2013/05/28

Montagsfrage XIII: In welcher Position liest du am liebsten?

Oh, ist schon wieder Montag? Nein, schon wieder Dienstag... Wie auch immer, also gleich frisch in die Montagsfrage, erwacht aus zombiehaften Schlaf oder eher Nichtschlaf, dahindämmern in Krankheit und Sachen aushustend und -niesend, von denen man nicht wissen sollte, dass sie im eigenen Körper existieren. Aber wenden wir uns positiveren Sachen zu, wie der Montagsfrage von Paperthin, die diesmal sehr privates Wissen will:

In welcher Position liest du am liebsten? 

Oh was für eine Frage. Prinzipiell in jeglicher Position.

Als ich noch mit dem ÖPNV zur Arbeit fuhr, gerne auch stehend und laufend - und ja das war durchaus schon gefährlich und ich hab mich so in aberwitzige Situationen gebracht. Beinahe normal - zwar nicht alltäglich aber doch fast allwöchentlich - war es da, dass ich meine End- oder Umsteigestation verpasste, weil ich gerade so in der Geschichte war. Weswegen ich meine Bücher schon in den ersten Sätzen in strassenbahntauglich oder nicht einsortieren konnte. Also lass ich je nach "Fülle" im Stehen, im Sitzen, angelehnt an einen Strassenlaterne, an das Stationshäuschen, mit verschränkten Beinen, gequetscht in der engsten Enge. Auch um mich von dem ganzen Umfeld abzuschotten. Ich bin lieber in meiner Buchwelt als im Grossstadttrubel...

Seit neuestem einer meiner beliebtesten Leseplätze ist mein "neuer" Balkon. Hier habe "nur" zwei Klappstühle mit einer Auflage. Aber mit meinen zwei grossen Hibisken und der wirklich wunderbar blühenden Balkonkästen(ich berichtete und noch nicht auf diesem Foto verewigt) ist es zwar manchmal ein wenig laut, aber sobald ich in meiner Buchwelt bin, stört mich das nicht. Ein Glas Wein dazu oder ein toller Milchkaffee und schon bin ich glücklich. Okay, momentan mit dem Dauerregen ist der Platz eher ungemütlich, da extrem nass.

Ganz schnöde lieb ich es auch auf Sofa & Sessel. Dabei ist der Sessel neu und noch nicht ganz so eingelesen, aber das Sofa hat seine vielfältige Lesetauglichkeit schon unter Beweis gestellt. Mit dem Kopf auf der Seitenlehne - liegend - ob Buch hochhaltend oder ganz bequem mit der Leselotte oder einen Kissen. Auf dem Rücken. Oder auf dem Bauch, oder sitzend, in die hinterste Ecke, die Beine unter den Körper und das Buch auf den Schoss. Oder auf die Rückenlehne. Oder, oder...
Manchmal sacke ich auch auf den Teppich und das Buch liegt dann bequem auf dem Polster und ich kniee/hocke/lümmle ich davor. Sieht unbequem aus, ist es manchmal auch. Aber was soll's.

Und dann ist da noch mein geliebter Hängestuhl. Der hat in der neuen Wohnung einen absoluten Traumplatz direkt vor der riesigen Balkontür gefunden. Allerdings wurde der noch nicht eingelesen hier, einfach weil das rundrum noch nicht stimmt. Aber mit einer schönen Gardine und einem kleinen Site-tisch und vielleicht noch einem anderen Bezug, heller vermutlich. Aber allgemein liest es sich hier fabelhaft, man kann ein bisschen wippen, ein bisschen schaukeln, ein bisschen wirbeln...  Und sich in nullkommanichts in eine Fantasiereise träumen. Ganz im ernst, es ist mein Fantasiestuhl. Hier les ich am liebsten grosse Abenteuer in fremden, phantastischen Welten.

Und dann lese ich extrem gerne in der Badewanne. Kaum was ist schöner, als in einem warmen duftenden Schaumbad der Realität zu entfliehen, ein, zwei Schkokoladiges zum naschen und ein traumhafter Saftshake dazu. Das ist besser als jedes Wellness im Hotel, weil ganz privat und in super relaxter Stimmung ist jede Buchwelt gleich doppelt so toll. Und ja, dass eine oder andere Buch ist schon baden gegangen, aber meist ist das nicht so schlimm. Und sogar der Kindle darf mit in die Wanne. Schon mehrfach wurde mir berichtet, dass ein Ink-Reader ein evtl Aus-Versehen-Bad auhält. Hingegen das iPad muss Abstand zur Wanne wahren.

