2011/04/30

fortune cookies


Ab und zu liebe ich ja so kleine Spinnereien, auch wenn meine esoterische Grenze sonst ziemlich eng gezogen und schon bei Homoopathie anschlägt (Ernsthaft, ich kann mir kaum etwas merken, ich bezweifle dass Wasser sich merken kann, was mal in ihm vermischt war. Wasser ist kein Sofakissen schon Herakles (?) wußte, alles fließt, alles verändert sich), aber Glückskekse bilden da eine Ausnahme. Denke ich doch, dass jeder aus jedem Glückskeks seine Wahrheit herauslesen kann, ist es doch nur eine Kunst diese so zu verfassen. Irgendwie ist es wie Losen, wie Glücksspiel bei dem jeder, nicht nur die Bank, gewinnt.
Und genau deswegen hatte ich meiner Mama zu ihrem großen Ehrentag eine Portion Glück in Form von Glückskeksen geschenkt. Das bringt nicht nur Weisheit sondern auch viel Spaß. Lustigerweise erwischte jeder auch wirklich passende. Ich erwarte jetzt also ungeduldig meine unerwartete "Happiness" und des Helden neue jobtechnischen Herausforderungen auch belohnt werden...

2011/04/29

neues Buchstöckchen



Nachdem mir das letzte "31 Tage, 31 Bücher-"Stöckchen so viel Spaß gemacht hat und auch das spätere Schmökern bei der lieben Lesebloggerin "Kalliope" von "Es wird gelesen" mir viel Freude bereitet hat, haben wir beschlossen, den zweiten Anlauf des Stöckchens gemeinsam zu wagen und so allen Lesern doppeltes Vergnügen zu gönnen. Die "Orginalwelle" ist dabei schon seit einiger Zeit "durch", aber dass muss uns ja nicht abhalten, dieses Stöckchen jetzt zu bearbeiten. Schon beim letzten hat es mir viel über mein eigenes Leseverhalten verraten, was mir so gar nicht bewußt war.

Und so fangen wir beide im Mai an, und versuchen das ganze synchron zu halten. Die Fragen habe ich vorsorglich schon auf die entsprechende  "Bücherwurm"-Seite gepackt und hoffe, cih schaffe es auch, die "Artikel" gleich zu verlinken.

Wenn du auch über das Lesen bloggst oder möchstest, kannst du dich uns gerne anschließen, dieses Projekt macht sicher besonders viel Spaß, je mehr mitmachen. Dabei ist es für mich unerheblich, ob du es schaffst, jede Frage rechtzeitig zu beantworten, auch wenn die "zeitnahes" Bloggen, sicher den Spaß aller Beteiligten erhöht. Einfach in den Kommentaren melden, wir überlegen dann, wie wir euch mit verlinken.

Frühjahrsgefühle


Es grünt und blüht zur Zeit, dass es eine wahre Freude ist. Ich hoffe sehr, dass sich demnächst mein Kräutergarten diesem anschließen wird. Trotzdem kann ein Blütenmeer ja nicht schaden. Dieses habe ich auch zu Ostern aufgenommen und sollte wohl nicht ungesehen in meinem Archivordner verschwinden...

2011/04/28

[quote] - Das Leben ist Quatsch

"Ich werde einfach die nächsten vierzig Jahre hier sitzen bleiben, bis der ganze Quatsch vorbei ist."
"Welchen Quatsch meinst du?"
"Das Leben", sagt Pablo.
"Du weißt doch gar nicht, wovon du redest. Bring dich doch einfach um."
"Selbstmord ist öde, allein schon unter ästhetischen Gesichtspunkten. Müßiggang ist der wahre Weg. Aber das wirst du wahrscheinlich nie begreifen. Such du nur immer weiter nach dem Sinn.  Ich lache gern."
"Ist klar. Dein Zynismus ist auch nichts weiter als Feigheit vor der Welt. Du hast doch nur Angst, dass deine Inszenierung auffliegt."
"Alles ist Inszenierung", sagt Pablo mit geschlossenen Augen.

