2013/06/28

in between: wenn Bücher wohnen - Teil 3

momentaner Zustand des Bücherwohnens im Wohnzimmer
(via Wehrsdorfer Werkstätten)
Danke an alle, die so mit mir mitfiebern und meine Gedanken, Sorgen und vor allem wirren Eingebungen bezüglich unseres Bücherwohnens ein bisschen teilen.

"So langsam wird's...  " würde ich unsere momentane Situation einschätzen. noch längst sind nicht alle Schätze verstaut, und wie ich ja schonmal anmerkte, werden auch nicht alle Bücher ein ZuHause finden. Einige werde ich aussortieren, einige tauschen.

Und dann ist da die Problematik, dass nicht alle Bücher in unserem Schätzchen wohnen werden. Einige ziehen in den oberen Flur, wo wir Billy angepasst haben. Das ist nicht unbedingt ein "ausweisen", denn das bedeutet auch, sie sind näher an Bett und Badewanne, was bezüglich meiner Lesevorlieben eher ein Vorteil ist. Bei ein paar reihen fehlen noch Bücher, die sind familär ausgeliehen oder befinden sich noch in einer Tasche. Jetzt rächt sich, die etwas unkonventionelle Packung. Denn noch sind gut 6 Taschen (also ca 300Bücher) nicht eingeräumt. Das sind einige Fachbücher, einige Belletristik und eben auch die, die vorher auf diversen "Lese"-Stapeln lagen. Denn zwar hatten wir vorher ein RIESENregal, aber eben auch diverse kleine "Lese"-Stapel in der Wohnung verteilt.

Zum Beispiel im Bad. Ja, ich hatte ein Badewannen-Buchregal. Ich sehe gerade einige Leser entsetzt schreien und einige überrascht nicken, denn so ein Badewannen-Buchregal ist überraschend praktisch. Für den Fall, das aktuelle Buch gefiel mir spontan (während ich in der Wanne las) gar nicht mehr, oder ich hatte es schneller als gedacht ausgelesen hatte, dann hatte ich ein von der Badewanne erreichbares Regal. Dorthin wanderten Bücher, die im normalen Lesefluss untergingen, kleine Zwischendurch-Bücher, sehr Unterschiedliches. So 10-15 Stück. Keine Lieblinsgbücher, weil ganz ehrlich, Badezimmerluft (feucht und warm), ist jetzt nicht die beste für Buchschätze.

Zurück zum eigentlichen. Das meiste hat seinen Platz gefunden, mit noch nicht allem bin ich zufrieden. Hier und darf bedarf es an den Regalböden noch an Verstellungen - auch wenn da die Symmetrie flöten geht. Wie ihr seht stehen einige in Zweierreihen, manche in den hinteren Reihen sind etwas unüblich gelegt. Das grösste Problem ist da, was kommt hoch, was runter. Reicht der Platz und bisher ist es leider so gar nicht für die Zukunft ausgelegt. So ein MIST.

Übrigens hinter der Glastür stehen auch Bücher, und ja wir diskutieren heftig, ob dem Sinn der Glastür. Ich will sie NICHT, der Held liebt sie. HACH. Kompliziert. 

der Digg Reader - meine neue Alternative, die wohl bleibt

Ja, ich weiss, ich bin spät dran. Was daran liegt, dass ich bisher nichts, aber nichts gefunden habe, was mich auch nur annähernd angesprochen hat. und seit der Nachricht, war ich wirklich auf der SUCHE ...

Wovon ich rede? (Ich sehe gerade meine Leser entsetzt vor mir, vor sich hinmurmelnd "Von was faselt die Alte da eigentlich?") Ich rede von der google-Reader Alternative. Diese wird ja jetzt bald - also in nur 3 Tagen abgeschaltet. Am 1.Juli ist offiziell Schluss. *hoil*
Und ehrlich mir hat's jeden Morgen, wenn ich meine Feeds durchgeschaut haben, fast immer die Tränen in die Augen getrieben, zu wissen, dass dieser weg "geht".

Denn ehrlich ich liebe meinen google reader. Diese page war - egal wo ich war - immer AUF. Ich habe meinen google account genau wegen dem READER. Also ja, mich hatte die Nachricht massivst getroffen und so war ich auf der Suche.
Für mein iPad habe ich Flipboard als App und bin auch halbwegs - also meist - zufrieden. Aber meine iPad benutze ich aber in der Freizeit, auffa Couch, im Bett, aufm Balkon - eben wenn ich ZEIT habe.
Mein feed reader sammelt aber auch arbeitsrelevante News. So zum Beispiel den feed von heise, von t3n, von Designern, Developern ect. Ich brauchen DEN. Schnell und übersichtlich!

Also habe ich gesucht... und meine Güte, was habe ich gesucht.

  • feebly wird von vielen geliebt, scheidet für mich aber aus, weil ne App. Ich brauch ne webpage, etwas das wirklich überall - nicht nur auf meinen Geräten - verfügbar ist
  • newsblur hat mcih so gar nicht angesprochen
  • Goodnoows war anfangs meine Hoffnung, aber mit dem Ansturm der google reader reader wurde das ganze sehr langsam, nicht wirklich stabil und auf dauer war mir das Design zu anstrengend. Nichts das man als kleinen Fenster einfach immer "ON" hatte
  • Old Reader, aber auch hier hatte ich Probleme und so wirklich anfreunden konnte ich mich mit den Farben nicht...
  • Fever - wieder ne App
  • Feedreader - ne eigenes Programm??? 
und dann kündigten die von digg.com an einen google Reader nachzubauen. Also deren blog in die Favoriten und (passenderweise) in den Feedreader importiert und gewartet.. 

- Mitte des Monats panisch geworden, und mich für einen beta account beworben. -

Heute kam die Mail, und der Zugang. Alles ging verdammt einfach und der erste Blick überzeugt mich. Bisher hat mich NICHTS gestört. 