Und zum Schluss - das Bett. Hier ist es Kuschlig und warm, ich habe extra dicke Kissen zum sitzen und anlehnen und wenn der Held mal wieder eine TV Abendunterhaltung wählt, die mir sogar nicht passt, liegt immer ganz nah ein Buchabenteuer, dass noch oder mal wieder bestanden werden will, eine Buchwelt, die mit gefällt. Aufgrund meiner überbordenden Fantasie haben aber nur nette Bücher eine Chance auf ein Abendbuch, Buchuniversen, die mich ängstigen oder mich nicht so wohl fühlen lassen, haben hier keine Chance. Denn meine Träume kann ich steuern und so möchte ich nur in schöne Buchuniversen flüchten und davon träumen. Also kein Thriller auf dem Nachttisch.
Achja die Positionen hier: Na auf dem Bauch, auf der Seite, im liegen, oder im sitzen. Ehrlich mein Bett ist 2mx2m da hab ich massig Möglichkeiten es mit bequem zu machen...

Und bei euch so?

2013/05/27

[quote] - Wohin entflohen die Morgenstunden

"Wohin nur waren die frühen Morgendstunden entflohen, in denen er sich schon beim Aufwachen wie von einem reinen, grundlosen Glück durchströmt fühlte?"


1.Satz - Andrea Camilleri - "Die Flügel der Sphinx" - Bastei Lübbe - 2008 - ISBN 978-3-404-16023-5

2013/05/21

Montagsfrage XII: Welches Buch hast du zuletzt abgebrochen?

Und wieder eine Woche rum, und wieder wird aus der Montagsfrage bei mir eine Dienstagsfrage, was schlicht dem chaotischen Leben geschuldet ist, wahrscheinlich fällt deswegen diese Woche die Antwort auf die geliebte Montagsfrage wohl etwas kürzer. Mal schauen, was sich Paperthin diesmal ausgedacht hat:

Welches Buch hast du zuletzt abgebrochen?

Hmh, lasst mich überlegen. Ist schon etwas länger her, da habe ich "Die Bücherdiebin" von einem meiner Lieblingsautoren Markus Zusak abgebrochen. Irgendwie komm ich in das Buch nicht rein, es deprimiert mich von Anfang an. 

Und dann habe ich mir JK. Rowlings Erwachsenenbuch "The casual vacancy" angefangen, und auch schon mit Skepsis, weil ich ja wusste, kein Fantasyelement, reine Erwachsenenliteratur. und so habe ich in meiner Kopf die "Spiesser" mit den Dursleys gleichgesetzt, was dazu führte, dass ich immer und überall einen Zauber erwartete. Und ja, das wurde einfach zu anstrengend. Irgendwie schleppte sich das und immer wieder wurde wiederholt, was der zu dem sagte. Ich glaube Gesellschaftsstudien sind nicht so meins. Naja. Auch hat die Sprache da viel gelitten. Schade. Leider. 

Ausserdem ein paar kleine Independent - Geschichte, viele weil schlicht grauenhaft schlecht vom Editing he r- RS-Fehler, Grammataikfehler (und wenn ich das als NICHT Native-Speaker in der englischen Sprache feststelle, ist es wohl weitrein böse) und einige einfach nicht logisch. Sowas macht mich wahnsinnig. 

Ich finde ein Buch abbrechen auch nicht schlimm, weil wer weiss, vielleicht ist es einfach nur die falsche Zeit. Den meisten abgebrochenen Büchern gebe ich eine zweite Chance, manchen auch mehr. Und manche - so stellt sich heraus - liegen mir einfach nicht. Meist lasse ich diese irgendwo liegen (Bahn etc) - lasse sie frei. Nur weil ich es nicht mochte, muss es ja nicht schlecht sein.  

2013/05/19

just sayin' - "Man kann die Symmetrie schmecken."

"Man kann die Symmetrie schmecken ! "


Mr.Monks Reaktion auf viereckige - quadratisch - Tomaten in "Mr. Monk auf Rädern"

2013/05/17

Rathen in der sächsischen Schweiz - immer eine Tour wert

Panoramasicht von Rathen auf die Elbe
nach dem Sonnenuntergang auf der Elbfähre in Rathen
Normalerweise macht mein Held seine große Radtour mit seinem besten Freund - das sind so gute 35-40km - immer den Elbradweg entlang - stromaufwärts gen tschechische Grenze mit genau der richtigen Anzahl von Biergärten unterwegs. Sobald man den "Fängen" der Großstadt entkommen ist, wird es ruhiger und weniger überlaufen und da die beiden eigentlich schon vor dem Mittag - also so zwischen zehn und elf angehen, haben sie sozusagen Vorlauf vorm Rest der männertagwütigen Meute.