Tino Hanekamp, So was von da, Kiepenheuer & Witsch, 2011, Köln
ISBN: 978-3-462-04288-7

2011/04/25

Impressionen eines geistig verwirrten Schlosses in Sachsen


Das Schloss in Wermsdorf liegt im schönen Sachsen irgendwo zwischen Riesa und Leipzig. Naja mehr oder minder, also so bei Oschatz.

Nachdem es als köngiglich sächsisches Jagdschloss ausgedient hatte, diente es als Strafanstalt (unter anderem auch 2 Jahre für Herrn Liebknecht), danach als Versorgungshaus für geisteskranke Frauen, später auch (und schon lange vor DDR-Zeiten) als Erziehungsanstalt für "blödsinnige Kinder" und als Blinednschule. Dann wurde als als Unteroffizierschule der Wehrmacht genutzt. Und auch zu Besetzungszeiten waren  hier erst die Amerikaner, später die Russen da. Auch heute noch wird es als Klinik der Psychatrie, Neurologie und Pädiatrie genutzt.


Seit ein paar Jahren wurde es aufwändig restauriert, allerdings nur "vorne", hintenrum bewahrte sich das riesige Anwesen den altehrwürdigen Charme seiner alten und durchwachsenen Geschichte. Fenster sind vergittert, die Türen dick und groß. Der Putz brökelt von den Wänden und doch strahlt es Positives aus, bald mehr als die neugestrichene Fassade, die schon wieder abzublättern beginnt.
Interessant: in einen der Flügel des Haupthauses hat man sogar über mehrere Etagen eine Kapelle eingebaut, die einzig bis heute ihren urspünglichen Zweck dient.


Irgendwie ein morbider Charme, den man sich schwer entziehen kann und der entdeckt werden will.

2011/04/24

Ostergruß


Zu Ostern ist die Zeit, an der ich den Mümmelcontent auch auf diesen Blogg ausbreitet, denn was ist österlicher als die Grüße zweier Osterhasen persönlich. Wenn auch meine zwei jetzigen Langohren sich konsequent weigern mit Ostern auch nur in Verbindung gebracht zu werden.
Aktion von "diebrain"
Ich möchte hier auch nochmal auf die Aktion "Keine Tiere im Osternest" aufmerksam machen.
Und gleichzeitig allen Lesern entspannte und sonnige Ostern wünschen, viele bunte Ostereier, schokoladige Langohren, süße Leckereien und noch viel mehr.
Das Osterwetter meint es ja sehr gut zu uns.

2011/04/19

after work ramble

Not my working place on work (which is extremely secret), but the one at home (while writing my diploma)
There are some minor points on my job I hate ever since I started... For once i hate adjusting a webpage for the ie-browser. You need to be awfully patient and it's just very extrermily tinkering to push around pixels that doesn't behave like they should according to their css. It's not that I don't like "my" webpage to look good on every machine, it's also a predjudice I have against those users (Yeah, well I'm not a racist, I'm more or less tolerant to religion, sexuality or politic views, but I can't overcome those). My first instinct from day one was to just give the user a nice automatic transfer telling him politely to f***ing get a useful browser. But then this is my job, it is why this job needs a specialist to be done for a professionel website. Nevertheless on those days I'm not so relaxed, I'm jumpy and easy to piss off with minor problems. It's a bit like when you were young your mom told you to tidy up under your bed. Your friends would never see the mess, but for those nosy aunts would notice.
But yeah, todays sunshine helped a bit.

2011/04/16

für italienische schleckermäuler


Hatte ich schon erwähnt, dass ich so ziemlich alle italienischen Pastagerichte liebe? EIns ganz besonders, dass es bei einem meiner Lieblingsitaliener - nicht ganz um die Ecke - gibt. Dort heißt es "Pasta al Giovanni", in einer Abwandlung habe ich es heute Abend gekocht und wollte Euch mein Rezept nicht vorenthalten.

Einkaufszettel:
Rindfilet (so 100g pro Person), kleine Tomaten, Frühlingszwiebeln, grünen Spargel, Basilikum, Pecorino,Tagliatelle, Olivenöl, frische Knoblauchzehe.

