2013/04/30

just sayin": "Bücher sind wie Babies"

"Bücher sind wie Babies"

...auch wenn ich den Spruch genauso hätte sagen können, bzw. genauso dick und FETT unterstreichen und unterschreiben würde, kommt die sehr viel poetischer Version als

Webcomic-Blog-Version von Schlogger

von ihrem gleichnamigen Blog, als Eintrag vom 24.04.2013.

Da ich dort nicht unterstreichen kann, möchte ich Euch den Weg weisen - hier entlang - und gleich mal lauthals verkünden, dass Johanna Baumann zum zweiten Mal nominiert ist für den "Lebensfenster - Kurt-Schalker-Preis für graphisches Blogen". Sie ist genauso ebenso zum zweiten Mal in der Shortlist und ich drücke ihr ernsthaft die Daumen, auch wenn ich's ihren 3 Mitkonkurrenten

auch gönne. Prinzipiell ist Johannas Sicht auf die Dinge, meiner sehr ähnlich. Wer sie noch nicht auf seiner RSS Feedliste hat, sollte das schleunigste nachholen. 


Und ja ich weiss, an einigen Stellen hinkt der Vergleich. Aber - whateva!

2013/04/29

Montagsfrage IX: Wie sieht dein Bücherregal aus?

Eine beinah perfekt getimte Frage von Paperthin  gibt es zur dieswöchigen Montagsfrage. Denn am Wochenende habe ich doch tatsächlich das neue Heim meiner Bücher ausgesucht, nachdem wir das alte Heim ind er alten Wohnung zurückgelassen haben. 

Wie sieht dein Bücherregal aus?

Prinzipiell stehen Bücher bei mir im Regal, dabei bevorzuge ich ein grosses Regal, meist sprengt die Masse dann schnell den Rahmen und es entstehen lauter kleine zusätzlichen Regale, Abstellmöglichkeiten, kleine Lieblingsstellen - meist an den Hauptlese-Orten. Das mag für einige ungewöhnlich sein, so zum Beispiel das Bad - wegen der Badewanne -, auf dem Gästeklo die Comics -, am Sofa, am Gästebett, neben dem Nachttisch. Eben wo Platz ist und wo man liest, also ich zumindest.

Wer mein instagr.am-Feed folgt, hat am Samstag meine überbordene Freude gemerkt, als wir spontan 3m Buchregal direkt beim Hersteller in der Sonderverkaufsaustellung reservierten. Demnächst dürfen meine Bücher (naja ein Teil zumindest) also in PH517 der "Studio Linie" von den Wehrsdorfer Werkstätten sich breit machen, direkt im Wohnzimmer, aber abseits vom TV - ein super Heim aus regionaler Fertigung. Wehrsdorf liegt im Ost-Erzgebirge und ist wohl schon Lausitz, aber noch Sachsen, etwa 50 Minuten von Dresden.   

Denn ich habe einen Spleen: Ich mag meine Bücher nicht mit dem TV teilen, der hat in meinem Buchregal KEINEN Platz. Also, ich stelle Bücher auch schonmal zum TV aber das hauptsächliche Buchregal möchte räumlich vom Fernseher getrennt sein. Ich möchte nicht, wenn ich fernsehe, auf meine Bücher schauen. Nein, ich möchte mit voller Liebe auf meine Bücher schauen - absichtlich, mit Freude. 
Diese Ansicht hat bei uns ne Menge Kopfschüttelns seitens des Heldens hervorgerufen.

Auch möchte ich meine Bücher in KEINE Schrankwand stellen. Ein Regal ist ein Regal, eine Schrankwand eine Schrankwand und letzteres HASSE ich. Versteht mich jemand??
Ich weiss, kompliziert. 
Ein Schubkasten macht aus einem Regal keine Schrankwand (zumal wenn regelmässig), eine Tür - egal ob aus Holz oder Glas - aber schon. 

Ich habe also jetzt ein weisses Lackregal, mit Nussbaumfurnier und einen "Schieberegal" - so wie in manchen alten Bibliotheken. So etwas wollte ich schon immer. 
Wenn es steht, mache ich sicher einen eignen Artikel dafür. Auch habe ich mir vorgenommen, beim einräumen, meine Bücher endlich zu katalogisieren. Besser ist das. Damit ich mal weiss, was ich habe. Am besten per Scancode oder so. 

So ihr dürft jetzt alle neidisch sein. 