Simple, einfach, aufgeräumt.
DANKE! GEHT DOCH!

2013/06/27

Leserunde - Artikel 5 - Diskussion Woche I

Viele Young Adult Bücher - ob cheesy Romance oder Dystopie, ob Fantasy oder Drama - haben - das sagt der Name ja schon - junge Hauptprotagonisten.

Etwas, dass mir schon lange auffällt ist dabei, dass hier meist das Kind die Rolle der Eltern übernimmt: Manchmal sind die Eltern tot, manchmal einfach nur weg, meist verhalten diese sich aber umgekehrt - also kindisch. In jedem Fall nicht verantwortungsvoll.
Ob das eine Bella aus Twilight ist, deren Mutter sich eher treiben lässt, oder Dawn aus der Dämon(en)reihe, deren Verwandtschaft gleich gesamt von der Autorin gekillt wurde ... 
Die Liste ist fast unendlich lang, allein wenn ich meine letzten hier rezensierten Bücher nehme:

  • im kürzlich rezensierten "One week girlfriend" ist die Mutter von Fable alkoholkrank, sie zieht ihren kleinen Bruder auf
  • auch bei Amanda Hocking in "Unter dem Vampirmond" ist Alice's Mutter nie zu Hause und wenn dann unter Alkohol- oder Drogeneinfluß
  • in der von mir rezensierten Hörbuchversion von Jennifer Donelly's "Blut der Lilie" ist die Mutter von Hauptfigur Andi depressiv aufgrund des Tod ihres Sohnes und eigentlich nicht ansprechbar
  • in Susan Ee's "Angelfall" (meinen momentanen Buch des Jahres) ist Penryn vom Vater verlassen, kümmert sich um ihre im Rollstuhl sitzende Schwester Paige während die Mutter mit ihren eigenen Dämonen kämpft - und nett formuliert am Rad dreht
  • in Marie Lu's "Legend", haben beide Figuren ihre Familien verlassen. Day um seine zu schützen, June hat ihren einzigen Verwandeten - ihren Bruder Metias verloren
  • ...
Ich schliesse hier mal die Liste, auch wenn ich sicher noch massig mehr Beispiele habe. Die Frage ist, warum machen Autoren aus ihren Figuren "kleine Erwachsene". Gibt das eine bessere Geschichte?
Ich meine, natürlich verstehe ich, dass ein Buch spannende Hintergrundgeschichte, schwierige Vergangenheiten der Protagonisten brauch, um eine gute, tiefe Geschichte zu liefern. Aber mir fällt massiv auf, dass Eltern (und hier scheint der Tod die "liebevollere" Methode zu sein) massiv niedergedrückt werden, häufig schlecht wegkommen und meist Problem sind. Während die 'Kinder/Jugendliche" viel zu früh erwachsen werden mussten. 
Warum ist das so? Bedarf es "erwachsenen" Charaktereigenschaften für ein spannendes Buch? Es heisst doch Young Adult, die meisten Figuren scheinen nur alterstechnisch "young" zu sein, innerlich scheint das hingegen oft ausgeklammert zu werden. 

Und auch im Artikel 5 - dem Buch unserer Leserunde - ist Protagonisten Ember eher besorgt um ihrer Mutter, die eher fahrlässig ist. Sie wird auf den ersten Seiten als unbesorgt, vielleicht sogar unbedarft  eingestuft und (auch wenn die Sicht etwas eingeschränkt ist), scheint sich unsere Hauptdarstellerin mehr Sorgen um ihre Mutter als um sich zu machen. 


Nach nun - leider nicht so zahlreich wie erhofften Kommentaren zum eigentlichen Buch, dachte ich, ich stosse ein paar allgemeinere Diskussionen an. 

2013/06/26

Wenn sich Klischees überraschend spannend und gut lesen

kurz&gut: Monica Murphy - "One week girl friend" - ebook (kindle) - [englisch]


Erste Schritte
Schon der Titel macht klar, worum es geht. Okay vergesst den Titel, das Cover sollte jedem klar machen, hier geht's um eine cheesy Love Story.
"Too caught up. Those three little words ring through my head over and over. The perfect description of how I'm feeling at his very moment."

Wer ist drin?

Es geht um Drew Callaghan, der College Dream Boy und Football Star, und um Fable, die aufgrund einer alkoholkranken Mutter ihren kleinen Bruder erzieht. Das bedeutet Aushilfsjob statt Ausbildung(College) und wenig Zeit für Jugend.

Aber trotz Fables "fucked-up-life-Situation" geht es weniger um ihr Leben als um das von Drew, hinter dessen Fassade es noch viel mehr kriselt.

Wie liest's sich?
Die Kapitel sind abwechselnd aus Drews und Fables Sicht geschrieben, zumeist im Präsens und im Ich-Erzählstil. Erstaunlicherweise gibt es so wenig Wiederholungen und der Leser bekommt eine umfassende Sicht. Es geht - spoilerfrei, denn der Titel verrät's - um eine geschäftliche Abmachung: Die immer Geld benötigende Fable willigt ein, für die Thanksgiving-Woche Drews Freundin - und damit "Puffer" beim obligatorischen Familienbesuch - zu spielen. Dabei kommen die dunklen Familiengeheimnisse zum Vorschein und - Überraschung - die Protagonisten bekommen Schwierigkeiten mit ihrem Arrangement.

Wie ist es erzählt?
YA (Young Adult) liest sich meist einfach und flüssig weg. Das liegt sicher vor allem am der umgangssprachlichen, einfachem englischen Sprache, dass oft viele Gespräche statt Beschreibungen beinhaltet. Es ist eben weniger anspruchsvoll, "Entertainment" ist hier wohl eher das Zauberwort.
Und auch wenn gerade die Geschichte voller Klischees ist und sogar damit (mehrfach) kokettiert wird: "All those clichés you read about in books and see on TV or movies, that's me. I am a walking cliché. I'm also the town slut whose not as slutty as everyone thinks she is - again, another cliché." (M.Murphy, Fables Sicht)
Und so ist die Story zwar an sich und in sich vorhersehbar, behält aber trotzdem ununterbrochen ihren Unterhaltungswert, sie ist kurzweilig, und macht damit den gerade mal 280Seiten aller Ehren wert.

