2012/10/27

First Snow equals Happiness




Ab und zu bin ich einfach zu durchschauen, ganz besonders was Schnee angeht. Die Gleichung ist einfach: das erste Schneegestöber macht mich besonders glücklich. Die Vorfreude auf den weißen Winter, wenn die Stadt im weissen Puder versinkt und alles so leise und rein aussieht. Schnee ist toll.


2012/10/26

Werbekampagnen versus Imageverlust - wie VW in meinen Augen massiv an Image verlor



Lieber Volkswagen-Konzern,

als Webentwickler/Webdesigner kann ich einige Marketingkampagnen zumindest nachvollziehen. Ich verstehe bis zu einem gewissen Grad die Notwendigkeit vom Werbeaktionen und auch wenn sie mir persönlich missfallen, die Überlegungen, die hinter Postwurfsendungen bzw. persönlichen Werbeanschreiben stehen.

Aber gestern habt ihr echt den Vogel abgeschossen. Wirklich uns wahrhaftig, gestern habt ihr euch nichts Gutes getan. Ihr habt mich schwer enttäuscht und nichtmal bis 3 gedacht.

Um das zu erklären, muss ich ein bißchen ausholen:
Wir besitzen Shaun, einen älteren schwarzen Golf, der schon vor guten 8 Jahren als Jahreswagen erworben wurde und nun nach diversen kostspieligeren Reparaturen wohl seine beste Zeit hinter sich hat. Aber wir lieben Shaun. Shaun ist in mehreren offiziellen VW-Werkstätten bekannt. Er wechselt seine Reifen in der Nähe der Schwiegereltern, damit die ein Auge drauf haben, bekommt wichtige Organe - da meist dringend - in Dresden ausgewechselt und wird teilweise kostengünstig für Urlaub etc in seinem Verkaufswerkstatt geprüft und gepflegt. Er ist hier also in mehreren Autohäusern/Werkstätten wohlbekannt, alle direkt ins VW Netz verknüpft und sogar denen ist aufgefallen- entsprechend der vorletzten Werbepost - dass im jetzigen Alter des Autos es evtl. nicht mehr wichtig ist, wirklich teure Orginalteile als Ersatzteile zu benutzen.

Mit der momentanen Autoverkaufsflaute ist mir also klar, wieso wir als äußerst lukrative Bald-Kunden, was eine mögliche Ersetzung von Shaun betrifft, angesehen werden. Auch dass sich die entsprechenden Autohäuser darum buhlen, die Verkaufsprovision einzustreichen, ist mir schon klar.

Wenn man aber einen Golf fährt, wie wir das tun, kann das vielfältige Gründe haben:

  • man hatte kein Geld für einen grösseren Wagen oder nicht den Bedarf 
  • wollte trotzdem sicher fahren 
  • hat einen gewissen Qualitätsanspruch (deutscher Konzern und so)
  • und sicher auch ein wenig grünes Gewissen (schonmal weil der physikalische Grundsatz gilt, weniger Masse (= Kleinwagen) braucht weniger Energie(=Treibstoff) zu beschleunigen).
  • möchte aber trotzdem auch noch voll besetzt am Berg beschleunigen können (ab und zu)
  • hat einen gewissen Anspruch an Komfort und Platz (und auch hier Sicherheit, Stichwort Knautschzone)
  • möchte einen gewisse Verarbeitungsqualität am Produkt nicht missen
  • will evtl. auch die heimische Wirtschaft unterstützen (so nebenbei)
Egal ob aus ökonomischen oder ökologischen Gründen, ein Golffahrer ist sicher bedacht auf geringen Verbrauch bei trotzdem guter Fahrleistung. Es ist sicher nicht ganz unsinnig davon auszugehen, dass Golffahrer die Umwelt (und der Umweltschutz) nicht ganz am A***** vorbeigehen - zumindest den meisten  - würde ich mal einschätzen.

Gestern langte ich in meinen Briefkasten und zog neben diversen Rechnungen auch zwei identische, recht große Werbesendungen von VW heraus. Beide an den Golfbesitzer adressiert, von unterschiedlichen Autohäusern. Später erzählte der Schwiegervater, dass eine solche Sendung es auch an seine Heimadresse geschafft hatte. Auch an den Golfbesitzer adressiert, Absender ein drittes Autohaus.