Ob das reicht, ich befürchte eher nicht, aber dann kommen günstigere Regale in den Flur. Was dann wohin kommt, weiss ich noch nicht. Aber wir werden sehen. 

2013/04/26

Balkonfreuden - sommerliche Leichtigkeit auf dem Teller


 Als langer Balkonersehner und -wünscher nutzt man diese ja sozusagen absolut wahnwitzig in der Anfangszeit. Wir haben noch keine Blumen, noch kein wirklichen Plan, wie wir auf die 2qm all den Nutzen raufkriegen, den wir uns dort vorstellen, aber bei dem momentanen Sommersonnenwetter ist das alles egal. Er wird genutzt. Auch wenn ich immer die Balkonmöbel dann reinstellen muss, weil sie noch nicht laisert und damit wohl nicht regenfest sind.

Aber das ist mir ein Abendessen auf dem Balkon wert. Italienischen Sommerstrandschirm raus, allein wegen dem Feeling, Bunnies mit raus und dann eine Kleinigkeit gekocht.
Gestern hab ich mir den Luxus gegönnt sozusagen nach Appetit einzukaufen (und nur fürs Abendbrot) und dann draufloszuköcheln.

Heraus kam ein sommerlicher Papaya-Avocadosalat mit Spinattagliatelle mit mediteraner Avocado-Scampi-Picandou-Sauce bzw Avocado-Prociutto-SahneSauce - der Held mag Scampis nicht so, also hab ich nach dem Pasta-vorkochen (max die Hälfte bzw 2/3 der Zeit kochen, sie müssen extrem zu bissfest sein, kurz zur Seite stellen) einfach zwei Pfannen aufgestellt und meine Zutaten verteilt.

Was man braucht (2 Pers:)

  • Avocado (so eine halbe für alles reicht) - in Würfeln
  • Rest Papaya (so etwa eine halbe Hand) - in Würfeln
  • 10-15 Kirschtomaten, 
  • 3 Strauchtomätchen für den Salat, geviertelt oder geachtelt
  • ein bissen Salat oder so ein Salatmix, max Handvoll
  • ca 4cm einer Gurke - halbieren und dann kleine Steifen
  • 1 kleine Zwiebel, bei mir 1/2 Schalotte und 1/4 einer roten Zwiebel, in feinen Streifen
  • 4-8 Oliven, halbiert oder geviertelt
  • ein Teil eines frischen Knoblauchs - zum jeweils in die Pfanne legen
  • Olivenöl zum Braten und das ganz tolle für den Salat, etwas Balsamico
mediteraner Avocado-Scampi-Picandou-Sauce
  • kleine Packung fertiger Scampis
  • 1 Picandou-Schafskäse (soooo lecker)
  • etwas Rose- oder Weisswein, wer will
Avocado-Prociutto-Sahne-Sauce

  • Prociutto cotto oder nach Geschmack was anderes
  • eta 80-100ml Sahne
li - die Pastapfanne mit Scampi und Picandou
re - die Pfanne mit etwas mehr Oliven und Prociutto cotto
Zubereitung 

für den Salat:

  • Salatmischung in einer kleinen Schüssel ausbreiten ggf. waschen
  • ca 1/3 der Avocadowürfel hinzu, die Gurke und die Tomate, etwas Zwiebeln dazu
  • mit Olivenöl und Balsamico umrühren und lecker Meersalz und frisch geriebenen Pfeffer hinzu
  • wer mag noch etwas frische Kräuter darauf, am Schluss die Papaya dekorativ darauf verteilen.

für die Pasta:

  • Tagliatelle vorkochen, derweil die Zutaten bereiststellen
  • zwei Pfannen erhitzen: jeweils die Scampis und den Prociutto hinein
  • jetzt jeweils die Zutaten gerecht teilen:
  • Zwiebeln dazu und die Avocado, kurz schwenken und würzen (bei mir kommt zu Pfeffer rund Salz immer etwas scharfer Paprika und eine toskanische Gewürzmischung namens pici, der Held mag es schärfer.)
  • Nudeln hinzu und im Olivenöl trennt sich die Pasta wieder (deswegen gut würzen, das Öl ist Teil der Sauce und nimmt en Geschmack gut auf).
  • Mit Oliven und Tomätchen vermischen.
  • unter die Prociuttonudeln die Sahne mischen und kurz aufköcheln lassen.
  • den Picandou leicht zerteilen und unter die Scampi Mischung erstmal den Wein aufgiessen, fix aufköcheln lassen und dann den Ziegenkäse dazu (wird leicht warm und schmiegt sich um die Nudeln). Wichtig: ganz kurz vor Schluss!!!
  • Fix auf grossen Teller servieren, sodass noch Platz für den Salat ist. ;)

Mit Wein und Sonne auf dem Balkon geniessen und Fernweh kriegen :) Wer mag kann noch etwas Grana Padano oder Parmesan drüberhobeln, muss man aber nicht.