Zitate

"Temporary. That one single word best describes my life these last few years."

"I'm starting to realize money doesn't buy happiness at all. And there I go again, I'm another walking talking cliche." (Murphy, page 47)


Gutes & Schlechtes 




+ die Sprache, der Sprachwitz und die Schlagfertigkeit der Protagonisten
+ die Story liest sich einfach weg, hat einen hohen Unterhaltunsgwert

- an einigen Stellen sind die Knackpunkte allzu vorhersehbar
- Nebenfiguren haben wenig Raum und noch weniger Tiefe.


  
Fazit:
Tolles Zwischendurchbuch, ohne viel Überraschungen aber viel Unterhaltung, etwas Smut und durchaus gut geschrieben.
Fazit: 4 von 6 Sternen
aufgeschlüsselt:
Story: 4 / 6
Sprache: 3 / 6 
Charaktere: 4 / 6
Spannung: 4 / 6
fikt.Welt: 4 / 6 



One week girlfriend - Band I - Monica Murphy - Bantam  - Januar 2013 - [englisch] - ISBN-10: 0804176787 - ISBN-13: 978-0804176781 - ASIN: B00CMB9HB8 - z.Z. 0,62Euro






2013/06/25

Wie Müller bin ich?

Gestern startete wohl auf ZDF die Dokumenationsreihe von Terra X über den Durchschnittsdeutschen, passenderweise Müller genannt. (Die ich im übrigen aufgrund einer tollen Birthday-BBQ-Party verpasst habe - es gab belgisches BIER!)

Dazu entsprechend findet man online den wirklich überaus schicken und gut gemachten Müllermeter, mit dem man seine "Durchschnitts-Deutschheit" messen kann. (Das kann man übrigens gerne auch als Europäer/Internationaler oder anderweitiger Alien, denn wie ich aus Erfahrung weiss, sind viele meiner internationalen Kollegen teilweise durchschnittdeutscher als man das so vermuten würde). Denn der Müllermeter schaut nicht auf irgendwelche kulturellen, genetischen oder sonstigen Herkünfte, er ermittelt das strikt an den durchschnittlich alltäglichen Gewohnheiten der Einwohner Deutschlands. 

Also wie sehr liegt man im Durchschnitt so als Deutscher, ganz abhängig seiner Gewohnheiten... Wobei so ein Durchschnittsdeutscher (gottseidank) mittlerweile/heutzutage zu soundsoviel Prozent italienisch, spanisch, englisch und/oder amerikanisch, türkisch, asiatisch, afrikanisch,australisch polnisch, russisch und vielleicht auch ein bisschen hawaiianisch(?) ist. (Man konkateniere bitte weitere prozentual wichtige Anteile).
(c) ZDF, terra X oder whoever made the Müllermeter

Was ich eigentlich sagen wollte: Ich bin also zu gerade mal 57% durchschnittsdeutsch. Als Kind zweier deutscher Eltern, die auch jeweils deutsche Eltern hatten, sehe ich das als absoluten Gewinn der heutigen&früheren Einwanderer, die mich wohl gerade nur zur Hälfte durchschnittsdeutsch erscheinen lassen. Ich danke euch, ein Hoch auf kulturelle Vielfalt. 

Ich fühle mich sehr wohl so UNDURCHSCHNITTLICH MÜLLERISCH... 

Übrigens kriegt man als Dank so eine wunderbare Inforgrafik, die ich (weil ich einfach vermute dass das der NSA eh weiss) Euch gerne auch ganz zeige.

2013/06/24

Montagsfrage XVII: Welches Buch nimmst du mit in den Sommerurlaub?

Montags, und wie nun schon oft, fragt uns Paperthin über unsere Lesegwohnheiten aus. Heute geht's dabei um Sommer und Urlaub.
(c) Paperthin
Welches Buch nimmst du mit in den Sommerurlaub?
Mein Sommerurlaub ist meist eher so ein Herbsturlaub. Das ist eben so, wenn man in der Firma noch ohne Kind ist. Denn logisch, die Familien mit schulpflichtigen Kindern, haben Ferienvorrang. Aber das ist mir ganz recht so, ich mag meine Ferien weder zu warm noch zu überlaufen. 
Zu den Büchern, ich fahre gern mit meiner Familie in Urlaub. Ich war nie so ein, mit meinen Eltern möchte ich nicht gesehen werden Kind. Selbst zu Unizeiten habe ich mich gefreut, Familienurlaub zu machen. Nun fahren meine Eltern seltenst in Hotels sondern eher in Ferienhäuser und -wohnungen. So kann man sich gut aus dem Weg gehen im Zweifelsfall.

Viel toller ist aber, dass man so nur 2-3 Bücher mitbringen kann, aber trotzdem 8-10 lesen (natürlich vorausgesetzt, der Lesegeschmack ist ähnlich, aber ab und zu lese ich so auch genrefremd und entdecke so über den Tellerrand). Gerade am Strand kann man so schnell mal wechseln, ohne gleich ne eigene Lesetasche mitzunehmen. Und wenn jetzt noch ein, zwei einen vollgepackten kindle mit haben, sind die Leseferien perfekt. 
Einzige Regel wenn es geht keine Reihenbücher - Fortsetzungsromane mitnehmen. Also wenn dann Band 1 oder nur solche, die man auch ohne Vorwissen lesen kann. 