Diese Werbesendung ist sehr aufwendig gestaltet.
Eine Umverpackung - quadratisch, etwa 25cm und 1cm dick.
Darin ein Karton mit Klappe(welche in sich schon ein kleines Heftchen ist, welcher aber noch eine Art repräsentative "Gutschein-Geschenk-Box" ist, in deren Mitte - überraschenderweise - ein kleines Hochglanzwerbeheftchen von 10-20 Blatt etwa 20x20cm befindet. Dazu natürlich ein Anschreiben, damit man weiß, wem man diese "Aufmerksamkeit" verdankt. Kein Preisheft, nichts... nur die Hochglanzwerbung ohne wirklich viel Info.

Ich bin ja fasziniert, wieviel Ressourcen damit in den Wind geschossen wurden, ohne dass ein tatsächlicher Wissensgewinn bei mir dabei rausgesprungen ist. Außer dass ich mich masslos darüber ärgere, jetzt schon wieder zum Wertstoffcontainer zu müssen, da diese Werbemassnahme meinen Altpapiereimer voll gemüllt hat. Einzig eine Umverpackung werde ich aufheben - und recyclen, um vielleicht zu Weihnachten einen Gutschein oder Konzertkarte oder ähnliches darin zu verpacken. Meinem grünen Gewissen zuliebe, dass es wenigstens zu etwas gut war.

Was bleibt? Die Enttäuschung das ein Konzern wie VW nicht mitschneidet, wenn eine Werbung zu oft versandt wird. Das man da nicht einschreitet und eine Warnung rausgibt. Denn mich ärgert diese Verschwendung. Das ein Konzern wie VW - mit deutschen Wurzeln mit dem Begriff Umweltschutz doch etwas anfangen müsste und entsprechend aufmerksam seine Kunden bewerben müsste. Sollte man heutzutage nicht die Mittel und das Wissen haben, dass zuviel eher ein negatives Licht wirft? Das man so evtl. keinen Kunden für ein halbwegs vernünftiges Fahrzeug gewinnt.
Ich als Kunde muss mir ja nun Gedanken machen, ob man genauso gedankenlos mit der möglichen Effizienz des Antriebes umgegangen wurde. Hat man da auch nur das Wichtigste gemacht und nicht bis zum Schluss gedacht? Ist es wirklich ausgereift? Hätte man noch eine Ecke weiter denken können? Haben Sie nur eine mistige Werbeabteilung oder arbeiten alle bei Ihnen so?

Informieren sie Ihre Autohäuser absichtlich so mies? Es muss ja einen Grund geben, dass gleich 3 - ich wiederhole drei - Autohäuser uns mit ihrer so schon übertrieben ausschweifenden Werbepost bedacht haben. Muss das wirklich sein? Geht das nicht effizienter? Und ich meine das sowohl in der Menge als auch in der Art dieser Post. Es ist unnötig und schon als Einzelnes einfach übertrieben in der Aufmachung. Sie wollen mir einen Golf verkaufen, keinen Phaeton und selbst dann erwarte ich ein gewisses Maß an Überlegung.


Es bleibt nach so viel Müll eher das Negative über als tatsächliches Interesse am Auto. Schade eigentlich. Ich hatte ihren Konzern an sich besser in dieser Hinsicht eingeschätzt. Werter VW-Konzern mit dieser Aktion haben sie in meinen Augen eher einen Imageverlust erlitten. Ich bin enttäuscht. Da hilft auch ihre TV Werbung nichts. Wenn sie gleichzeitig so ein Mist verzapfen. Was haben Sie sich dabei gedacht? Haben sie überhaupt gedacht?

Ein vielleicht nicht mehr Kunde...

2012/10/25

gefrorener Schneeball -Sehnsucht nach Winter





Ich erinner mich ziemlich genau an den einem Sommer, in einem Jahr in dem ich häufig krank war und ich glaube, es war das Jahr in dem meine Schwester geboren wurde, vllt auch das Jahr drauf. Ich war extrem ungenäusig, schlecht gelaunt und überhaupt eben so, wie man als Kind ist, wenn man Ohrenschmerzen hat - mies drauf.
Da zauberte meine Mutter das beste Gute Laune Mittel überhaupt aus ihrem Zauberkasten, so ein Trick den Mütter manchmal so drauf haben: einen Schneeball aus dem Gefrierschrank.