2013/04/24

just sayin': blogosphärige Nachrichten mit Buchgewinnen und Kreativen


Der eine oder andere Büchernarr mit heftiger Internetsucht hat es sicher schon mitbekommen, aber gestern war ja er - der offizielle
"Welttag des Buches 2013"
Ihr dürft applaudieren, umherspringen, euch freuen. Alles. 
So ein Ereignis hat natürlich eine eigene Website und vor allem eine eigene Aktion "Lesefreude".

[..]Die Aktionen rund um den Welttag wollen Freude am Umgang mit Büchern vermitteln und besonders junge Menschen für das Lesen als elementare Kulturtechnik begeistern. Im Mittelpunkt stehen die Buch-Gutschein-Aktion rund um das Buch „Ich schenk dir eine Geschichte[..]“

Natürlich konnte da die unglaublich bunte Welt der Blogger nicht nachstehen und hat sich dem mit der Aktion: "Blog den Welttag des Buches - Blogger schenken Lesefreude!" 

"Wir Buch-Blogger sind Botschafter in Sachen Lesefreude und deswegen ist der Welttag des Buches unser Tag! An diesem besonderen Feiertag wollen wir die Welt mit unserer Begeisterung für Bücher anstecken. Wir werden bloggen wie die Wilden und wir werden Bücher verschenken!"

Unglaubliche 1008 Blogs sind dem Ruf gefolgt und verlosen bzw verschenken ein Buch oder gar mehrere Bücher, mit denen sie Lesern und Noch-NichtLesern Lesefreude schenken wollen. Eine unglaublich geniale Sache, bei der ich - ohne Umzugsstress - mitgemacht hätte, aber so kann ich leider garantieren, dass ich das alles zeitnah hinkriegen würde und betrachte das Geschehen sozusagen nur aus Nicht-Mitmach-Sicht.

Deswegen gabs dazu auch gestern kein Beitrag, denn ich wollte den wirklichen Stars, den MitmacherBlogs und den Lesefreudenverschenkern nicht die Show stehlen, aber heute möchte ich alle meine Leser drauf aufmerksam machen, denn die meisten Aktionen gehen noch bis Ende der Woche, als auf geht's. Lasst euch Lesefreude schenken und diskutiert und kommentiert euch die Finger wund!

Hier ein paar (weniger) Links zu Blogs, die ich lese und die tolle Bücher verschenken:

  • Damaris verlost "Pretty Clever" und "Dylan & Gray"
  • Seitenblicke verlost "Im Herzen die Rache"
  • libromanie verlost "Das Glückbüro"
  • die bibliophilin verlost ein "die Rache des glücklichen Mannes¨ und ein Überraschungsbuch
  • bei kathrineverdin gibt's "dark canopy"
  • und den zweiten Teil "dark destiny" bei Ally - Magic Princess Book dreams
  • bei lesenundmehr gibts das "Ostfriesenmoor" 
  • Bookdreams verschenkt mein momentanes Lieblingsverschenkebuch "Fallender Himmer" von Marie Lu (I am legend in english)
  • Dark side of Minds verlost " City of Bones & City of Ashes" im Set und "Engel der Nacht" 
  • und bei indescribtible gibt's Sarah Kuttners "Mängelexemplar"
  • Favola verschenkt Lesefreude "Angelfire" auf das ich sehr, sehr hoffe.
  • bei den Initatoren von "werliestwaswannwo" gibts gleich 3: “Hörbuch Rauchende Colts – Kojoten am Rio Grand", Leseblüten Lyrik 2011", "Pech und Glück eines Brustschwimmers von Martin Ebbertz und Christine Brand”
  • und auch auf deren Privatblogs pudelmuetzes buecherwelten (Christina) gibts vieles zu gewinnen: "Reif für die Insel – Inselgeschichten"," Die Liebes-Lotterie von Andrew Nicoll" das Hörbuch "Acht Wochen verrückt" von Eva Lohmann sowie "Wissen und Bildung heute" 
  • und bei Bücherwahnsinn (Dagmar) gibt's "Komm ich erzähl dir eine Geschichte"

Die komplette Teilnehmerliste gibt's hier, netterweise geordnet nach den verschenkten Autoren.


