugegebenermaßen müsste ich jetzt als Sachse das Buch zur Seite legen, denn "Preußen" und Sachsen, das ist so ein leidiges Thema. Da ich nun aber geborener Thüringer und nur "eingewanderter" Sachse bin, sind also meine Vorurteile dem Völkchen gegenüber auch nur "angeheiratet". (Auch wenn ich natürlich als Thüringer sozusagen die gleichen Vorurteile gegen zum Beispiel Bayern hege, aber das ist eine andere Geschichte.)

Worum geht's?
Dieter Moor zieht nach Amerika, ein kleines "Kaff" im nirgendwo irgendwo vor/nach/hinter/bei Berlin, so ziemlich genau, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Und dort trifft her Moor auf ehrliche Preußen, nicht immer nett, aber immer direkt. Die sagen, wo der Schuh drückt und wenn'se neugierig sind. Er lernt die die liebenswürdigen Verschrobenheiten seiner neuen Nachbarn kennen, geht offen und neugirerig auf diesen Menschenschlag zu. Und das liest sich wahrhaft schön, er scheint vorurteilsfrei, auch wenn der kleine Schweizer in ihm manchesmal staunt und der Leser auch. Er lernt die ostdeutsche Vergangenheit und zum Teil sogar noch die Kriegsvergangenheit des brandenburgischen Ortes kennen, die Vergangenheit aus der Sicht der Menschen und genau dadurch wird das Buch für mich lesenswert.

Ich kannte vorher den Schauspieler Moor nicht als Namen sondern eher als Gesicht, dass mir schonmal im Fernsehen begegnet war. Das Buch macht ihn mir sympathisch. Auch er scheint ehrlich und er kann kritisch mit sich selbst sein.

Wer auch mal über seine "Heimat" neue Einsichten auf humorvolle, durchaus gut geschriebene Weise gewinnen möchte, dem lege ich das Buch ans Herz. Es ist seicht, liest sich leicht und ist hervorragend durch seine kurzen (fast schon abgeschlossene Kapitel) ein perfektes "Straßenbahnbuch". Lesenswert, aber kein Muss, etwas für Zwischendurch.

2011/10/23

Startschuß Weihnachtbäckerei

Dresdner Stollen in der "Mach-Phase" nach geheimen sächsichen Familienrezeot

Ein bißchen früh? Mitnichten. Wenn man als Thüringer (und damit Eingeweihter des Herstellungsprozesses hausgemachter Thürniger Klöße) in eine sächsiche Bäckersfamilie "einheiratet" - wir sprechen hier von einer rein methaphorischen "Heirat", nichtsdestotrotz sind meine "Schwiegerellis" eben genau die im Geiste und ich liebe sie abgöttisch - , dann hat man eben auch das Glück in die dunklen Geheimnisse des Stollenbackens eingeweiht zu werden. Insider wissen, dass ich nun schon seit 5 Jahren jedes Jahr fleißig unter Anleitung meiner Schwiegerfamilie Weihnachtsstollen backe(n lerne). Nicht einen - nein, meist so über 5 - in einer riesigen Schüssel. Ingredenzien und vor allem rezeptfertige Einheiten werden hier natürlich nicht verraten, das (Dresdner) Stollenrezept der Familie wird natürlich NICHT ausgeplaudert, aber ein bißchen Einblick darf ich euch schon geben.

Weiß man, was in so einen Dresdner Stollen gehört und wie der Teig dazu fast einen Tag gehegt und gepflegt, geruht und geknetett, gewalgt und gefaltet wird, dann geniesst man jedes Stück noch mit ein bißchen mehr Bedacht. (Vor allem weiß man relativ deutlich über die Mächtigkeit eines Dresdner Stollens viel zu gut Bescheid).
Möchte man pünktlich zum 1. Advent den Stollen anschneiden, so möchte dieser gut einen Monat vorher geruht haben, nachdem er seine "nachbacklichen" Streicheleinheiten bekommen hat, damit's auch wirklich perfekt mundet.

Denn mit dem Backen hat sich's beim Dresdner Weihnachtsstollen noch lange nicht. Also heißt's früh anfangen, damit die Weihnachtsbäckerei seinen Geschmack im Ruhen ausgiebigst entfalten kann und an die thüringische Familie pünktlich zum Nikolaus verschenkt werden kann. Denn die "giert" dann schon voller Vorfreude auf den Austausch der familären Traditionsschmeckerleckerheiten. Liebe geht eben doch durch den Magen.

 In dem Sinne, frohe - frühe - Vorweihnachtszeit.

2011/10/13

Alltag


Kommen wir zur Abwechslung mal zu einem urlaubsfreien Post, das Wetter in deutschen Landen tut ja auch einiges, damit man diesen schnell vergisst (Ich bin nahtlos von meinen "kurzen" Hosen in den Wintermantel gewechselt, und verstecke die schöne Urlaubsbräune unter (vorzugsweisen weißen) Pullis.). Demnächst werde ich zwar sicher ein paar Highlights aus meinem Urlaub gesondert vorstellen, aber ganz allgemein, dachte ich, stelle ich mal ein paar "Web-Highlights" vor.