Und ja falls ihr mal 6 Personen - irgendwo - in ein Buch vertieft seht, ist das vielleicht meine Familie auf Urlaub. Das kann auch gerne mal mitten in der Stadt in einem Park sein, wenn alle ihre Füsse entspannen müssen, oder im Cafe. Bei uns schweigt man sich nicht an oder redet Small Talk, bei uns liest man. Jeder hat egal wo immer mind. ein Buch in der Tasche. Für Schlangen an Sehenswürdigkeiten, spontane Strandbesuche, lange Wartephasen im Restaurant. Wir reden auch gerne miteinander, aber noch lieber lesen wir miteinander.   

Leserunde - Artikel 5 von Simmons - erste Woche


Grundlegendes und Einführendes zur Leserunde gibt es hier, alles rund um und zu dieser Leserunde hier. Und natürlich auch Kalliopes Gedanken zu dieser Woche, spoilerfrei empfehle ich allerdings ihre Übersicht

Also gut, diese Woche hieß es Buch auf und los.  Und wie man ja an vorherigen Post gemerkt hat, hadere ich hauptsächlich mit mir selbst. Da ich ein Mensch bin, der sich schlecht Dinge merkt, dafür bleiben aber die unmöglichsten Details hängen, habe ich zu Schulzeiten immer wahre Notizkriege bei Buchbesprechungen geschrieben. Mit unterschiedlichsten Farben zu unterschiedlichen Facetten, nicht dass mir das jemals geholfen hätte, ich war immer mies, es sei den es gab eine Kreativaufgaben ala "Schreibe das Kapitel soundso aus Sicht des soundso, flechte in die Geschichte einen allwissenden Nebencharakter ein, usw. " 

Wie ihr wisst, lese ich ja die englische kindle-Version des Buches. Und so hat mein Unterbewusstsein auf 80 Seiten 48 Stellen markiert hat und auch noch gut 14 Notizen angemerkt hat. Normal lese ich anders - sehr viel entspannter. Da markiere ich mal hie und da, wenn ich ein Zitat finde, das postwürdig ist, was ich wiederfinden möchte, so wie ich auch in echten Bücher dann ein Zettel einfüge, oder (so zur Hand) so ein bunten Markieren einfüge, meist unauffällig. Seltens unterstreiche ich in Büchern, manchmal schreibe ich aber mit Bleistift, was daneben. Aber meist weniger. Oft will ich mir selbst einen reread nicht versauen. Ich sehe meine Vergesslichkeit in Büchern eher als absoluten Vorteil. Das sind auch alles Ausnahmen, meist lese ich sogar nebenbei. Ich bin ein sehr entspannter Leser, eine Referenz verpasst? So what?

Mal schauen, wie ich mich schlage, falls ihr euch wundert, ich habe beschlossen, den ersten Teil aus Kapitel 1-4 zu schreiben. Kapitel 5 bringt für mich schon zu viel anderes.

Worum geht's?
Ember lebt mit ihrer Mutter allein. Das allein ist nicht schlimm, nun ja. Im Amerika der Zukunft schon. Nach dem Krieg wird das Land mittels der sogenannten "Moralstatuten" regiert und da ist eine alleinerziehende Mutter, ein NICHT eheliches Kind ein Verbrechen. Und so landet Emder recht schnell in einer "Besserungsanstalt" in denen solchen unzivilisierten Fällen bis zum 18. Lebensjahr Moral und Anstand eingebläut werden sollen. Ember wird so Zeuge der unmenschlichen Methoden der Machtorgane des neuen Staates, wie sie versuchen IHRE Überzeugungen in ihre Untertanen versuchen zu pflanzen. 

(Achtung:  nach diesem Break geht's es detailreich weiter, in den ersten Kapiteln gibt es wohl wenig zu spoilern, aber seid gewarnt)

2013/06/23

where books live - Hier wohnen meine Bücher nun...

... naja nicht alle...

Das Sprichwort "Was lange währt, wird endlich gut" war noch nie wahrer als am Wochenende!


So ganz fertig und zufrieden bin ich - zum Beispiel mit der Sortierung - nicht. Es wird wohl auch noch einige Zeit brauchen, bis wir da zu einem Endgültigem gekommen sind...

In jedem Fall ist es da und aufgebaut, das neue Designerheim meiner Bücher aus den "Wehrsdorfer Werkstätten" in Wehrsdorf. Das liegt im sächsischen Erzgebirge, beinahe fats in Böhmen, recht idyllisch. Man könnte auch sagen, hinter den 7 Bergen. Aber eben auch nur 45km von uns entfernt. (lustigerweise an der Dresdner Strasse in Wehrsdorf gelegen).
ultimatives Schieberegal integriert - äußerst praktische Buchablage, für
aufgeschlagene Bücher oder Laptops - und natürlich: das erste Buch wohnt
Probe, ca. 10 Minuten nach vollendeter Auslieferung.
Inklusive Beleuchtung, den Schubfächern, einer ultra praktischen Buch- (bzw Laptop)ablage, diversen Kinkerlitzchen (wie Buchtreppen) und dem Schieberegal.
Mein absolutes Highlight, in das ich mich sofort verliebt hatte und das uns den ganzen Ärger beschert hat.

2013/06/22

where books live - kleine Riesenfreuden

DAS BUCHREGAL PASST...


... durch das Treppenhaus, und die ersten Teile sind in der Wohnung. Ich bin unfassbar überglücklich.. wollt ich nur mal gesagt haben!

fehlen ja nur 6 weitere... yeah!

2013/06/19

Leserunde zu "Artikel 5" von Simmon - Zwischenstand 1. Woche

Ein, zwei LeseAbend/e später, 2 1/2 Kapitel in der Story (10% oder 41 Seiten) und ich habe ein Problem.

Mein Kindle quillt über vor Notizen und Markierungen. Ich mache mir ernsthafte Gedanken, wie ich einen Post ohne Spoiler zustande kriege. Das hab ich mir nicht überlegt. Bei einem solchen dystopischen Thema ist es fast unmöglich zu diskutieren ohne nicht zumindest die Umstände, Grundsätzliches der Buchwelt preiszugeben. Bin ich zu kritisch? Ich glaub', der Anspruch einer Leserunde lässt mich zu kritisch lesen.