Und eh ichs vergesse, die äusserst kreative aki von 7Suenden feierte jüngst ihren 4. (!!!) Bloggeburtstag und verlost - passenderweise - Kreatives. Also da auch mal vorbeischauen.
Da gibt's auch mal Buchkram aber meistens sehr tolle kreative Sachen zu bewundern! 

2013/04/22

Montagsfrage VIII: Welche Bücher hast du in der Schule gelesen?


Auch wenn der Blog momentan etwas leidet und gefühlt es nur noch Montagsfragen gibt, hier die neue von Paperthin. Diesmal geht es um die etwas unfreiwillige Lektürenfrage, denn sie möchte wissen, welche Bücher wir zu Schulzeiten lesen mussten. Ich kann mich an die meisten - nicht alle - erinnern. Leider meistens aus weniger guten Erinnerung, denn ich habe es gehasst, die Bücher zu interpretieren und zu zerlegen. Selbst die schöneren Geschichten, haben dabei einen faden Beigeschmack bekommen. Aber fangen wir an: 

Welche Bücher hast du in der Schule gelesen?

Fangen wir mit der 5. Klasse an, davor haben wir zwar auch Bücher bzw. Geschichten gelesen, aber da war ich eher sehr viel weiter als meine Klasse und deswegen hat mich das eher wenig beeindruckt, also hab ich's vergessen.

Gymansium (deutsch & englisch)

Es begann alles mit "Robinsion Crusoe" von Daniel Defoe, was mir schonmal sehr die Idee vermiest hat, denn ich empfand dieses Buch als äußerst langweilig, was auch nicht gerettet wurde, dass wir ab Mitte in Gruppen aufgeteilt wurden und jede ein Kapitel intensiv lesen musste. Grauenhaft. Ich schrieb in meinen Hefter "langweiligstes Buch der Welt" und wurde bei der Hefterkontrolle stark dafür detadelt.

Später kam dann Erich Kästner und "Emil und die Detektive". Ich fand die Reihenfolge etwas merkwürdig. Aber naja. 

In der 6. mussten wir dann auch eigene Bücher vorstellen, ich lass damals die Ayla-Reihe (jaja frühreif ich weiß) - naja ich verschlang sie förmlich und habe so 4 dicke Wälzer vorgestellt, was meine Lehrer lange als Trug ansahen, in dem Alter lese man nicht soviel. Ähm ja, ich habe mich da echt verkannt gefühlt. 

Diese Buchvorstellunsgrunden wurden dann immer jährlich wiederholt. Ich stellte Joseph Heller und "Überhaupt nicht komisch vor" aus Angst das man den "IKS-Haken" oder "Catch 22" mir wieder nicht anerkannte. Ich war damals etwas verliebt in Yossarian. 

Dann kamen viel Klassiker: Lessing ("Emila Galiotti", "Nathan der Weise"),  Schiller ("Die Räuber". "Kabale und Liebe") und Goethe ("Götz von Berlichingen", "Faust" und "Die Leiden des jungen Werther", sowie seine Gedichte "Wandrers Nachtlied", der "Erlkönig" und natürlich "Der Zauberlehrling"). ade die gefühlt viel zu lang. 

Da ich sehr früh (ab der 3. Klasse) in eine Sprachklasse ging, wurde bei uns sehr früh auch englische Literatur unterrichtet. "The Wave" von Morthon Rue - das Standardwerk  in dieser Richtung lasen wir in Klasse 6 in englisch und deutsch (auch in der Reihenfolge). Dann folgte "Lord of the  Flies" von William Golding. 

Und natürlich Shakespeare. Leider habe ich so 5 mal "Romeo und Julia" in meiner Schulzeit gelesen (in 3 mal in English, 1 mal in deutsch, 1x in Ethik), und nur Auszüge aus den anderen Werken. Und ehrlich man kann in dem Werk eigentlich nicht SOOOOO viel interpretieren, dass es für 3 Schuljahre reicht. Den Mißstand des Shakespeare(nicht)lesens versuche ich gerade nachzuholen, das gelingt leider nur so semi gut. 