Ich glaube heute, den hat sie aufgehoben, weil auch meine Schwester im sozusagen an einem spätwinterlichen Tag geboren wurde. Sentimenale Gründe oder vielleicht explizit für mich. Wenn ich sie heute frage, kann sie sich nicht mehr erinnern. Mir ist dieses Ereignis hingegen sehr fest in Erinnerung geblieben. Für mich war dieser Schneeball im Sommer, vielleicht auch im Herbst, eine absolute Faszination, ein absolutes Glücksgefühl, pure Freude.
Ich weiß, dass ich sie später (als pupertierendes Etwas) öfter dazu drängte, das zu wiederholen bzw. selbst heimlich einen Schneeball im Tiefkühlschrank versteckte.

Egal wie, für mich extremes Winterkind, dass den Schnee und die Magie, die dieser verbreitet liebt, ist dies - seitdem ich auch ein Tiefkühlschrank, statt nur ein studentisches Fach, mein eigen nenne - ein festes Ritual. Wenn toller Schnee liegt, frier ich mir ein Sehnsuchtsschneeball ein. Schön rund und fest und dann ab in eine Tüte, - wenn in der Nähe ein Permamentmarker liegt - wird das Datum noch drauf geschrieben. Meist bleibt über's Jahr - bei minus 16 Grad Celsius - eher ein Eisball übrig.

In extrem miesen Momenten oder wenn die Sehnsucht nach Schnee groß ist, hol ich diesen für ein paar Minuten raus und schwups steigt meine Laune. Das ist fast ein Reflex, Schnee hat einfach diesen Effekt auf mich. Eiskalt, und diese schroffe Textur, wie es an meinen Fingern taut, wie es die Finger gefrieren lässt. Eine Schüssel drunter und ein bißchen im Schnee spielen, das macht das Momolein glücklich.

Und wenn es so einfach ist, dann ist es doch das bißchen Aufwand wert, oder?

2012/10/24

Herbst mal anders

Herbstfarben mal anders - Velkopopovický Kozel - Kozelbier
Ich hab euch ja von der leicht überschwenglichen Bierliebhaberei meiner Mitarbeiter erzählt. Mein Kurztrip nach Oberwiesenthal (Fotos folgen), war natürlich zumindest ein kleiner Ausflug nach Karlsbad - Karlovy Vary - (CZ) angesagt. Schonmal um Knödel zu essen. Und natürlich darf man da nicht vergessen, seinen Arbeitskollegen ein Bierchen mitzubringen. Und dank tschechischer Bekannter wusste ich somit auch welches - das Kozelbier (Velkopopovický Kozel - hier auch unter Großpopowitzer Ziegenbock bekannt).

Rein fototechnisch aber ein echter Herbstgruß aus meinem instagram-Stream. :) 
Und wenn nicht im Goldenen Oktober. wann sollte man sich sonst ein Bier gönnen. Ich berichte am Wochenende, wie meine internationalen Kollegen tschechisches Bier mögen - ich liebe ES!

2012/10/23

Fotografische Ode an das böhmische Hörnchen




Dresden und Sachsen grenzt ja sozusagen an Böhmen, eine kulturelle Gegend, die neben seiner schönen Natur für mich vor allem durch seine Küche und diesen leicht süßlichem auf dem Teller überzeugt.

Die meisten kennen wohl den guten, echten böhmischen Knödel, eine Art Semmelkloss, der wohl nirgends so lecker und fluffig wie in Böhmen ist.

Ein echtes Highlight der böhmischen und eigentlich auch tschechischen Küche ist für mich das Hörnchen, das ich am liebsten am Morgen mit Marmelade und Honig esse.

Das Hefegebäck besticht auch hier durch seine Fluffigkeit.

Wann immer möglich - hier dank böhmischen Bäcker auf den Markt - gönne ich mir ein solches und geniesse jeden Bissen...

2012/10/13

momentan lesend - I

Da es anscheinend sehr untergeht im Design und ich ja nicht alle Bücher vorstelle, die ich lese, wurde ich gebeten ab und an meinen momentanen Lesestapel auch als Blogartikel zu schreiben.