Naja, bis zum Wochenende ist ja noch Zeit. Wir werden sehen, ob sich meine Einwände zerstreuen, bzw. wie ich damit umgehe... Vielleicht zwei Posts, einen spoilerfreien Artikel und einen für Mitleser und schon das Buch gelesen Habende?
Klingt aufwändig... Sooo viele Gedanken...


Grundlegendes und Einführendes zur Leserunde gibt es hier, alles rund um und zu dieser Leserunde hier



inbetween: update von der Kräuterfront

Heute gibts mal wieder ein update von der Kräuterfront via instagr.am. Und weil ich ja nett bin, gibt's gleich das ganze Paket in einem - natürlich zeitlich reversed, also das aktuellste zuerst.

Wie man sieht, ist das Experiment diesmal gelungen. Kein allzu grosses Kunstück mit einem Ostfenster in der Küche. Denn entgegen der landläufigen Meinung, sind Ostfenster der Traum für Menschen mit einem brauen Daumen. Viel Licht, aber nur kurz direkte Sonne. Pflanzen lieben Ostfenster. So auch meine Kräuter.

Man sieht fast keinen Unterschied mehr, zwischen den schon gross gekauften (auf dem Markt, im Gartencenter und ja auch in der Gemüseabteilung des Supermarkts, wenn auch Bio) unten als Bild im Vergleich.
heute: spontanes Spriessen?
Nein, nur umgedreht, da wird's deutlicher
gestern....
Gepflanzt habe ich die Küchenkräuter von Ikea, die mit beschrifteten Papiertöpfen und Kokosfasern als Erde kommen, einfach in Wasser legen und schon hat man fluffige, weiche Erde. Aber Vorsicht, diese hat wenig Nährstoffe und neigt zu nassen Füssen, das mögen Kräuter gar nicht, also gerade zu Anfang vorsichtig giessen. Weniger ist mehr...

gepflanzt: Melisse, Basilikum, Thymian, Petersilie, Oregano und Koriander,
gross gekauft: Basikilum, Salbei, Lorbeer (!!!), glatte (italien) petersilie, und scharfen Oregano
haben würd ich noch gern Estragon und Schnittlauch (aber die vertragen sich GAR nicht mit dem Rest). Vor allem Schnittlauch sollte man getrennt halten (anderes Zimmer, andere Seite auf dem Balkon)
8. Juni - Auspflanzung in einen ordentlichen Blumenkasten
mit Kräutererde. Als Hilfe steht der Kassen mit den grossen,
ausgewachsenen gleich daneben - Abgucken uns so. 
14.Mai - immer schön gedreht... ausschliesslich mit Tee gedüngt
30.April - überall keimt's, der Standort stimmt.
29. April - in den ersten Töpfen keimt es
25. April - reichlich spät, aber wegen Umzug erst heute die
Aussaat der Küchenkräuter im Küchenfenster!



2013/06/18

where books live: how to fit the book shelf - was nicht passt, wird passend gemacht

Ich hätte es ja wissen sollen, aber kaum hatte ich den Post verfasst, fragten mich einige, was wir denn da so angepasst haben, bei Billy, dem (zusätzlichen) Bücherregal ?

Zugegeben, das Bild hat nicht den Schwierigkeitsgrad gezeigt, den uns das Regal aufgegeben hat, also hier ein paar Details:


Das ist sie also, die Wurzel allen Übels: sozusagen der Verteilungskasten für die Fussbodenheizung, die Rohre für die Wasserleitungen. (nebenan ist das Bad, und Elektrik hockt da drin.)
Das Ganze etwa 50cm breit, und nicht ganz 20cm tief, aber so 70cm hoch. Per Se fiel uns nichts ein, was man da praktisch oben drüber bauen könnte, was viel Staufläche für Bücher bietet ohne Platz zu verschenken.

Also hiess es, das ganze in ein Regal einzubauen.

Doch wie? Naja, um eventuelle Versägungen nicht ganz so dramatisch zu machen, entschieden wir uns für DAS Bücherregal aller Buchregale (was sicher auch am Preis liegt) = Billy.
Also Billy in weiss eingetütet (in 80cm und 40cm Breite), jeweils mit Aufsatz, wollten wir doch jeden cm nutzen.  und dann erstmal die Seitdenwand absägen, Die Rükcwand entsprechen aussägen und dann erstmal aufbauen, ohne Fuss...

Die entfernte Seitenwand, wurde dann nochmal am Fuss gekürzt - Fussbodenleiste - und an die Wand gebracht.


Damit muss man Billy von nur einer Seite und nicht beidseitig aufbauen, das verlangt etwas Improvisation (gerade bei der Rückwand), ein bisschen Fluchen, aber es ist machbar.

Und dann die kleinen Böden, neben dem Kasten, Bretter gekürzt, und andere Befestigungen gekauft, und dann mit der Bodenleiste geschwitzt! Denn natürlich ist die überall, was ein Spass. Aber was muss, dass muss.


Natürlich ist das nicht alles gewesen, an der Eckwand steht nämlich noch Hemnes, das Schuhregal. Und Hemnes steht perfekt da, es passt nämlich genau zwischen die Ecke und der Badtür.
Schade nur, dass somit Billy zu Tief für die übrig gebliebene Ecke ist, zumindest and der Oberkante von Hemnes, denn hier steht die Kommode (landhaustil-typisch) über. Was tun?

Die Ecke aussägen, und weil wir (also der Held, ich ja weniger) nun mal so perfektionistisch veranlagt sind, möge das bitte genau passen, also nicht zuviel absägen, nicht dass man den Pressspan sieht... Das sieht dann so aus.




Dagegen sind die (weiteren) Aussparungen der Fussbodenleiste und das "gerade so passen" des Aufsatzes fast ein Kinderspiel.
Und am Ende, habe ich so, beinahe 1,20m tollstes Buchregal, das man - gegebenenfalls evtl noch um 40cm - "anstocken" könnte.