Später kam dann Ulrich Plenzdorfs "Die Leiden des neuen jungen Werther", Kafka ("Die Verwandlung"), Dürenmatt ("Die Physiker"), Max Frisch ("Homo Faber"),  Stefan Zweig ("Die Schachnovelle"), die mir aufgrund des Zeitmangels des ausgiebigen Interpretierens sehr viel mehr gefallen haben. Und die ich auch heute nochmal aus dem Buchschrank nehme, gerade "Die Physiker" fand ich ganz gross. Ein paar weitere standen auf der Liste, wurden aber nie angefasst, einige las ich trotzdem. Da muss ich mal schauen, wenn mein Buchregal wieder steht. 


Nachtrag (nachdem ich bei anderen geschmökert habe):
Ich erinner' mich auch irgendwann Theodor Fontane gelesen zu haben, ich glaube das war "Irrungen und Wirrungen" und ich mochte die "Traumnovelle" von Arthur Schnitzler, die aber arg zerinterpretiert wurde, weswegen es ein Segen warm, dass ich da krank wurde.
Hmh, und dann war da noch "Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch, an das ich mich aber inhaltlich gar nicht mehr erinnern kann. Ob das an Krankheit oder Verdrängung liegt, vermag ich nicht zu sagen.
In Englisch glaube ich mich vage an "The Pigman" von Paul Zindel zu erinnern. 

Ausserdem wurde ich mit "Antigone" von Sophokles gequält, was ich durchaus unangebracht finde. Zumal eine das ja gleich mehrfach ereilen kann. Es gibt wohl kaum etwas, was einen die Antike mehr vergällen kann, aber das ist nur meine subjektive Meinung. 

2013/04/21

Umzugsfreuden: ein Balkon, ein richtiger echter Balkon



 Einer der Hauptgründe für den Umzug war ja, dass ich unbedingt einen Balkon haben wollte. Ein kleiner Draussenbereich, zum in der Sonne frühstücken und Vitamin D tanken, was wir Informatiker ja eher selten tun.
Ich kann mir am Wochenende nichts tolleres vorstellen, als meinen Milchkaffee in der Sonne zu schlürfen. Ich frühstücke ja ausgiebigst und lange. Oder am nachmittag mein Buch in der Sonne zu lesen.
Also wurde relativ kurzfristig und spontan die Balkonausrüstung gekauft und von mir auch erstmal als gut befunden. Zu zweit ist es ganz nett und was der Rest so bringt, das schauen wir dann mal.
Ansonsten hab ich die Sonnenstunden genutzt, ein bisschen vom Umzug abzuschalten, meinen Mümmels die Sonne zu zeigen, und zu hoffen, dass es ihnen etwas Energie bringt, denn in letzter Zeit schienen sie eher depressiv und bewegungsunfreudig.





2013/04/16

Montagsfrage VII: Was hältst du von Leserunden?


Heute mal die Montagsfrage am Dienstag, einfach weil. Sie kommt aber immer noch von Paperthin:
Liest du lieber für dich oder teilst du deine Eindrücke während des Lesens gerne mit anderen? Hast du schonmal an einer Leserunde teilgenommen? In welchem Rahmen? Hat’s Spaß gemacht? Was hältst du von Leserunden?

Prinzipiell ist für mich Lesen eher so eine "ich geniesse Zeit mit mir"-Sache. Ich war auch so ein "ich spiele gern mit mir allein"-Kind. Und in der Schule hasste ich dieses endlose Durchkauen von Büchern, von Sätzen und Kapiteln. Nichts gegen über ein Buch reden und diskutieren, aber man sollte es nicht zu überinterpretieren, sezieren und auseinandernehmen, denn ich glaube fest daran, dass eines der Grundzüge des Lesens darin besteht, dass jeder eine andere Leseerfahrung macht.
Jeder hat eigene Erfahrungen, eine Erlebnisse, eigene Ansichten, die er auf eine Figur projiziert und so wird eine gelesene Geschichte immer auch eine ein-bißchen-mit-erzählte-Geschichte vom Leser. Und das macht Lesen für mich so speziell, so anders im Vergleich zum Filme schauen. Deswegen lese ich Bücher gerne öfter zu unterschiedlichen Zeitpunkten, denn die Leseerfahrung verändert sich mit dem Leser.