Dieses Jahr war das leider anders, denn wie d as so ist im Erwachsenenleben sind manche Pläne eben nicht immer durchzuhalten, und so bat mich mein leicht rastloser Freund letzten Donnerstag (nach dem späten Frühstück zum Marathon von "Anger Management") ob ich nicht ersatzweise einspringen könnte - wir müssten ja auch nicht ganz bis Rathen und könnten sozusagen jederzeit abbrechen.

Und da ich ja nun jeden Tag mit dem Rad auf Arbeit fahre, war immerhin mein Gefährt sofort fahrtauglich und so ging es dann am frühen Nachmittag los.

Erster Stop der Schillergarten am "blauen Wunder" - auch bekannt bei instagr.am als die #schönstebrückederwelt. Ein erster Vor-Radler bevor es Richtung Pillnitz ging (das ist stromaufwärts die Sommerresidenz des sächsischen Königs gewesen, die eine Orangerie beinhaltet und unter anderem eine sehr, sehr alte Kamelia beherbergt). Dort gab es eine Bratwurst und weiter ging's in Richtung Pirna.

Hier zeigte sich, dass der verspätete Tourbeginn mit auch (schon) extrem betrunkenen Männertagsgesellen aufwartete und so wurde ich nur einmal mit einem Bier ins Gesicht oder nicht ganz netten Bemerkungen bedacht. Aber das schöne am Radfahren, dass man seinen Frust gleich wegstrampeln kann und außerdem fix der Situation entfliehen kann. Der leichte Regen von oben wusch dann auch alsbald das Bier von der Kleidung.

In Pirna wurde die Elbseite gewechselt (von der Südseite auf die Nordseite) und es gab ein tollen Milchkaffe und einen sehr leckeren sächsischen Äppel-Krempel - was wohl neudeustch ein Apfel Crumble ist.
Leider wurde das Wetter dann etwas regnerisch, aber mit ein paar flotten Kilometern fuhren wir den Gewitterwolken sozusagen voraus.


Radlerkirche in Wehlen am Marktplatz
Rathaus und TouristInfo auf dem Marktplatz in Wehlen


Unterwegs in Wehlen gab es noch flott ein Eis auf die Hand, ein fixer Besuch in der dort berühmten Radkirche inmitten der Stadt und weiter. Und so kamen wir kurz nach 6 doch in Rathen an und bekamen noch ein Plätzchen in der nur Kennern bekannten Destillerie - dem "Geist von Rathen". Wo der Held sich mit einem leckeren Bier und einem Ingwergeist belohnte. 
Später kam noch das ein oder andere Bier und ein Birnengeist hinzu, aber dank der leicht versteckten Lage mit dem Superblick und einem wahnsinnig tollem Sonnenuntergang wurde ich für die Kilometer mit leckeren Fettbemmen und einem extrem leckeren Flammkuchen belohnt.


Die Zugfahrt um 9 zurück verdränge ich lieber aus meinem Gedächtnis, aber ansonsten habe ich einen super Einblick in diesen Tag bekommen und habe ihn genossen. Wir werden sicher öfter diese Tour machen und ein bißchen abwandeln. 

Wehlen möchte ich gern länger besuchen und den Wasserfall im Wald zwischen Wehlen und Rathen, und evtl auh noch das eine oder andere Kilometerchen mehr. 



2013/05/13

Montagsfrage XI: Welche Romanfigur (oder Dramenperson) würdest du gerne treffen?

Eine meiner neueren Lieblingsrubriken ist ja die Montagsfrage von Paperthin. Vor allem weil es um Bücher geht, aber dabei auch immer um was sehr persönliches geht. Ein kleiner Einblick, die - sollte das hier mal ein Pschyologe lesen - zusammengenommen sicher unglaubliche Abgründe  ergeben, aber eben auch einzeln immer ein wunderbaren kleinen Schnipsel von mir preis gibt. Dabei ist das gesagte meist unglaublich wahr und lässt irgendwie tief blicken. Ui wenn ich mir das überlege, fast ein bisschen beängstigend.
Ich liebe es jedenfalls, bei den anderen zu lesen und deswegen wird er sicherlich wohl ein wenig länger hier bleiben. Danke, liebe Paperthin. Also los, zu dieser Runde:

Was würdest du gern mit ihr/ihm unternehmen und was würdest du fragen?