Wer mag, die geschälten und in 3cm langen Stücke des Spargels nach Wunschgargrad vorkochen. Rinderfilet in feine Streifen(Stücke) schneiden. Tomaten halbieren. Frühlingszwieblen in Rauten schneiden. Vom Pecorina feine Scheiben abhobeln oder schneiden und diese grob brechen. Wasser für Tagilatelle aufsetzen.

In einer größeren Pfanne Olivenöl erhitzen und dabei die halbierte (je nach Geschmack) Knochblauzehe hineinlegen. Wenn Öl heiß, die Filetstücke kurz aber schraf au beiden Seiten anrbaten.

Derweil die Tagliatelle ins kochende, gesalzene Wasser schmeißen. Ab jetzt geht alles sehr schnell.

Die Frühlingszwiebel zu dem Fleisch geben, das Ganze mit Pfeffer, Salz und scharfen Paprika würzen. (Wer will kann hier eine italienische Gewürzmischung zusätzlich dazugeben.) Kurz durchschwenken. Die Tomaten hinzu und vom Spargel alles ausßer die Spitzen. Die Pasta und etwas mehr Olivenöl zugeben (es gibt keine Sauce). Wer mag, kann noch andere frische Kräuter oder TK-Kräuter zugeben. Wenn der Pasta das Olivenöl mit den Gewürzen und Kräutern durch das Unterheben gut anhaftet, eine Handvoll Basilikumblätter hinzu und die Spargelspitzen drauf. Anrichten und zum Schluß die Pecorino-Stückchen drüber.

Fertig und genießen. Saulecker, aber genial einfach. Hier kommt es einfach auf die guten Zutaten und ein gutes Timing an.

Achtung Pecorino ist sehr salzig, wer viel Käse mag, muss das Gericht weniger salzen.

2011/04/10

erwachsen lesen - Gut gegen Nordwind

Mein Paps schenkt mir häufig Bücher, die ich mir selbst nie gekauft hätte. Aber oft geben mir diese Bücher viel, sind sozusagen kleine Lebensphilisophien. So hat mich mein Vater mit Jostein Gaarder bekannt gemacht, der nun einen beachtlichen Teil meines Bücherregals beansprucht. Erst letztes Jahr hat er mir den Messenger von Zusak geschenkt, der es glatt zu meinem Buch des Jahres geschafft hat.

Und dieses Mal hat er mir ein Buch von Daniel Glattauer geschenkt. Interessanterweise fand ich diesmal aber das "Leihbuch" toller.
In unserem "virtuellen" Zeitalter hat wohl schon jeder Erfahrungen mit Internetbekanntschaften gemacht. Genau davon handelt dieses Buch.

Worum gehts?
Eigentlich will Emmi nur ein Zeitschriftenabo kündigen,  doch durch einen Tippfehler landet die E-Mail bei Leo. Und wie das bei Internetbekanntschaften gerne so ist, entflammt zwischen den beiden ein erst zaghafter, aber mit der Zeit immer leidenschaftlicher ( Online)Flirt. 

Was das Buch so Besonders macht? Nun der Autor schafft einfach durch den lesbaren E-Mailverkehr eine zauberhafte Atmosphäre, die völlig ohne Erklärungen oder wirkliches Geschichtenerzählen auskommt und so eine reizvolle Mischung aus literarische Distanz und unverbindlicher Intimität schaffr. Und trotzdem wird diese Geschichte, die eigentlich fürchterlich Klischeehaft klingt, irgendwie fürchterlich erwachsen - real, wirklich und vollkommen ohne Kitsch. Beinahe schon zu echt, wie der Leser am offenen Ende feststellen muss.
 
Trotzdem eine wirkliche Leseempfehlung, denn es ist das wie, das dieses Buch einfach gigantisch macht. Auch wie diese Geschichte funktioniert. Glattauer schafft es sämtlichen Klischees aus dem Weg zu gehen und eine wirkliche reale, echte Lebensgeschichte zu erzählen. Unverblümt, echt und manchmal fürchterlich frustrierend. Und trotzdem einfach zauberhaft.