Zurück zur Frage. Nein, ich habe noch nie in so einer Leserunde (weder im Internet noch im realen Leben) mitgemacht. Also nicht aktiv. Eher für mich allein, mitschmökernd. Ich verfolge relativ nah, die Leserunde von Felicia Day (für alle NichtNerds, dass die geekige Schauspielerin, die unter anderem eine Webserie auf YouTube produziert, dort jetzt einen Channel hat) und die mit "Vaginal Fantasy" einmal monatlich eine ziemlich durchgeknallte Buchbesprechung auf geekandsundry hält, wo Fantasyromane der unterschiedlichsten Kaliber mit leichtem Erotikeinschlag (SMUT) besprochen werden, englisch.  Da les' ich gern mit, nicht immer zum angegeben Zeitpunkt. Häufig nutze ich die auch, als Input.

Manchmal lese ich mit meiner Schwester oder einer Freundin einen Roman zeitgleich, aber ohne wirkliche Parallelität, eher so in der gleichen Woche/Monat. Und dann tauschen wir uns natürlich aus, was wir denken. Weniger über die Story als über den Schreibstil, und die Charakteristiken der Protagonisten. Meist les' ich englisch und der andere deutsch oder so. Das ist reichlich interessant manchmal. Aber eigentlich will ich MEIN Lesererlebnis weniger durch andere Meinung verändern. Ich habe schon viel Bücher gelesen, auf die andere ganz anders gucken und das würde mich wieder zu sehr zum grübeln bringen, warum ich anders denke. ich mag meine Sicht, und das ist auch gut so.

Das heisst nicht, dass ich einer solchen Erfahrung nicht vollkommen abgeneigt wäre, gerade weil ja keine Benotung oder ähnliches hinten dran steht, könnte ich mir das schonmal vorstellen. Es wird sicher nie meine bevorzugte Leseart werden, aber wenn ich das Buch eh lesen wollte, warum nicht?
Ich mag zum Beispiel diese freien Blogartikel, wenn mehrere Blogger zur gleichen Zeit ein Lesewochenende/Abend machen und dann schrieben, wenn das aber zu eine Seitenaufzählung ausartet, ist es für mich kaum noch interessant.

Also falls jemand da etwas weiss... Sag niemals NIE, nicht wahr?

2013/04/15

inbetween: sonnendurchflutete leseecke

So, ihr müsst euch jetzt einfach mal die Kisten und das noch nicht aufgestellte Regal da rechts im Bild wegdenken, aber ansonsten schreit es doch danach, oder? Meine neue sonnenlichtgebadete Leseecke direkt vorm Balkönchen.
Jetzt muss ich nur noch Zeit haben, die auch zu nutzen. Aber wie man sieht, ich sehe da Licht am Ende des Tunnels. Das wird schon...

2013/04/12

just sayin: Das Ende ist nah, wenn auch unfassbar...

Wie meine Leser ja wissen, befinde ich momentan in dem doch nervenzereibenden Prozess des Umzugs, also Kisten packen, entmüllen, wegschmeissen, trennen und dann tatsächlich transportieren.

Eigentlich dachten wir ja, wird uns unsere Buchwut den größten Aufwand bescheren, aber mit nur 2 Tagen nach-arbeit-lichem Packen in diese tollen Einkaufstüten (, die es neuerdings so gibt, und die natürlich aufbewahrt werden und fleissig weiterbenutzt werden, vielleicht auch familiär weitergegeben und so) mit 2 neuen (Lieblings-)Kollegen ging das erstaunlich schnell und umkompliziert.
Auch wenn wir uns einig sind, dass ebooks sehr viel umkomplizierter umziehen.

Als viel anstrengender erwies sich unser jedoch noch leicht studentischer Haushalt:
Also diese Sammelwut, die alle Studenten befällt und sie glauben macht, man braucht von allem alles und hauptsächlich viel.
Ergo sind die Regale voll mit Kram, der Keller voll mit Murks, die Wandschränke bis oben hin mit Irgendwas und von allem viel - viel zu viel.

Also wurde aussortiert. Massig. Zwischenzeitlich habe ich zwischen mir und einem Messi keinen Unterschied mehr festgestellt. Mehr als drei Transporter Schrott und x-tausend Kisten mit Kisten und Verpackungen (, die man ja bis vor kurzem behalten musste, wegen eventueller Garantie), Technikkram (ja der Informatiker muss alles aufheben), alte CDs, allter Unikram, Aufzeichnungen - ALLES wurde entmüllt.
- Und trotzdem werden wir wohl beim Einsortieren, noch ein, zwei Tüten mit Müll entsorgen, besser ist das.