Ui, das ist wieder eine tolle Frage, bei der ich mich so richtig auslassen möchte:

Zuallerallererst würde ich sofort Fuchur aus "Der unendlichen Geschichte" treffen wollen. Ich glaube, Fuchur würde meiner Seele unglaublich gut tun. Ich glaube ja, Fuchur ist der Yoda der Kinderliteratur: ein Quell der Weisheit und Glückseligkeit. Aber das zeigt sich ja von selbst, ist er doch ein Glücksdrachen. Ich meine, HALLO, glücksDRACHE - GLÜCKsdrache. Außerdem kann er fliegen, ich würde wohl stundenlang mit ihm durch Wolken fliegen - Schönwetterwolken und Regenwolken, ganz egal. Und Abends würde ich mich an ihn ankuscheln, und mich mit seinem weichen Fell zudecken. Und was ich ihn Fragen würde? Natürlich wie man glücklich wird, ist doch klar. Aehm, noch Fragen?
Gleich danach würde ich gerne Meister Horatio aus "Momo" treffen, was wohl daran liegt, dass ich eine Menge Fragen zur Zeit habe und vor allem, warum sie einem immer so unstet vorkommt. Man merkt schon, ich hätte Michael Ende Löcher in den Bauch gefragt, lebte er noch. Naja. Es bleiben die Bücher, und die kann man ja immer und immer wieder lesen.
Gleich daran fügen möchte ich noch Hildegunst von Mythenmetz aus Zamonien, welcher Burrnarr würde nicht für die Möglichkeit durchs Buchlabyrinth stöbern zu dürfen und dabei sooo viele Geschichten erfahren zu können, sterben?

Dann würde ich wirklich natürlich auch gern mal nach Hogwarts. Also naja, eigentlich würde ich mich tierisch gern mit Sirius Black aus der "Harry Potter"-Reihe unterhalten wollen. Ich fand/finde, der kam mächtig zu kurz in der Geschichte. Ich glaube mit den Charakter könnte man ganze Abende verdiskutieren und philosophierend und hätte immer eine Menge Spaß dabei. Ganz nebenbei würde ich mich auch von Hermione belehren lassen, stundenlang. Ehrlich. Auch Dobby hätte ich gerne mal kennengelernt. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, dann Sirius. Auch wenn seine Familiengeschichte sicherlich so einiges Geheimnisvolle noch ans Tageslicht befördern würde. Hach, die Möglichkeit da noch eine Facette zu erfahren, wär einfach toll.

Hmh. Außerdem wäre da noch mein Lieblingscharakter Yossarian aus "Catch22" oder dem "IKS-Haken" - ein für mich faszinierender Charakter mit dem ich nebenbei seine gesamten Kollegen gern kennengelernt hätte - allesamt. Das wär' sicherlich äusserst genial. Ich würde mich auch freiwillig von Milo Minderbinder über den Tisch ziehen lassen, mehrfach und wiederholend. Wär' mir egal. Allerdings würde ich ungern mit Yossarian auf Feindflug gehen. Nicht nur aus Heidenangst (da wär ' ich Schisser) ich glaub Yossarians Angst würde mich schlicht durchdrehen lassen.  Und wo wir grad dabei sind auch den Autoren Joseph Heller und seinen Freund Speed Vogel würde ich gern mal ... auf einen Kaffee treffen? Oder doch lieber ein Wein oder ein Bier?

Ganz interessant stelle ich es mir auch vor einen Gestaltwandler zu treffen. Da gibt es ja in der Literatur gerade viele: Für mich am interessantesten wäre wohl Alessandro, der in Kai Meyers "Arkadien"-Reihe zum Panther wird. Auch wenn ich massig Schiss hätte - ich mein, Panther?. Aber den würde ich zur Mafia Löcher in den Bauch fragen wollen, wahrscheinlich würde er nicht antworten. So wie ich ihn einschätze, dann lieber doch mit Mercy, der Koyotin, aus Patriccia Briggs "Mercedes Thompson"-Serie? Mit ihr trifft man sehr merkwürdige Figuren - ob Elfen, Werwölfe, Vampire, Gestaltwander, Hexen, Zwerge... Ihre ganze Welt ist ein einziges fantastisches Dickicht, das würde ich definitiv nicht OHNE sie machen. Aber ich glaube, sie wär' wirklich extrem cool. Ausserdem würde ich so endlich was über Autos lernen.
 Und wo wir dabei sind Dhampirin Rose aus Michelle Reads "Vampire Academy"-Reihe wär sicher auch eine gute Wahl zum abhängen. Wobei da vielleicht die Alchimistin Sydney eine noch interessantere Figur ist. Egal, jeder der Figuren könnte ich nicht das Wasser reichen. Aber naja, treffen würde ich sie trotzdem gern.