Machen wir aber nicht. Hoffentlich.









2013/06/17

Montagsfrage XVI: Blätterst du beim Lesen zum Ende vor?

Kaum zu glauben, aber es ist schon wieder Montag und damit Zeit für dir Montagsfrage von Paperthin. Diese Rubrik ist ein bisschen zu einer Lieblingskategorie hier geworden. Und deswegen auch heute wieder:

(c) Paperthin

 Blätterst du beim Lesen zum Ende vor?

Natürlich ist mein erster Impuls - so als ordentlicher Lesefreak - "NEEEEEEEEIIIIIIN, niiiiiiieeeeeemals" zu schreien. Leider ist das nicht die ganze Wahrheit. 

Gerade wenn ich mit einem Buch hadere, ist mein erster Impuls nur ein paar Seiten zu überspringen. Wenn das nix hilft, gleich ein ganzes Kapitel weiter, also so fingerdick nach hinten. Kann mich immer noch nicht flashen, naja dann kommt's auf die Geschichte an: Bin ich schon so weit drin, dass ich trotzdem wissen muss, wie es ausgeht, blättere ich nach hinten. Meistens ist der zweite Fehlschlag schon ein Indiz, dass mich das Ende auch nicht mehr interessiert. 

Aber ja, ich gebe es zu, dass eine oder andere Mal habe ich es auch schon getan, und manchmal hat mich das bewogen, doch noch vorne weiter zu lesen. Es gab auch schon Bücher (die Titel habe ich verdrängt), die habe ich dann eher so von hinten nach vorn gelesen, also immer ein paar Seiten weiter vor, bis ich dann merkte, huch, jetzt hab ich ja doch das ganze Buch... 

Aber das sind die meist nicht so glanzvollen Ausnahmen, und ehrlich meist ist das Leseerlebnis von hinten nach vorn nicht so fantastisch. Ich nenne es eine Notmaßnahme, die nicht leichtfertig ausprobiert wird. Denn das erste (überraschende) Leseerlebnis hat man (im Normalfall*) nur einmal, das ERSTE MAL. Und dann doch bitte auch in Reihenfolge.

Im Gegensatz zu vielen, geniesse ich die Spannung bei extrem spannenden Büchern... Zwar lese ich dann schnell, überfliege manchmal eine Seite, aber wenn ein Buch mich kriegt, dann meist über die gesamte Länge. Die langweiligen verführen mich dann eher... 

Und bei Euch so? Gibt es Vorblätterer? Und nutzt ihr dann auch die Ausrede, vom plötzlichen Tod und so??? 


* Ich erzähle jetzt nicht von dem Leseerlebnis, wo ich tatsächlich auf der allerletzten Seite erst mitkriegte, huch, das Buch hast du doch schon gelesen. Davor nicht ein einziges dejavusErlebnis ... komplett verdrängt... 

BRN 2013 - bunte Republik Neustadt - rockige gute Laune mit überfüllten Strassen




 Einmal im Jahr feiert die Dresdner Neustadt sich selbst - als riesiges Straßenfestival. Dabei gelten besondere Regeln und prinzipiell kann man feststellen, dass die BRN am Tage so gar nichts mit der BRN in der Nacht gemein hat.

Für alle die meine jährlichen Ergüsse noch nicht kennen, eine kurze Erklärung: die "bunte Republik Neustadt" feiert die 3 Tage (22.-24.Juni 1990), in der man auf dem Gebiet ein eigenen Staat aufmachte und es schaffte ihn für wenige Tage aufrecht zu erhalten - inklusive allem: Geld in Form der "Neustadtmark" (wechselkurs 1:1 mit der Ostmark), eigener Flagge (Deutschlandfarebn mit der Mikey Mouse), eigenem Pass, eigener "ordentlicher, provisorischer Regierung" („Monarchen ohne Geschäftsbereich“sowie Misiter allen möglichen und unmöglichen Bereiche wie Wehrkraftzersetzung, Finanzen, anderen Kirchenfragen, Unkultur und Unterseeboote etc.) sowie einer Regierungserklärung(Man forderte den Anschluss an den Vatikan)
„Die Idee zur bunten Republik entstand eines Nachmittags in der Bronxx (ehemalige Kneipe auf der Alaunstraße), bei einer Schwatzrunde. Da haben wir das Ding innerhalb von zwei, drei Monaten aus dem Boden gestampft.“  
An den Eingängen prangten Schilder mit der Aufschrift: „Hier beginnt das freie Territorium der bunten Republik Neustadt.“  
Heute also erinnert (seit 2002) dieses ausserordentliche Stadtteilfest an diese außergewöhnliche Begebenheit. Entsprechend seiner besonderen Geschichte kommt es mit besonderen regeln, so dürfen offiziell nur Ortsansässige einen Stand aufmachen und betreiben, so versucht man eine allzu wirtschaftliche Interessen auszuklammern.
Auszug aus der Satzung: A. Teilnehmerkreis 
* Gewerbetreibende müssen über ein Geschäft bzw. Lokal im Festgebiet verfügen.* Natürliche Personen müssen ihren Hauptwohnsitz im Festgebiet haben.* Vereine müssen über einen Vereinssitz im Festgebiet verfügen.* Bezüglich Freiflächen innerhalb des Festgeländes können daran angrenzende Flächen des öffentlichen Verkehrsraumes auch an Eigentümer bzw. Mieter/Pächter dieser Flächen vergeben werden

Dazwischen immer wieder Bühnen mit lokalen Bands, und einigen eingeladenen. Hier tun sich vor allem die ansässigen Bars, Kneipen und Lokalitäten hervor.

Leserunde: Woche I - das Vorspiel

Grundlegendes und Einführendes zur Leserunde gibt es hier.