Das neue Motto: Weniger ist mehr, vor allem mehr PLATZ!

Und das obwohl die Wohnung größer wurde, aber naja.
Kram kommt leider von alleine, geht aber nie von allein. Das habe ich gelernt.

Und wer mir zum Einzug Kram schenkt, wird des Platzes verwiesen und das rücksichtslos. Kram kaufe ich mir selber und ersetze damit alten Kram, zusätzlicher Kram kommt mir nicht mehr in die Tüte, auch nicht in die Wohnung. SO!

Und zum Beweis: Sogar der Keller ist leer. Komplett. Ein absoluter Kraftakt.

Die neue Wohnung steht zwar noch voll Boxen, aber damit ist es amtlich. Alles ist umgezogen, oder eben nicht. Ich habe fertig, nervlich in jedem Fall.

2013/04/08

Montagsfrage VI: Welche Reihen möchtest du 2013 noch lesen?



Und heute fragt Paperthin: 

Liest du viele Buchreihen und Trilogien oder lieber Einzelbände? Welche Reihen möchtest du im diesem Jahr noch beginnen, weiterlesen oder beenden?

Ich liebe Reihen, weil es bedeutet, dass ich Charakteren länger folgen kann und eine Geschichte viel mehr Tiefe und Hintergrund bekommen kann. Die Nebencharaktere werden zu gute Freunden und es ist ein bisschen mehr wie Ferien, oder Bekannte besuchen.
Auch wenn mich Allie Condies zweiter Roman der "Cassia and Ky"-Reihe  "Reached"/"Die Flucht" enttäuscht hat, werde ich dem dritten Teil eine Chance geben.

Sehr gespannt warte ich auf den zweiten Teil von der "Legend" Reihe von Marie Lu, ein Lesehighlight des letzten Jahres.
Und in dem Zusammenhang warte ich auch dringend auf Susan Ee's Fortsetzung von "Angelfall", also die "Penryn & the End of Days"-Reihe. Hier sind meine Nägel schon ganz abgebrochen von auf dem Tisch kratzen. Da will ich unbedingt mehr wissen... Seitdem ich das durchschmökert habe, schaue ich so regelmässig 2-3mal im Monat bedröppelt auf die Ankündigung des Release Dates, das mit Herbst 2013 auf der Website angegeben wird. *GRRRR*

Was noch?
Wer weiß, vielleicht gibt es ja doch noch den letzten Teil der "Stadt der Träumenden Bücher", aber ich will mich nicht beklagen, ich hab ja noch Teil 2 zu lesen. Für den will ich mir aber extra Extra Zeit & Muse gönnen und wirklich geniessen.

 Dann will ich die Jennifer Benkau Reihe "Dark Canopy" antesten, gerade lese ich Amanda Hockins Teil Eins der "Unter dem Vampirmond"-Reihe names "Versuchung", einfache Vampirromanze mal wieder. Mal schauen, ob ich da fortsetzen möchte.
Ausserdem lese ich gerade "Breathe" von Sarah Crossan, dass ja auch Auftakt einer Trilogie ist.
Dann habe ich noch die "Sturmkönige" Reihe offen von Kai Meyer, der erste Teil liegt schon auf dem kindle bereit.
Ausserdem habt ihr ja sicherlich die "1Q84" Reihe von Haruki Murakami auf meinem SUB Stapel gesehen. Da habe ich schonmal sehr kurz reingelesen, es las sich leicht, die japanischen Namen machen wir wohl zu schaffen. Normalerweise umgehe ich das, indem ich die Figuren kurzerhand ein wenig umbenenne. (Aus "Yossarian" aus "Catch22" oder dem "IKS Haken" von Joseph Heller wird dann eben "Yossarin", was später manchmal sehr lustig ist.) Aber da ich mich dem vielleicht sowohl aus Lese- als auch als Hörbuch nähern will, könnte diese Strategie zu Problemen führen...

Und nicht zuletzt hat mich Damaris sehr neugierig auf die "Angelfire"-Reihe von Courtney Allison Moulto gemacht.. Also wird die demnächst definitiv auf meinen Lesestapel wandern, ob real oder als kindle read wird sich zeigen.