So einem Input komme ich gerne nach. Umso mehr, um evtl. auch ein paar nette Kommentärchen von anderen Leseeulen zu bekommen, die vielleicht zum einen oder anderen Buch etwas zu sagen haben.

Vielleicht motivieirt mich das auch, öfter mal ein Buch vorzustellen. Ist mir fast immer noch zu selten. Mal schauen, ob das klappt.

Also im Oktober 2012 liegt momentan das auf meinem Bücherstapel:
phantastisch & reread: K.Meyer - Arkadien fällt
leckerst & praktisch: J.Oliver - 30 Minute Meals [engl.]
neugierig & Orginalsprache: J.K.Rowling - The causual Vacancy [engl.]
emprohlen & digital: J.-C. Grange - Ursprung des Bösen [deutsch + eBook]
ganz digital & lovely: A.Glines - Because of Low [engl. & eBook]
phantastisch & digital: Marie Lu - Legend [engl. & eBook]






Geistige Erfüllung - neues Arbeitsumfeld

Erstmal Danke für die netten Glückwünsche, die mich in welcher Form auch immer in den letzten Tagen erreichten.

Soviel kann ich sagen, ich mag meine neue Arbeit, ich mag meine neuen Kollegen, ich mag mein neues Umfeld und bisher mag ich auch die Vielfalt meiner Arbeit.

Ich mag auch, dass mich demnächst mehr geistige Herausforderung erwartet, ich werde gefordert werden, ich werde neues lernen.
Ich habe mir nicht umsonst einen Job ausgesucht, bei dem neues lernen immer spannend ist und sozusagen die Motivation die Neugier ist, die mir per se innewohnt.

In den letzen Wochen habe ich ja schon immer mal ein paar instagrams gepostet. Hier also wieder zusammen ein paar Eindrücke.

Für alle die es noch nicht wissen, ich arbeite jetzt also für eine private IT-Firma in einem außeruniversitären Forschungsinstitut in Dresden in der Nähe des Universitätsklinikum.


nächtliche Impression des beleuchteten Treppenhauses des Forschungsinstitutes



inklusive des gelben Regenschirms, der in den Mailinglisten einige Berühmtheit erlangte



idyllischer Seerosenteich davor, der mir vor den Bewerbungsgesprächen gut getan hat



Lieblingsnachbarhaus - das kleine Hexenhäuschen hat es mir sofort






eigentlicher Arbeitsplatz im sogenannten Gästehaus - idyllisch



Innenhof auf den ich durchs Fenster gucke, man sieht übrigens mein Arbeitsfenster zwischen den 2 Stangen... Erdgeschoss.



niedliche Nachbarn - der Therapiegarten des Uniklinikums.



sozusagen einladungsbild zum einstand mit deutschen gugelhupf und leckerster apfel-wein-torte




2012/10/10

Die Krux mit dem Älterwerden

Typisch Frau hatte ich schon schwer zu kämpfen mit der ominösen 3 am Anfang meines Alters.

Und weil es terminlich so gut passte (so als kurz vor Weihnachtskind ist das mit dem Feiern jedes Jahr so eine Sache), habe ich im letzten Jahr einen Tag zuvor meinen letzten 29. Nichtgeburtstag gefeiert, und fast alle haben sich dran gehalten, meinen tatsächlichen Geburtstag zu ignorieren.

Wenn man so eine Leseeule ist wie ich, haben sich die Leute daran gewöhnt, dass man merkwürdige Sachen feiert. Und eben auch mit der Geburtstagsfeier Alice im Wunderland thematisiert.

Streng genommen bin ich also nie 30 geworden, weil ich nie Geburtstag hatte (den hatte ich vorsorglich aus dem Kalender gestrichen - falls euch letztes Jahr ein Tag fehlte, wisst ihr jetzt also wieso).

Interessanterweise stört mich jetzt mein Alter kaum. Es ist immer noch komisch, irgendwie sind die 20iger gefühlt - alterstechnisch - an mir vorbeigerauscht. Gefühlt war ich lange 17 und lange 22 und sehr lange 27. Dazwischen habe ich mein Alter NICHT wahrgenommen. Allerhöchstens weil meine jüngere Schwester größere Meilensteine bewältigte - Jugendweihe, Volljährigkeit, 20 werden etc...