Leserunde mit Kalliope zu "Artikel 5" von Kristen Simmon

Für die Leserunde entschieden sich Kalliope und ich, vor nicht allzu kurzer Zeit, als wir feststelleten, dass alle Welt in Leserunden liest, nur wir nicht. Nun sind wir beide nicht die größten Fans von Lesefortschrittspost, mich interessieren die Gedanken zu einem Buch viel mehr. Aber eher aus der Motivation, ob es mir auch gefallen könnte, als mit ein vollständige Buchbesprechung und Überinterpretation zu lesen.

Ich bin schon immer ein Verfechter der Theorie, dass ein jedes Buch für jeden individuellen Leser anders ist, - für mich ist der Leser mit seinem Background (seinen Erfahrungen, seiner Lebensituation und auch seinen Launen) ein bißchen auch Autor, genauergesagt sehe ich Autor und Leser als Team, die zusammen ein - auch zeitlich - individuelles Leseereignis schaffen. Für mich meist ein einmaliges Erlebnis, und das obwohl ich riesiger Fan von rereads (also Nochmallesen) bin. Ich finde es faszinierend, wie sich meine Leseerlebnisse mit der Zeit ändern und manchmal sogar komplett umkehren können.

Zumindest zum Teil stimmt mir da Kalliope zu, wie ich weiss. Und trotzdem sich unser Buchgeschmack vielleicht nur zu einem Viertel oder gar Fünftel überschneidet, schätze ich ihre Meinung sehr. Sie ist öfter der Grund, dass ich lesetechnisch über den Tellerrand schaue und genrefremd lese. Und oft trifft sie da bei mir ins Schwarze. Also ein guter Grund zusammenzulesen.


"Artikel 5" gehört zu diesen Fünftel. Es machte uns beide neugierig, und auch wenn es in die gerade sehr populäre Dystophieeuphorie schlägt, scheint es ein Buch, dass viel Spielraum für eigene Gedanken lässt, ohne eine Moralkeule zu schwingen.
Und wie Kalliope interessiert mich, wie nun Simmons düstere Version ihres Heimatlandes aussieht. Wie es funktioniert. Und wie die Menschen darin ihren Platz finden, wie sie auf ihre Umwelt reagieren. (Gerade wenn man in die Türkei blickt, ein interessanter Aspekt). Und gerade weil Dystophien geradezu den Buchmarkt überfluten, bin ich neugierig wie sich "Artikel 5" vom Rest abhebt, - ob es sich abhebt. Aber viele gute Rezensionen machen mir Mut.

2013/06/16

just sayin': where books live - erster Einzug der Lieblinge




Ganz zum Schluss - ein wahnsinnig toller Wochenendabschluss (auch wenn es stressig war, und ich zu nicht viel anderem gekommen bin): die ersten Bücher ziehen ein. Der Rest muss aber warten. Bis ich die entsprechenden Tüten gefunden hab - bzw. die "schwerere" bzw die Lieblings- Literatur muss/darf auf die edle Designernehausung warten...

Aber bald....

... fühlt sich sooo gut an!


PS: der erste Leserundenbeitrag muss deswegen bis morgen warten... ich bitte um Verzeihung...

2013/06/14

(meine erste) Leserunde - Artikel 5 von Kristen Simmons

Neulich - naja gut - vor einiger Zeit hatte ich ja mal in einer Montagsfrage angemerkt, dass ich noch nie Teil einer Leserunde war. Zum einen weil mich die Interpretationswochen in Schulen immer abgeschreckt haben, zum anderen, weil mir ein starres Korsett nicht liegt. Aber man soll ja Dingen IMMER eine zweite Chance geben.


Und so starten Kalliope und ich eine Leserunde zu "Artikel 5" von Kristen Simmons. Und ich bin auch schon ganz aufgeregt... 

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Dabei geht es uns allerdings nicht darum unsere Lesefortschritte zu posten im Sinne von "wie viele Seiten in welcher Zeit", sondern darum unsere Gedanken beim Lesen festzuhaltenuns über das Gelesene auszutauschen und gemeinsam das Buch in all seinen Facetten zu diskutieren. (Wir haben schon oft festgestellt, das wir Bücher anders lesen - also differenziert lesen.) Wir sind gespannt, wie uns unser Vorhaben gelingt, denn für beide von uns ist es die erste Leserunde überhaupt.


Wie wir vorgehen wollen:

Der Leserunden-Tag wird der Sonntag. An den nächsten drei-vier Wochenenden gibt es bei uns jeweils einen Blog-Post zu den gelesenen Kapiteln, dabei sprechen wir uns im Vorfeld über den Umfang der Textgrundlage für den aktuellen Post ab. Um dem ganzen etwas Struktur zu geben, orientieren wir uns bei unseren Posts an meinen Stichpunkten meinerer Kurz-Rezensionen "kurz&gut", also:
  •     Einstieg
  •     Charaktere
  •     Buchwelt/-universum & Setting
  •     (Spannungs)Verlauf
  •     Sprache/Schreibstil
  •     Zitate
  •     Positives/Negatives
  •     Kritik am System
  •     Fazit
Natürlich müssen nicht alle Punkte sklavisch in jedem Post "abgearbeitet" werden, aber sie sollen Orientierung geben für das, was uns für unsere Buchbesprechung wichtig ist. Und dann darf über die Kommentarfunktion munter weiter diskutiert werden ... Wir ermutigen Euch sogar mitzudiskutieren und am besten auch mitzulesen. 


Der Startschuss ist hiermit also gelegt. 

Am nächsten Sonntag (16. Juni) gibt es dann also den ersten Beitrag zum Buch. 

Dabei wird Kalliope das Buch als reales Exemplar in deutscher Übersetzung lesen, während ich mir die englische Orginalversion als kindle read geholt habe. 

Wer uns begleiten möchte, ist herzlich eingeladen in die Leserunde einzusteigen - dazu bitte eine kurze Nachricht an uns, entweder per Mail oder hier als Kommentar. 