Und sicher könnte ich die nächsten Tage noch etwas ergänzen. Mal sehen, ob ich das tue.

2013/04/04

Buchwand - mal anders ... und angedachtes Buchverschenken

Ja, was soll ich sagen, dank zwei wirklich tatkräftigen Helfern in Form meiner Kollegen, ist  unsere Bücherschar in 40-50 Ikea- (die kleineren, wegen dem Gewicht), Edeka, Real, DM, Balea, Rewe,Kaufland-Tüten (ihr wisst schon, die wiederverwendbaren, mit den stabilen Henkeln) umgezogen. Bei einigen Taschen kann ich genau sagen, dass 50 Bücher reinpassen (da ich eine gesamte Reihe hineinbekommen habe). Bei den Taschenbüchern wohl mehr. Dank breiten Stoffgriffen ist das dann noch halbwegs gut tragbar, kann ich also nur empfehlen. Macht also überschlagsmäßig so 2000-2500 Bücher, plus einige gebündelte Stapel.


Dabei hab ich gemerkt, dass ich so 100 hier verschenken (gegen Portoübernahme) oder vertauschen werde. Also aufpassen, sobald das Regal da ist, kann's losgehen. 
Sobald das Bücherregal steht, hab ich also auch noch massig Taschen über, die ich wohl auch zum Grossteil verschenken werde. Falls jemand Interesse hat.

2013/04/02

Montagsfrage V: Wie viele ungelesene Bücher hast du?

Und heute fragt Paperthin: Viele von euch haben eine erschreckende Menge an ungelesenen Büchern in ihren Regalen, andere nur ein paar ausgewählte Werke. Weißt du, wie viele ungelesene Bücher du hast? Setzt dich Anzahl unter Druck oder magst du es, eine große Auswahl zu haben?

Hmh, geht man von der Gesamtzahl aus sind es einige, da sich der Lesegeschmack meines Helden und meiner nicht überall zu 100% decken. Eher so 70%. Also sind per se 30% von mir ungelesen und das wird auch so bleiben, zumindest zum Großteil.

Gehe ich nur von meinem Teil aus, dann habe ich auf kindle und real wohl gerade so 20-30 Bücher ungelesen, oder angelesen und zur Seite gelegt. Die genaue Zahl kenne ich nicht und will ich nicht kennen. Ich lese aus Spaß und nicht um mir Stress zu machen. Deswegen stelle ich Bücher, in die ich zu dem Zeitpunkt nicht reinkomme auch erstmal ins Bücherregal, einsortiert zu den anderen. Also nach Genre, hauptsächlich. Mir geht es häufig so, dass ich merke, ich könnte mit dem ein oder anderen Buch zu einer anderen Zeit mehr anfangen. die Lesekost zu schwer und ich zu gestresst, also passt es nicht. Oder sie ist deutsch und ich kann grad nur englisch lesen, gerade da meine Arbeitssprache im Moment hauptsächlich englisch ist passiert es mir andersrum, dass ich zu bestimmten Zeiten keine oder nur englisch lesen kann (zum Beispiel auf dem Arbeitsweg). Je nachdem wie ich das einschätze wandern die also ins Regal oder einfach weiter runter im SUB. Die kann ich später in meinem eigenen Regal wieder entdecken. Das macht mir Spass. Ergo habe ich einen SUB - denn ich wirklich lesen will und ein paar ungelesene Schätze im Buchregal verteilt. Das sind dann wohl mehr als die 30.

Da ich ja gerade umziehe, werde ich da sicher so einige Schätze wieder finden, vielleicht wandert der eine oder andere direkt auf den Nachtisch, die meisten werden wohl aber einsortiert. Mein Kopf kann sich die nächsten Lesebücher komischerweise ganz gut merken, dass war schon immer so. Alles andere eher gar nicht. Aber momentan ziehen meine Bücher ja ganz gemein auf den Fussboden, bis das Regal bestellt ist (*keine Zeit*). Aber naja, dadurch hab ich sie alle zweimal in der Hand, ist ja auch nicht schlecht.

Also nein, der SUB macht mir meistens keinen Stress, nur ganz manchmal, wenn ich ein neues Buch haben will und an den Stapel denke.
Vielleicht schaffe ich es ja bei Umzug mal die ungefähre Anzahl der Bücher herauszufinden... Mal schauen... Würde mich ja selber interessieren, im Moment gebe ich die immer in Meter Buchregal an.