Jetzt bin ich 30 und kaum was hat sich geändert. Einzig, dass wovor man mich eindrücklich warnte, trat ein. Der merkliche Verfall des Körpers. Rückenschmerzen am Morgen, Verspannungen am Abend, Gliederschmerzen dazwischen.

Prinzipiell reagiere ich darauf wehleidig und ungenäusig! Allerdings lernt man die Tage, an denen man sich rundum wohl fühlt, zu schätzen. Ich reflektiere viel häufiger "heute war ein guter Tag".
Früher haben mich Kleinigkeiten so genervt, dass sie mir den Tag verdarben, heute weiss ich, dass man gelassener sein muss, um glücklich zu werden.

Nichtsdestotrotz hab ich mir am Freitag in der Nacht so den Rücken/Schulter verzerrt, dass es das ganze Wochenende gedauert hat (Wärme und Massagetherapie inklusive), um mich halbwegs geh und bewegungsfertig für Montag zu machen. Stellenweise fühlte ich mich älter als 90!

2012/10/08

Gedanken zur Oberflächlichkeit

Seit ich denken kann, wurde mir eingebläut, Menschen nicht nach ihrem äußeren zu beurteilen. Seit ich denken kann, waren meine besten Freundinnen kleine, zarte Geschöpfe, also das genaue Gegenteil von mir.

Außerdem viele Männer. Männer, die mit Frauen tatsächlich nur befreundet sind, achten nicht auf deren Äußeres, verlangen aber einen gewissen Tiefgang, der über die gemeine Straßenpfütze hinweg reicht. Vielleicht hat meine Technikaffinität, ein Hang zur Rockmusik und der Drang das Leben vor allem naturwissenschaftlich und weniger gesellschaftswissenschaftlich zu hinterfragen, da mitgewirkt. Vermutlich sogar.

Dabei bin ich keins Mannsweib, vielleicht zu dick und unförmig, mache ich mir ab und an schon Gedanken zur Mode. Meistens in der Form "Ach du scheiße, wenn das wieder in ist, finde ich doch 2 Jahre kein XYZ mehr." Ich habe mir nie wirklich Gedanken zu abgeplatzten Nagellack gemacht - und ja manchmal bin ich verspielt genug, welchen zu tragen. Oft kunterbunt. Ich färbe meine Haare seitdem ich 12 bin, es macht mich glücklicher früh morgens in den Spiegel zu sehen und eine echte Haarfarbe zu sehen, im Gegensatz zu meiner natürlichen fast unscheinbares Ich-kann-mich-nicht-zwischen-Blond-und-Braun-entscheiden-Nichtfarbe. Ich habe hübsche Schuhe, so mit Klicker-Klacker-Absatz, gemeinhin Pumps genannt, zwischen meinem Sneaker(und alike) Kram, der allerdings absolut überwiegt.

Aber ich hasse es, wenn mir besonders die weibliche Spezies in der Straßenbahn abschätzig auf meine Finger schaut. Dazu muss man wissen, meine Nägel sind entweder zu brüchig oder zu weich sind, gerne auch beides in einem - egal wie absolut unvereinbar das klingt. Es lösen sich die Nagelschichten einzeln, was ich ab und zu mit Nagellack zu verhindern versuche. Außerdem brechen mir so Häkchen raus. Ich esse alles, Biotin, Zink mit Selen, Eisen mit und ohne Vitamin C - bisher mit wenig oder nur kurzem Erfolg.

Meine Nagelhaut sieht grauenhaft aus, egal wie oft ich creme.
Dank meiner angeborenen Tollpatschigkeit - nicht ganz so nett auch Motorikdeppigkeit genannt - sind meine Schuhe nach dem Putzen genau bis zur nächsten Pfütze/Dreckecke sauber.
Wer auch immer diesen Mist erdacht hat, dass man an den Schuhen irgendwas vom Charakter ablesen kann, sollte gesteinigt werden.
Schuhe sind per se dazu gedacht, auf dem Boden - in nicht Büroatmosphäre häufig dreckig anzufinden - zu wandeln. Die sind nur bei denen sauber, die echten Boden meiden oder ständig ihre Schuhe nachputzen können, oder die ihren Bürofussboden nie verlassen. Das hat eher damit zu tun, was derjenige macht, gemeinhin sind mir Menschen mit nicht so auffällig geputzen Schuhen lieber, die sind netter und ehrlicher.