Wenn ich aus einem aktuellen Buch wählen müsste, dass ich gerade lese, wäre es wohl Day aus den "Legend"-Büchern von Marie Lu, weil der glaube ich sehr viel Tiefgang hat und sicher viel zu erzählen, ich fürchte nur ich wär' ihm zu tapsig und laut und unbedacht und vor allem zu unschnell, dass ihm das etwas zu gefährlich wär'. Ich würde kein Stunde überleben.

Aber eigentlich würde ich gern in fast jedem Buch dass ich lese, mal die eine oder andere Figur treffen. In meinen Träumen mache ich das oft. Sehr oft. Ich liebe Buchwelten. Deswegen lese ich. Mit jedem Buch kommt eine Traumtür hinzu, die ich gegebenenfalls im Traum öffnen kann.

Ach und wo wir gerade dabei sind, mit dem verrückten Hutmacher aus "Alice im Wunderland" würde ich gerne eine Tasse Tee trinken - allerdings hab bzw. hatte  ich aber schon immer panische Angst vor der Herzkönigin... und der Grinsekatze... und der riesigen Raupe! Also wohl eher dann doch nicht - es sei denn er hopst mal hier vorbei. Dann gerne und jeglichen Tee. Ehrlich. Ich trag auch ein Hut, oder zehn. Mir egal.

2013/05/10

Freitagsfüller #215 - einfach mal wieder


1.  Am besten gefällt mir die momentanen Feiertage, die die Arbeitswochen zo kurz machen, das puscht meine Motivation im Moment sehr.
2.  Dank dem freien Tag des Helden, hatte ich ein etwas späteres, aber entspanntes gemeinsames Mahl samt Kaffee heute morgen zum Frühstück.
3.  Ha, sie dachten das Wetter würde besser, und schon regnet es wieder .
4.   Mein neuer Designersessel ist wirklich (äußerst) bequem.
5.  Das Wichtigste ist, ist das wir alle gesund und munter sind und mir meine Arbeit Spaß macht .
6.  Flieder riecht (für mich trotz Allgergien einfach) unwiederstehlich.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein leckeres Restechilli und chillen, morgen habe ich Hausarbeit und so geplant und Sonntag möchte ich hoffentlich auf dem Balkon entspannen !

Wer beim Freitagsfüller mitspielen will, "klaut" sich die Fragen bei der Barbara, beantwortet sie direkt dort im Kommentar oder auf seinem Blog und verlinkt dass dann dort. 
Viel Spaß beim Ausfüllen und hoffentlich ein schönes und sonniges Wochenende!

nette "wilde" Arbeitsbesuche - oder "I work in a jungle"


Auch wenn ich gestern ein bißchen Ersatzbegleitung für meinen Helden zum Männertag spielte (ein paar Fotos dazu folgen sicher am Wochenende, denn es wurde ein wirklich toller Ausflug trotz und wegen der 35-40km Radtour gen Rathen in der sächsischen Schweiz) und es sehr nett fand, ein klein wenig Einblick in diese hier in Dresden doch sehr ernstgenommen "Männertagsausflugstradition" mit Bollerwagen und Co zu bekommen, war ich heute morgen pünktlich am Arbeitsschreibtisch und mein Enthusiasmus trotz stetigem Regenwetter wurde belohnt.

Bekam ich doch Besuch von unserem wilden Hinterhofhasen, den ich schon im Winter ab und zu  von meinem Schreibtisch beobachten durfte. Da es diesmal wirklich still hier war (ich war die einzige im Haus, alle anderen waren wohl noch etwas Feiertagsmüde), schaffte ich es, den kleinen Gefährten mit dem iPhone abzulichten.