Am kommenden Sonntag gibt es dann also unsere ersten Beiträge zum Buch - darin erfahrt ihr, warum wir uns gerade für dieses Buch entschieden haben, was wir uns von der Lektüre erhoffen, etc. Am 23. legen wir dann auch inhaltlich los.
* Hier ein kleiner Hinweis für eventuelle Mitleser: die engl. kindle Version gibt es bei Amazon gerade für nicht mal 2Euro im kindle Shop. Die deutsche Version kostet - soweit gesehen - in allen ebook Shops 12,99Euro.


Es kommt also auf EUCH an und wir freuen uns ehrlich auf jeden der mitmachen möchte. Dabei ist ein Blog oder FacebookSeite keine Pflicht, gerne darf jeder auch per Kommentarfunktion bei mir oder Kalliope mitlesen und mit diskutieren. - Keine Meinung ist falsch - keine Idee doof - und - jede Frage wird ernstgenommen.-  Wir wollen mit EUCH lesen, und uns austauschen. Je mehr desto besser. Gerne auch als reread wer mag, dann aber vorsichtig mit möglichen Spoilern. Nicht dass wir hier jemanden die Lesefreude verderben.  

Also wir freuen uns auf Euch und das Miteinander lesen, auf eure Meinungen und viel Austausch. Wir planen übrigens dies auf mehrere Wochen zu ziehen, sodass auch langsame Leser mitmachen können. Ich bin ja eher der Schnellleser, der lange braucht ein Buch zu verarbeiten. (Man erwarte also keine zu klugen Ansätze am Anfang ;) )


Hier der Link in dem alle meine Posts dann alle landen werden, wenn auch in falscher chronolgischer Reihenfolge (neuester zuerst).



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Wer mitmachen will, darf am ersten Postingtag (ich hoffe bis dahin hab ich die letzten kleinen Dinge geklärt), 
die Icons aus dem "kurz&gut" unter entsprechender cc (creative commons license) mitnehmen. Ich werde die dann hier entsprechend verfügbar machen. 
Auch das Logo/Banner** darf gerne mitgenommen werden, es hat eine Breite von 550px... 

** Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk bzw. Inhalt steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 2.0 Deutschland Lizenz.


2013/06/13

inbetween - kunterbuntes vieles im Alltag

Heute mein instagr.am Blick in die kleinen bunten Dinge des Alltags, die einen Freude bereiten, aber niemals auf Fotos landen...
kunterbunte Kieselsteine im Blumentop - nur so bunt wenn nass.
(http://instagram.com/p/aXlMf-HQB3/)
kein Spielgeld sondern Nervennahrung - noch dazu in aufmunternden kunterbunt! ;) (http://instagram.com/p/aP3nQqHQLL/)
Badefreuden - in extrem erdbeerig.
(http://instagram.com/p/aVzkp4HQBS/)

2013/06/10

Montagsfrage XV: "Welches war dein liebstes Bilderbuch?"

Dieses mal schickt uns Paperthin mit ihrer Montagsfrage weit in die Vergangenheit. Wobei ich diese Reise auch schon im Studium machte, denn ich benutzte mein Lieblinsgkinderbilderbuch als Teil einer Aufgabe im Bereich Mediendesign. Doch erstmal zur Frage:

Welches war dein liebstes Bilderbuch?

Mein liebstes Bilderbuch war tatsächlich eher ein reines "Anguckbuch". heute sagt man dazu wohl "Wimmer(bilder)buch". Denn es gibt auf jeder Seite ein Riesenbild mit massig zu entdecken. Ich habe hier schonmal darüber berichtet. Es ist von Eberhard Binder und heisst "Der rote Robert" oder auch "Ein Ausflug" und handelt von Robert, dem roten Papagei, der aus seinem Käfig entschwindet und wegfliegt und fortan von einer (niedlichen Katze mit roter Schleife) Katze der Nachbarschaft gejagt wird. Dabei passieren nebenher fantastische Alltagsdinge. 

Und das Tolle: Nicht nur kann man auf jeder der 6 Doppelseiten je einmal Robert und die Katze finden, auch die meisten anderen Figuren tauchen immer wieder auf. Der alte Mann mit seinen Dackel, die Schulklasse/Kindergartengruppe mit ihren Kindern, die Mama mit Kind, die Frau mit dem Einkauf etc. Und so wird dieses Buch irgendwie nie langweilig. Die Nebengeschichten sind einfach spannend und mit ein bisschen Fantasie kann man auch - ohne lesen zu können - viele weitere Geschichten ersinnen und finden. Gerade weil es GAR KEINEN Text hat. Das Buch lebt einfach von den vielen kleinen Bildern im Grossen und der Fantasie des Lesers - naja Anguckers.

Noch viel toller finde ich, dass dieses Buch 2008 neu aufgelegt wurde und wieder im Handel erhältlich ist. KLARE Kaufempfehlung für alle Mütter mit Kleinkind. Dieses Buch hat mir so manche Stunden als Kind versüsst und ist einfach toll. EHRLICH. Glaubt mir!

Als meine Schwester klein war, las ich ihr am liebsten das Bilderbuch vom Frosch Fridolin vor. Als ich gerade googelte, stellt ich etwas entsetzt fest, dass es von diesem oder einem anderen Frosch namens Fridolin ein fast erschlagendes Merchandising gibt und zumindest die aktuellen Bände (damals gab es nur das eine) reichlich ver-disney-siert wurde. Also rein optisch. Schade. 

Wenn ich mal wieder bei der Oma bin, werde ich in jedem fall die Kiste mal wieder hervorkramen und mir das Buch sichern. Das habe ich mit dem roten Robert schon getan. 

Naja. Ich fand damals die Geschichte reichlich niedlich und vor allem komplett unmoralisierend, was mich an den heutigen Bilderbüchern immer nervt. Das endet meist in "Und die Moral von der Geschicht"-Fabeln... Grauenhaft.