2012/10/03

ReUnionDay Work - Kuchen backen für den neuen Job





Vielleicht hat es die fehlende Bloghäufigkeit vorweg genommen, aber für die, die es noch nicht ahnen, ich hab nen neuen Job und nach anderthalb Wochen darf ich vorsichtig herausschreien, dass ich ihn liebe. Vor allem weil ich mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun hab und mich sozusagen auf Arbeit - trotzdem in der Heimat - ein klein bißchen wie Weltenbürger fühle. Zurück zu den Ursprüngen kann man ein wenig sagen.

Und da meine Kollegen zumeist aus allen Teilen dieser Erde stammen, habe ich vorgeschlagen ihnen einen deutschen Ritus - den des Einstand feierns - ein bißchen näher zu bringen. Also backte ich wie verrückt an dem heutigen Tag der Wiedervereinigung.



Den guten alten Gugelhupf nach geheimsten Geheimrezept der Bäckersoma Hedwig aus Schwiegerellis Bäckersdynastie und eine Apfelweintorte - deutsch, aber mit der sächsischen feinen Kuchentradition - also
aufwändig ohne Ende.
Und moin tröpfeln dann meine neuen Arbeitskollegen nach und nach in meinen "Außenbüro" mit Bambuswäldchenblick und hasigen Nachbarn - unkontrolliert und chaotisch wie immer - vorbei und ich hoffe, ich kann sie über den Bauch von mir überzeugen.



Komplett überzeugt hat mich mein Zimmerkollege Gary, seineszeichens Nordire, der den goldigsten Dialekt überhaupt hat und im deutschen den tollsten Akzent. Irland steht somit wieder oben auf meiner Urlaubsliste, ich suche ja prinzipiell meine Urlaubsziele nach der Sprache und dem Essen aus.
Außerdem extremst cool ist der Belgier Wim, der seinen Namen immer in den unmöglichsten Variationen schreibt, aber freitäglich zur BeerHour (sozusagen eine Art AfterWorkParty, nur integriert und mit wissenschaftlichen Hintergrund) mit BeerTastings (analog zu Weinproben) lädt. So einen muss man einfach sofort ins Herz schliessen, oder?
Auch nett der Inder Nahal, dessen eigentlicher Name den Blogbeitrag sprengen würde, und an dem nur schade ist, das er nicht Rajesh heisst und Astrophysiker ist. Aber das hat sich nur mein Nerdherz gewünscht und Nahal scheint auch als Computernerd sehr nett.
Auch mein Subchef Ian, Brite und damit per se die tolle Aussprache, scheint extrem nett und sehr umgänglich.
Ich kann mich also nicht beklagen und in den letzten Tagen freute ich mich jeden Morgen auf meine Arbeit, was doch ein guter Einstieg ist, oder?

Und sonst? Hab ich gestern die obligatorische OrientationRound im Max Planck Institute hinter mich gebracht, und dabei gelernt wie man eine Zentrifuge und diese Schütteldingens vorbereitet. Nicht dass ich das meinem Rechner antun möchte, aber das ist eben Standardroutine in so einem Institute und ganz nebenbei, man weiß ja nie, wann man so ein Wissen mal brauchen kann.

Achja zur Aufklärung ich bin immer noch MedienInformatiker und entwerfe WebSeiten. Nur jetzt für die schlauen Wissenschaftler am MPI, meistentels Zellbiologie und so. Nicht umgeschult, nur neuer toller Job.
Hoffen wir, die Kuchen schmecken und mir Neuling zu guten Meinungen und vielen netten Kollegen verhelfen!



Und als PS für alle Gewinnspielwarter, ich warte noch auf eine Adresse, hatte mir zwar vorgenommen heute spätestens alles versandfertig zu haben, aber mit dem Einstand, dem überraschenden Umzug meiner Schwester udn all dem neuen rauscht die Zeit nur so an mir vorbei. Aber versprochen, es kommt. Neuer Termin, das Wochenende. Ähm ja, bei nächstenmal wird es besser....