Als Mümmelsbesitzer freue ich mich über solch frühen Besuch natürlich sehr. Ist er/sie nicht niedlich?

inbetween: romantischer Sonnenuntergang in Rathen


2013/05/08

viel Kaffee - denn Kaffee braucht die (Arbeits-)welt

Latte Macchiato mit Mandel-Sojamilch und Milchschaum satt
http://instagram.com/p/ZApo-_nQJ2/
Wer mich privat und nicht nur virtuell kennt, weiss das meinereiner geringfügig kaffeesüchtig ist. Wer mir auf instagr.am folgt, weiss es aufgrund meiner Bilder. Denn stetig gibt es mindestens einmal wöchentlich ein Kaffeebild. Denn Kaffee bestimmt mein Tagesgeschehen. So 2-8 Kaffee pro Tag ist mein Pensum und ohne sollte man mich besser nicht ansprechen, also nicht, wenn ich nicht ausgeschlafen habe.

Aber auf Arbeit ist mein erster Weg zu Gina, meiner neuen alten Arbeitskaffevollautomat, die ich abgöttisch liebe, weil sie mich zuverlässig mit gutem Kaffee versorgt. Frische Bohnen gemahlen, gebrüht und mit 15bar in mein Tässchen gepresst. Ich liebe es. Und mit ein bisschen Aufwand kann sie auch einen Latte Macchiato, für den 2. bis 3. Kaffe am Tag perfekt. Wenn ich nicht Lust auf ein Cappuccino mag und je nach Tagesform sieht der spitze aus - im moment misst mein Latte Macchiato 200ml aufgeschäumte Milch mit 2 Esspressi (also ein sehr kurzen starken und ein normalen) mit einem kleinen Löffel Zucker.
Latte Macchiato - yummy
http://instagram.com/p/YvMiYUHQGz/
Kaffeesucht in Kaffeebechern... Und ja ich liebe Tassen und benutze sie
http://instagram.com/p/YcnmUQnQI_/
Ja, manchmal braucht es zwei Kaffee, je nach Tagesform
http://instagram.com/p/Yj5ugxHQNp/
Überraschung, ein Latte Macchiato.... Ja, im OppacherGlas.
http://instagram.com/p/YMlKm3nQPh/
Ein Espresso von Giovanni, sehr stark!

2013/05/07

Alles neu macht der Mai, oder wenn die Momo selbst die Wand anmalt...

In der letzten Wohnung war mein Schlafzimmer wohl mit das knalligsten Zimmer, was daran liegt, dass ich im Winter schnell Depressionen kriege und dann brauche ich morgens extra Motivations zum Aufstehen. Da ich ein sehr farbempfindlicher Mensch bin - bei mir übersetzen sich Farben eigentlich direkt in Gefühle - hatte ich mich für ein knalliges Orange mit hohem Rotanteil entschieden, welches dass Zimmer bei Sonneneinstrahlung regelrecht zum Glühen brachten. Es strahlte und man konnte fats gar keine schlechte Laune haben.

Mit den hellen Möbeln und dem dunklen Boden gab es wahnsinnig tolle Kontraste. Ich liebte dieses Schlafzimmer und seine Farbgestaltung.

Allerdings war - verständlicherweise - mein Held nicht immer so angetan von der Farbwahl und so haben wir uns früh entschieden, das neue riesige Schlafzimmer ruhiger zu gestalten... Dafür ist jetzt meine Küche knallig und positiv. Und sicher wird es auch irgendwo eine farbliche Reminizens and mein altes Schlafzimmer geben.

Das neue sollte erstmal weiss bleiben, mit ein paar braunen Akzenten, aber schon mit den lackweissen Kleiderschrank wurde es mir schnell zu weiss und so suchten wir nach 2 passenden Brauntönen, die den hellen Wunsch meines Helden genauso erfüllten, und zum Boden (mit Parkett und Fussbodenheizung drunter) passten und meinem dunklen Wunsch um unseren weissen Bett ein bisschen Kontrast und Tiefe zu geben.

Und dann haben wir im neuen Schlafzimmer (ich nenne es auch gerne Ballsaal, weil wir von winzig auf gross gewechselt haben, und ich dessen Grösse einfach wirklich geniesse. Soviel Platz, so viel Weite im Schlafzimmer. Ganz fertig bin ich dabei noch nicht, aber es wird und mit den zwei Brauntönen bin ich so richtig glücklich.


Das Helle nennt sich ganz offiziell "Nordseestrand", dass ich aber sofort in "Milchkaffee" umtaufte... denn mein wochenendlicher Morgen-Latte-Macchiato ist hat umgerührt genau diese Farbe. Und das Dunkle nenne ich entweder "Cappuccino Dopio" (also mit zwei Espressi) oder "Lindt Vollmilch" :)

Und dank meiner jahrelangen Malererfahrung habe ich auch eine wirklich spitzenmäßig geradlinige (unausgefranste) Linie hinbekommen, die dank des Laserniviliergerätes auch ganz sicher ganze waagerecht bzw. vertikal ist...