Wie ich jetzt gesehen habe, gibt es mit "Alle sieben Wellen" einen zweiten Teil, doch bin ich mir unsicher, ob ich mir diese Leseerfahrung verändern will, denn die war einfach zu einzigartig dafür.

2011/04/06

Buchcontent

Im Moment lese ich viel, wenn auch weniger als ich gerne möchte. Und an sich ist kaum noch Zeit zum Bloggen und den Internetkram, den ich sonst so mache: social networking, fanfiction lesen, webcomics aufspüren, youtube, stöbern, online-shopping. Real Life gets in the way.
Aber immerhin habe ich einen netten Arbeitsweg, der (teuer) per StraBa zu bewältigen ist. Und so kann ich diesen  mit Büchern "veredeln": Nase in Buch - und Stress und Schlechte-Laune-Morgen sind vergessen. (Auch wenn ich schon mehrfach beinah überfahren wurde, und öfter seltsame Blicke meiner Mitmenschen einheimse. Und ja das kriege ich auch während des Lesens mit, nur ist für eine Reaktion meist das Buch zu spannend.) Je nach Inhalt und Sprache des Buches - und inklusive langer Badewannenlesungen -  sind so ein bis drei Bücher pro Woche drin. Meine Seele fühlt sich gebauchpinselt und ich freue mich trotz hohem Arbeitspensum auf die "Arbeitstage". Lesen ist ein bißchen wie Wellness für den Geist; es ist Berauschung durch Fantasie.
So nebenbei bin ich - ironischerweise - so auf mehr Bloggs gestossen - Bücherblogs. Neben den von Kalliope, und dem Blogschäfchen, habe ich auch ein zwei andere in meine Blogroll aufgenommen.
So auch Damaris, welche zufälligerweise auch gerade ein wirklich tolles Gewinnspiel am Start hat, bei dem man neben einem seiner Amazon-Wunschlistbücher auch tolle selbstgenähte Lesezeichen und Lesetaschen. Allein für letztere lohnt es sich auf die Glücksfee zu hoffen.

Und vllt. schaffe ich es demnächst auch endlich Euch von einem wirklich guten, sehr erwachsenen Buch zu erzählen...

2011/04/04

ganzjährige Strohsterne


Wenn man meine Eltern fragt, habe ich mein kreatives Talent von keinen von beiden. Mein Vater ist musikalisch (er spielt neben Klavier auch noch Akkordion, Orgel und Flöte) und meine Mutter streitet jegliches künstlerische Talent ab. Dabei kann sie fantastisch nähen, entwirft Lampen und fertigt fantastische Körbe - und seit ein paar Jahren auch unglaublich tolle Strohsterne.
Mein Weihnachtsbaum ist jedes Jahr eine Augenweide genau wegen dieser Kunstwerke. Fast jeder Stern ist ein Kunstwerk in sich und im Gesamten ergibt sich so ein gigantisches Bild mit so vielen Unikaten.

 
Natürlich hat das im Laufe der Zeit im wahrsten Sinne des Wortes Blüten getragen und so wurden aus Strohsternen auch Strohblumen, und die dekorieren mittlerweile ganzjährig meine Wohnung. Auch und weil meine Mama das Stroh zuvor färbt, nein stimmt nicht, eher beizt - die Maserung bleibt dabei erhalten und gibt dem Ganzen so einen edlen Landhaus-Stil. Und in Grün gibt es seit Neuestem auch Ostersterne/-blumen, die ich extrem schick finde.

Erstaunlich ist dabei, dass der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind und es zahlreiche Möglichkeiten des Bindens und zusammenstellen gibt. Und meine schicken alten (Kasetten)Türen bieten sozusagen die perfekte Basis für diesen Schmuck.
Im Moment bin ich dabei, meine Mama davon zu überzeugen den einen oder anderen Strohstern mal bei DaWanda zum Verkauf einzustellen. allein es steht das Prolem des Versand - ohne das die fragile Kunst leidet. Was meint ihr, gibt es für so etwas einen Markt?