Zum einen veröffentlicht die gute Schokolotte, die auf ihrem Blog so hervorglänzend über ihr Austauschjahr in Russland berichtete, ihre Erlebnisse in einem Buch, welches man jetzt endlich kaufen kann. Ich werde das sofort bestellen, denn sie schreibt wunderbar authentisch und wirklich ergreifend. Absolute Empfehlung meinerseits.
Dann ist ja nun bald Halloween und Herbst ja soundso und da findet man im Netz allerlei Schönes zum Basteln, aufgefallen ist es mir vor allem, weil laut meiner Blogstatistik viele auf meine letztjährige Halloweendeko geguckt haben, und damals hatte ich das HowTo ja viel zu spät (nämlich einen Tag nach Halloween veröffentlicht), diesen Fauxpas möchte ich damit hier diesen Jahr vermeiden! Aber es gibt auch andere tolle Ideen, zum Beispiel einige Girlanden, oder Papierkürbisse, oder einen Fantastischen Fledermaushelicopter (batcopter). Zu Halloween werden ja die spießigsten Erwachsenen zu Spielekindern...
Ganz unhallowenig hat die Sari von Mondgras einen Herbstkranz gebastelt, den ich sehr schön finde.

2011/10/09

saluti di vacanza - nove - urlaubsstimmung behalten

Wenn Urlaub vorbei ist, fällt man ja allgemein in das Nachurlaubsarbeitsloch, das momentane Wetter hilft mir da auch nicht wirklich. Ich friere ganz fürchterbar. Die Massen an Wäsche, die gewaschen werden will. Die Koffer und Taschen, die ausgepackt werden wollen. Die Post, die bearbeitet werden will und nicht zuletzt die Pflanzen, die unausweichlich ein wenig gelitten haben und nun Pflege wollen (btw: ist es normal, das man nach dem Urlaub eine Pflanze vermisst???).
 Damit die Urlaubsstimmung noch ein bißchen bleibt, habe ich vorsorglich den Sonnenschirm vom Strand mal hinterm Sofa aufgestellt, auf das er die chaotische momentane Wohnatmosphäre ein wenig "urlaubisiert"... Wenn die Sonne nicht draußen ist, muss ich sie eben erdenken... Achja und die Mümmels sind auch schon wieder da und ein wenig verängstlicht. aber das kriegen wir auch wieder hin...

Wie geht ihr so mit dem Nachurlaubstagen um? Komplette Umstellung auf normalen Alltag oder Ulraubstimmung so lang wie möglich in den Alltag retten?

2011/10/08

saluti di vacanza - otto - beute aus italien

Wenn einer eine Reise tut, dann hat er viel zu erzählen; wenn ich eine Reise tue, dann bringe ich immer Massen mit, vor allem Lebensmittel und weil das alle wissen, habe ich immer eine riesige Liste, was ich mitbringen muss:
Da ist vor allem gutes Olivenöl für viele in der Familie,
dann Kaffee (gerne auch für die Arbeit)
dann zum Beispiel SanBitter für gute Freunde,
kleine Überraschungsgeschenke für Freunde und Familie,
und natürlich ein paar Leckerheiten für den eigenen Hausgebrauch, wie Risotto, Gnocchi, Nudelmehl, Meersalz, braunes Zuckermehl, Finochia, Limoncello, Vino etc, etc, etc....

Urlaubsbeute aus Italien - Klick macht das Bild größer!

auflösung: saluti di vacanza - sette

So, ich hab ja doch ein paar sms, emails und sogar engagierte Kommentare gekriegt (Ich danke dafür, denn die sind ja hier noch sehr selten)... Also jetzt auch ordnungsgemäß und ausgeschlafen die Auflösung:

Begonnen habe ich meine Ferien in Bolzano (Bozen) in Südtirol. Einen Tag später ging es in einem verschlafenen Ort nahe des Meeres bei Follonica/Grossetto/MassaMaritima, mit Wahnsinnblick und tollem Wetter.

Weiter gings dann in die Hauptstadt Rom, 5 Tage lang Kultur pur.

Und zum Schluß (und auch um sich Deutschland wieder zu nähern) haben wir noch Florenz besucht.

Und nach 14 Tagen ist die Rundfahrt vorbei, das Auto pickepackevoll mit Leckereien und die deutschen Landen begrüßten uns mit nasskaltem, grauen Wetter bei furchtbar kalten Temperaturen... Urlaub aus und vorbei...

2011/10/07

saluti di vacanza - sei

Sooooo. der letzte Tag Urlaub war nochmal sehr kulturell und damit anstrengend für die Füße. Die schönen Künste, absolute Meisterwerke der Renaissance. Die Grabmäler von Machiavelli, Rossini, Marconi, Gailleo und Michaelangelo in der Santa Cocre. Der (nicht ganz echte) David vorm Palazzio Vecchio und eine alte Brücke, die mal Schlachtern und Gerbern gehörte und jetzt nur noch Goldschmiede beherbergt...
Für alle Ratenden, löse ich Morgen auf. Eine (leider falsche) Vermutung gibt es ja schon, heute sollte es eindeutiger sein. 1150km warten jetzt auf dem Heimweg.
Airrividerci Italia.