Denn gerade im Schlafzimmer stören ja diese kleinen Details, wenn sie nicht perfekt sind!

Und die kleinen Details kommen noch, so will ich ein paar stilisierte Vögel auf diese Linie malen und vielleicht sogar eine Eule auf einem Ast, wie in diesem Bild hier (übrigens ein der meist besuchten Artikel meines Blogs hier.) Natürlich nur in dem braun und ein bißchen stilisierter...


2013/05/06

Montagsfrage X: Welches Buch hast du am Wochenende gelesen?


Und auch diesmal gibt es Montag eine Bücherfrage von Paperthin. Und welch' ein Glück, ich hatte genug Zeit am Wochenende, dass ich eine zufriedenstellende Anwtort geben kann.
Die Montagsfrage ist eine wöchentliche Aktion von paperthin, die immer Montags eine buchrelevante Frage stellt. Mal klein, mal umfangreicher und immer ist mitmachen gefragt. 


Welches Buch hast du am Wochenende gelesen?
Hach wie gut, dass ich mich doch aufraffen konnte und Freitag und Samstag dadurch zum lesen gekommen bin. Und das Buch war sogar besser als gedacht, auch wenn es seine Schwächen hatte. Aber da es young adult Literatur war, ist es aus meiner Sicht meistens so.
Ich las "adorkable" von Sarra Manning als ebook - bei mir ist das dann meist ein kindle read. Und diesmal zu 90% tatsächlich auf dem kindle gelesen, und nicht nur in der App. Im deutschen heisst der Untertitel: "Zwei, die sich hassen … und lieben - Liebe auf den 2. Klick", ich las es allerdings in Originalsprache Englisch.

Dabei geht es um Jeane, einen Dork (Freak) wie er im Buche steht, die aus ihren "Dorksein" eine Marke macht. Ein Blog, ein Twitteraccount mit einer halben Million Follower, aber auf ihrer Highschool eher allein - einsam. Aber dahin geht sie eh nur, weil es Teil des Deals mit ihren geschiedenen Eltern ist. Sie lebt bei Bethan, ihrer Schwester, die aber nach ihrem Studium nach Chicago ist, um ihre Assistenzjahre abzusolvieren. Und so lebt Jeane allein, ab und zu unter der Fuchtel der zwei schwulen Nachbarn und ernährt sich Haribo und  FastFood und geht in und aus der Schule ihrem Dorkbusiness nach. Sie wird als Stimme ihrer Generation gesehen und öfter für Reden und Auftritte gebucht. 
In ihrer Schule weiss das niemand, auch nicht der Schulschwarm schlechthin, der allerdings zuerst mitkriegt, dass seine Freundin mit ihrem Freund anbandelt. Und ehe man sich versieht (mir kam es ja eher relativ spät vor, wenn man die Art von Buch kennt), dass die beiden sich näher kommen. Allerdings nur körperlich, denn eigentlich passen sie ja gar nicht zusammen. Aber er/sie küsst doch sooo gut. 

Was mir gefiel, war die erfrischende Ehrlichkeit. In diesem Buch ist Sex zwar nicht das Hauptthema, aber eben auch kein Tabu. Und auch das am Anfang nicht alles perfekt ist. Überhaupt merkt der Leser schnell, dass an Jeanes Leben so einiges nicht perfekt oder gar gut ist, aber sie hat sich arrangiert.
Etwas deplatziert fand ich den amerikanischen Weg, dass sie zwischenzeitlich ihr Anderssein derart in Frage stellt, dass sie sich anpasst und mitschwimmen will. Jetzt müssen ihr andere sagen, dass sie nunmal anders ist und sich nicht verstellen soll. Die Stelle fand ich mit Verlaub etwas schwierig.

Aber die jugendliche Sprache, die überraschenderweise kaum peinlich ist, sondern eher realistisch und authentisch rüberkommt, allerdings zum Großteil harmlos ist.
Insgesamt ein durchschnittlich bis gutes Buch, was ich aber empfehle im Englischen zu lesen. Schon im englischen hatte ich oft das Gefühl, dass man die Zwischentöne wohl schwer im deutschen treffen kann. Ein nettes Zwischendurchbuch mit Höhen, allerdings muss man diese Art von Buch mögen.


2013/05/03

Filmtip: arte - Du gehst nicht allein

Bild via moviepilot.de,
wo es auch eine fantastische Filmkritik gibt.
Ihr wisst, ja, ich rezensiere ungern Filme. Aber letzte Woche lief gerade auf arte der sonderbare Film "Du gehst nicht allein" mit der wunderbaren Claire Danes in einer wahren Paraderolle. Ganz anders als wir sie sonst kennen, aber nichtsdestotrotz einfach genial und sehr ergreifend, denn sie lässt den Zuschauer an dem inneren Zwiespalt sehr gut teilhaben. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, Autismus nahe zu kommen. Das Innere, die Zerissenheit zu sehen.  Zurecht wurde die Darstellerin nicht nur mit dem Emmy, nein auch mit dem Golden Globe und den Screen-Actors Guilde-Award für ihre wirklich herausragende Leistung belohnt. Und auch der Regisseur Mick Jackson gewann den Emmy für Regie, Schnitt und Musik.

"Du gehst nicht allein" ist die Verfilmung einer autobiografischen Geschichte, der wahren Temple Gradin. Sie wurde 1947 in Boston geboren und gilt heute als Expertin - sowohl auf dem Gebiet der Verhaltensbiologie von Nutztieren, als auch wenn es um Autismus geht - in beiden Feldern ist sie führend.

Und auch wenn es viele Filme und Geschichten über Autismus gibt, keiner konnte mir bisher diese Welt erklären.

Temple Gradin ist anders, sie ist besonders. Sie spricht nur wenig, eigentlich nur das allernotwendigste und sie kann körperliche Nähe schlicht nicht ertragen. Und trotzdem sehn sie sich nach Geborgenheit. Und sie nimmt die Dinge anders wahr, denn sie denkt, sie sieht die in Bildern. Und kann sich so ALLES merken. Ihre Mutter - selbst hochstudiert - bemerkt schnell ihre Andersartigkeit - und obwohl diagnostiziert, weigert sie sich, wie damals üblich, solche Kinder in Heime abzuschieben. Es ist auch das Portrait der Mutter, obwohl sie "objektiv weiss", dass sie nichts anders - oder falsch gemacht, als bei ihren anderen Kindern, sich ständig die Schuld gibt und dennoch kämpft. Für ihre Tochter.
Anstatt sie in ein Heim zu geben, erarbeitet sie sich Stück für Stück individuelle Methoden im Umgang mit Ihrer Tochter.

Mit ihr und dem engagierten Lehrer Dr. Carlock schafft Temple den Schulabschluss und auf ein College. Doch das ist zu Anfang ein einziger Albtraum . Die unbekannten Menschen, die unbekannten Umgebung, die ihr nicht bekannten Regeln. In einem Panikanfall baut sie eine spezielle Maschine, an die sich sich erinnert von ihrem Farmausflug zuvor, bei der Rinder "eingeklemmt werden" um geimpft werden zu können. Sie baut eine Umarmungs-Maschine, was ihre sozialen Problem nicht gerade verringert.

Erst als sie eine hervorragende wissenschaftliche Arbeit - eine auf Forschung beruhende, wissenschaftliche Begründung ob der Wirksamkeit ihrer Erfindung - abgibt, erhält sie widerwillig die Erlaubnis diese zu behalten und freundet  sich langsam mit ihrer blinden (und damit vorurteilsfreieren) Mitbewohnerin an.

Doch trotz dieser Erfolge, stösst sie im Laufe ihrer Karriere imm wieder auf alle Arten der üblichen Vorurteile.

Und damit ist "Du gehst nicht allein" einfach ein faszinierendes Portrait über die autistische Wissenschaftlerin Temple Gradin, die in einer Zeit aufwuchs, in dem Autismus eine Störung war, die schlicht nicht gesellschaftsfähig war.

Heute hat Temple Grandin mehrere Bücher herausgebracht, die meisten Fachtitel. Aber eben auch unter anderen ihre Autobiografie, im Originaltitel "Thinking in pictures", auf dem auch dieser Film basiert, der von HBO 2010 produziert wurde.

FAZIT: Absolut und unbedingt sehenswert und wenn nur aufgrund der brillianten Schauspielerleistung von Claire Danes ist. Und weil man endlich verstehen kann.


"Du gehst nicht allein" - "Temple Graden" - US
Laufzeit 103 Minuten,  Drama 
Regie:  Mick Jackson
Drehbuch: Merritt Johnson,  Christopher Monger,  William Merritt Johnson
Produzent: Scott Ferguson